„Wer sind wir und warum"
fragten sich die sächsischen Akteure der Soziokultur auf demam 29.11.2012 in der Kulturfabrik Leipzig.
Anlässlich des 20-Jährigen Jubiläums der Soziokultur in Sachsen kamen Politik, Verwaltung und Fachwelt in Leipzig zusammen, um über die Herausforderungen der Zukunft zu diskutieren. Auf der Tagung wurden aktuelle Zahlen zur Soziokultur in Sachsen präsentiert, welche in einer großen Bestandsaufnahme im Jahr 2011 und 2012 erhoben wurden.
Sowohl das Ministerium für Wissenschaft und Kunst als auch die Kulturstiftung würdigten das Engagement soziokultureller Zentren und die Facharbeit des Landesverbandes. Mit einem Blick zurück wurden auch die Anfänge soziokultureller Arbeit in Sachsen beleuchtet. Es wurde herausgestellt, dass die Soziokultur vor allem beim Aufbau einer Zivilgesellschaft nach 1989 entscheidend mitgewirkt hat. Heute ist sie vor allem eine bürgernahe Kulturarbeit und erreicht auch als Akteur der kulturellen Bildung breite Besucherkreise.
Auf der Tagung konnten die Besucher neben vielen Vorträgen auch Einblicke in die soziokulturelle Landschaft gewinnen. Die Goldne Sonne aus Schneeberg stellte ein besonderes sächsisches Brauchtum vor – das Klöppeln – das in dem Schneeberger Zentrum sogar ein eigenes Ausbildungsprofil begründet hat. Auch das Medienkulturzentrum Dresden und die Leipziger Zentren präsentierten sich mit zahlreichen Informationen.
Der bundesweite Fachtag war eine Gemeinschaftsveranstaltung des Landesverbandes Soziokultur Sachsen und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Gefördert wurde die Veranstaltung auch vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz bzw. dem Kommunalen Sozialverband Sachsen. Die Bestands-aufnahme wurde gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Medienpartner war das Fundraiser-Magazin.
Wir danken allen Partnern und Förderern, sowie unseren Zentren und tatkräftigen Helfern für die gelungene Tagung.
Hier kommen Sie zur Dokumentation des 3. Sächsischen Fachtages Soziokultur
Fakteneinblicke:
- Im Jahr 2011 gab es 1,6 Millionen Besucher in den sächsischen Zentren.
- 2011 arbeiteten rund 730 Mitarbeiter in den Zentren,
davon knapp 300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. - Dahinter stehen nur rund 200 Vollzeitstellen in ganz Sachsen.
- Der Anteil weiblicher und männlicher Mitarbeiter in der Soziokultur ist nahezu gleich verteilt.
- Das Durchschnittsalter der Geschäftsführer/innen liegt bei 47 Jahren.
- Im Durchschnitt bindet eine Vollzeitstelle 7 ehrenamtlich Tätige.
- Über 1.500 Menschen engagierten sich 2011 ehrenamtlich in der Soziokultur.
- Rund 13.500 Veranstaltungen und 24.000 Kurse und Workshops fanden 2011 in den Zentren statt.
- Mit über 270 Schulen und fast 200 Kitas und Horten kooperierten die Zentren 2011
Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme werden im Jahr 2013 in einer Broschüre erscheinen.