SoziokulTour

SozioklTour

Halbzeit bei der SoziokulTour durch Sachsen
Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Soziokultur kommt besondere Bedeutung zu“
Welche unterschiedlichen Angebote bieten die soziokulturellen Einrichtungen in Sachsen, wo liegen die Schwerpunkte ihrer Arbeit, und wo besteht weiterer Handlungsbedarf? Um sich einen Eindruck vor Ort zu verschaffen, ist Kunststaatssekretär Uwe Gaul gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Landesverbands Soziokultur, Anne Pallas, unterwegs auf „SoziokulTour“. zum Weiterlesen hier klicken

Halbzeit bei der SoziokulTour durch Sachsen

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Soziokultur kommt besondere Bedeutung zu“

Welche unterschiedlichen Angebote bieten die soziokulturellen Einrichtungen in Sachsen, wo liegen die Schwerpunkte ihrer Arbeit, und wo besteht weiterer Handlungsbedarf? Um sich einen Eindruck vor Ort zu verschaffen, ist Kunststaatssekretär Uwe Gaul gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Landesverbands Soziokultur, Anne Pallas, unterwegs auf „SoziokulTour“. Nach Stationen bei der Soziokultur Freital im April und dem Alten Gasometer Zwickau im Mai, steht zur Halbzeit der Tour am 18. Juni die Kulturfabrik Hoyerswerda auf dem Besuchsprogramm. Im August geht es zum Kulturzentrum Goldene Sonne nach Schneeberg und im September zum Kuhstall e.V. nach Großpösna. Kulturelle Bildung auch jenseits der großen Städte zu ermöglichen und zu fördern gehört zu den unverzichtbaren Anliegen des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK). Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Ich freue mich, dass die SoziokulTour auch ein Anlass ist, die Arbeit der vielen engagierten Haupt-, Teil- und Ehrenamtlichen zu würdigen und ihnen zu danken. Der Soziokultur als bunteste und vielfältigste sowie generationenübergreifende Form der Kultur kommt eine besondere Bedeutung zu. Zum einen steht die Bildung der eigenen Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen, in vielen Fällen aber auch von Erwachsenen im Mittelpunkt. Durch die künstlerische Beschäftigung findet eine Auseinandersetzung mit sich selbst, der Umwelt und der Gesellschaft statt. Das schließt die Beschäftigung mit den Grundsätzen eines demokratischen Gemeinwesens ein, mit Freiheit, Teilhabe, Gleichheit, Solidarität, Toleranz, Verständigung, Kompromiss, Perspektivwechsel, Verschiedenheit, Gemeinsinn. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen für das Mitwirken an demokratischen Aushandlungsprozessen.“

Anne Pallas, Geschäftsführerin des Landesverbands Soziokultur: „Während der SoziokulTour wird deutlich, dass die Zentren im ländlichen Raum oft größer und multifunktionaler ausgestattet sind, als im verdichteten urbanen Raum. Hier treten sie noch klarer als „Gemeinwesenkümmerer“ auf. An der Schnittstelle zur Bildungs-, Jugend- und Sozialarbeit liegt der Auftrag der Soziokultur vor allem im Gesellschaftlichen, das mit den Mitteln von Kunst und Kultur zur Entfaltung kommt. Mit diesem Ansatz gelingt es auch verschiedene Zielgruppen anzusprechen und damit auch milieuübergreifend den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Blick zu nehmen. In diesem Verständnis ist Kultur eine Art Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält und Humus, auf dem Selbstwirksamkeitserfahrungen und Kreativität wachsen können. Dabei ist das sich Einlassen auf die jeweiligen Lebensrealitäten eine wichtige Grundbedingung und das bedeutet eben, dass sich Soziokultur auch zwischen Stadt und Land unterscheiden muss.“

 

Zur Teilnahme an und Berichterstattung über die nächsten Stationen der SoziokulTour sind Medienvertreter herzlich eingeladen:

  • Montag, 18. Juni 2018, 16:45 Uhr, Kulturfabrik Hoyerswerda e.V., Braugasse 1, 02977 Hoyerswerda

  • Donnerstag, 23. August 2018, 15:30 Uhr, Kulturzentrum „Goldene Sonne“, Fürstenplatz 5, 08289 Schneeberg

  • Montag, 17. September 2018, 15:15 Uhr, Kuhstall e.V., Hauptstraße 19, 04463 Großpösna

 

Quelle:
11.06.2018 - Medienservice Sachsen https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/218236

 

    SoziokulTour - Hoyerswerda

Wie man einen Staatssekretär verblüfft
Uwe Gaul vom sächsischen Wissenschaftsministerium schaute sich in der KulturFabrik um –
und war beeindruckt.

[...] Die „wichtigen Leute“, die am Montag die KulturFabrik besuchten, waren Uwe Gaul, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), und Anne Pallas, Geschäftsführerin des Landesverbandes Soziokultur. [...] KuFa-Geschäftsführer Uwe Proksch, KuFa-Vereinschef Jens-Uwe Röhl, Beirätin und Architektin Dorit Baumeister sowie der SPD-Ortsverbandschef Jan Kregelin führten die Gäste durchs Haus, sozusagen vom Keller bis zum Dachboden, sprachen über die unzähligen Projekte der KulturFabrik, von Tanz- über Gundermann-Projekte bis zum Straßentheaterfestival, und über das lobenswerte Engagement der Unterstützer, denen die Arbeit der Einrichtung am Herzen liegt. Nicht minder beeindruckt zeigten sich die Besucher vom Angebot an diesem Montag – allein 13 Veranstaltungen. „Sie brauchen ein großes Haus“, stellte Uwe Gaul fest und erkundigte sich in der reichlich einstündigen Gesprächsrunde im Café, was Politik und Verwaltung in Dresden für die KulturFabrik mit ihren neuen Mitarbeitern sowie einem über 100 Mitglieder starken Verein dahinter, für Soziokultur im ländlichen Raum allgemein, tun könnten.
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Sächsische Zeitung Sachsen – Lokalausgaben- Hoyerswerda (20.06.2018)

Wie man einen Staatssekretär verblüfft

Uwe Gaul vom sächsischen Wissenschaftsministerium schaute sich in der KulturFabrik um – und war beeindruckt.

Von Anja Wallner

Künstlerin Kersten Flohe nutzte die Gunst der Stunde: „Ich habe gehört, hier sind wichtige Leute“, platzte sie am Montagnachmittag in die Gesprächsrunde im Café Auszeit im Bürgerzentrum Braugasse 1 und äußerte ihr Bedauern und ihren Ärger darüber, dass das fahrende Kunst- und Digitallabor Fabmobil, das seit Oktober regelmäßig an der KulturFabrik (KuFa) gehalten hat, am heutigen Mittwoch offenbar letztmalig Station in Hoyerswerda macht. Die Angebote und Arbeitsplätze im Mobil hat die Hoyerswerdaerin für ihre Kunst genutzt.

Die „wichtigen Leute“, die am Montag die KulturFabrik besuchten, waren Uwe Gaul, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), und Anne Pallas, Geschäftsführerin des Landesverbandes Soziokultur. Die Gäste aus Dresden hatten so spontan keine konkrete Antwort auf Kersten Flohes Anliegen. Uwe Gaul vermutete, dass das Fabmobil ein für einen speziellen Zeitraum gefördertes Projekt sei, das neu beantragt werden müsste. Er versprach, sich danach zu erkundigen. „Vielleicht geht es ja weiter.“

Der Politiker und die Verbandschefin waren im Zuge der „SoziokultTour“, einer Rundreise zu soziokulturellen Zentren in Sachsen, in die KulturFabrik gekommen. Hoyerswerda war nach Freital und Zwickau die dritte Station der Tour; die außerdem noch nach Schneeberg und Großpösna führt. Nach Angaben des SMWK geht es darum, sich vor Ort ein Bild der soziokulturellen Arbeit zu machen und zu erfahren, wo Handlungsbedarf besteht. „Soziokultur“, so der Staatssekretär, „steht nicht so stark im Fokus.“ Das seien dann eher die Staatsbetriebe. Anne Pallas kennt die KulturFabrik natürlich, ihr Begleiter sah das imposante Gebäude an der Braugasse, das auch die Touristinfo und das Kinder- und Jugendzentrum Natz beherbergt, und den regelmäßig ausverkauften großen Saal zum ersten Mal – und war ehrlich beeindruckt. „Das hätte ich jetzt nicht so erwartet, das ist eine ganz andere Welt, als ich es mir vorgestellt hatte“, gab er zu.

KuFa-Geschäftsführer Uwe Proksch, KuFa-Vereinschef Jens-Uwe Röhl, Beirätin und Architektin Dorit Baumeister sowie der SPD-Ortsverbandschef Jan Kregelin führten die Gäste durchs Haus, sozusagen vom Keller bis zum Dachboden, sprachen über die unzähligen Projekte der KulturFabrik, von Tanz- über Gundermann-Projekte bis zum Straßentheaterfestival, und über das lobenswerte Engagement der Unterstützer, denen die Arbeit der Einrichtung am Herzen liegt. Nicht minder beeindruckt zeigten sich die Besucher vom Angebot an diesem Montag – allein 13 Veranstaltungen. „Sie brauchen ein großes Haus“, stellte Uwe Gaul fest und erkundigte sich in der reichlich einstündigen Gesprächsrunde im Café, was Politik und Verwaltung in Dresden für die KulturFabrik mit ihren neuen Mitarbeitern sowie einem über 100 Mitglieder starken Verein dahinter, für Soziokultur im ländlichen Raum allgemein, tun könnten.

Solch eine Frage bekommt man von einem Ministeriumsvertreter gern gestellt. „Jammern“ mochte am Montag jedoch niemand. Natürlich ging es in erster Linie um finanziellen Druck, um den fehlenden Stellenwert der Soziokultur im Kulturraum, um zu geringe Mitarbeiter-Entlohnung, um fehlende junge Leute, um strukturelle Probleme, um fehlende Ansprechpartner bei Behörden, die geringe Lobby hinsichtlich kultureller Arbeit, um Schwierigkeiten bei der Fördermittelbeantragung. Denn nicht nur im Bereich Kultur muss man sich Fördermittel aufgrund des zu erbringenden Eigenanteils erst mal leisten können. Förderprogramme würden von größeren Städten dominiert, hieß es, deren Kultureinrichtungen zum Teil große Partner im Rücken haben.

Uwe Gaul bemerkte, dass Sachsen bereits auf hohem Niveau Kulturförderung betreibe, und verwies auf die bundesweite Einzigartigkeit des sächsischen Kulturraumgesetzes. Das wollte man am Montag auch gar nicht bestreiten, lobte zudem die Unterstützung durch die Stadt Hoyerswerda. 100 000 Euro institutionelle Förderung bekommt die KuFa durch den Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien. Eine Schippe drauf, so der Tenor, wäre schon eine Erleichterung. Dass viele Kursangebote, wie Trommeln oder Tango tanzen, in der KulturFabrik „von innen heraus“ entstanden sind, davon konnte sich Uwe Gaul kurz vor seiner Verabschiedung überzeugen. Denn just in dem Moment begann im Saal die Probe des Bürgerchores, der für seinen Auftritt zur Gundermann-„Brigadefeier“ an diesem Samstag übt.

Übrigens: Mit seiner eingangs geäußerten Vermutung lag Uwe Gaul richtig. Die Förderung für das Fabmobil läuft tatsächlich aus, wie Sebastian Piatza vom Projektträger Constitute e.V. auf Anfrage informierte. „Wir bemühen uns um eine Folgeförderung.“ Geplant ist, das Fabmobil zwischen März und Oktober 2019 einzusetzen. Das SMWK fördere das Vorhaben zu einem kleinen Teil, noch fehlten aber mehr als 50 000 Euro zur Finanzierung.

Quelle: www.sz-online.de

SoziokulTour KuFa Hoyerswerdaer Tageblatt 1SoziokulTour KuFa Hoyerswerdaer Tageblatt 2
Fotos: Hoyerswerdaer Tageblatt/Sächsische Zeitung.

 

   SoziokulTour - Freital 

Staatssekretär Uwe Gaul (Wissenschaft und Kunst) besuchte das Soziokulturelle Zentrum Freital. Begleitet wurde er von Anne Pallas (Geschäftsführerin Landesverband Soziokultur Sachsen). Bei dem Besuch in Freital ging es vor allem darum, die besondere Struktur der Freitaler Soziokultur zu verstehen. Denn hier handelt es sich nicht um ein klassisches Zentrum, sondern ein Netzwerk, welches mit verschiedenen Trägern der Stadt verbindlich zusammenarbeitet. Damit, so die Geschäftsführerin Kerstin Mager-Baran, werde vor allem der Struktur Freitals Rechnung getragen. Denn auch die Stadt hätte kein eigentliches Zentrum, sondern sei eine Aneinanderreihung von Stadtteilen. Der Besuch in Freital wurde dokumentiert mit einem Gespräch im Rahmen der eigenen Sendung „LIFE ART TV“, die über YouTubeChannel und bei Facebook läuft. Als Gäste in der Sendung waren Staatssekretär Uwe Gaul, Anne Pallas und Peter Pfitzenreiter, erster Bürgermeister Freitals. Moderiert wurde das Gespräch von Willi Papperitz.

 

   SoziokulTour - Zwickau

28.05.2018 - Staatssekretär Uwe Gaul zu Besuch im Alten Gasometer e.V. 
Es ist immer erfreulich, wenn Menschen aus der aktiven Politik sich die Lage vor Ort ansehen, um sich selbst ein Bild zu machen. Aus diesem Grund ist Uwe Gaul, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, momentan unterwegs durch verschiedene soziokulturelle Zentren und besuchte auch den Alten Gasometer e.V.
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Er wurde herzlich empfangen und Geschäftsführer Mario Zenner zeigte ihm in einer Präsentation die Geschichte, Konzeption und Struktur des Vereins. Hierbei wurden alle Bereiche von Jugend-, über Kultur bis zur Demokratiearbeit beleuchtet. Uwe Gaul fragte immer wieder interessiert nach und wollte besonders auch über Sorgen und Nöte Näheres erfahren. Für Themen, wie die Finanzierung und auch den Fachkräftemangel, hatte er dabei viel Verständnis. Im Anschluss an das fruchtbare Gespräch zeigte Mario Zenner unserem Gast die Räumlichkeiten und insbesondere den eindrucksvollen Saal im Alten Gasometer.

Doch die besten Eindrücke bietet immer noch die praktische Arbeit. So setzte Uwe Gaul sich gegen Ende des Besuches zu den Jugendlichen vom „Jugendbuffet“ an den Tisch. Er hörte interessiert zu, als ihm Chris Scheundel den Sinn und die Ziele des Projektes erläuterte. Die Vielfalt ist dabei hoch, vom Betrieb des „Spätis“, um Veranstaltungen für Jugendliche in ungezwungener Atmosphäre zu ermöglichen und das kulturelle Angebot in Zwickau zu erweitern, bis hin zu thematischen Diskussionen, z.B. zum Thema „Grundeinkommen“. Aber auch die größeren Ziele, wie die Schaffung eines Jugendbeirates und eines Jugendradios in Zwickau, wurden besprochen. Wichtig war den Jugendlich die Botschaft, dass alles offen und jeder willkommen ist. Chris Scheundel sagte rückblickend zum Erreichten und der Zusammenarbeit mit der Politik vor Ort: „Man kann da auch wirklich stolz drauf sein. Ich habe auch das Gefühl, man wird gehört.“ Uwe Gaul interessierte in diesem Zusammenhang natürlich auch das persönliche Engagement: „Sind Sie denn jetzt politische alle auch interessiert und aktiv?“. Hier bekam er reflektierte Antworten und die Auskunft, dass es nicht nur um Politik, sondern in der Hauptsache um das kulturelle Engagement gehe. Wir freuen uns, dass Herr Gaul sich die Zeit für uns genommen hat und hoffen, dass er einige Eindrücke mit nach Dresden nehmen konnte.

SoziokulTour des Staatssekretär in Zwickau beim Alten GasometerSoziokulTour des Staatssekretär in Zwickau beim Alten Gasometer - im Gespräch

SoziokulTour des Staatssekretär in Zwickau beim Alten Gasometer - GesprächsrundeSoziokulTour Zwickau 4