IG Landeskulturverbände Sachsen

Mit vereinten Kräften für Kultur! 

Logo IG Landeskulturverbaende zweifarbig (Grafik / Design: Kathrin Weigel – kawe.media)Die Interessengemeinschaft Landeskulturverbände Sachsen (IG) ist ein parteiunabhängiges kulturpolitisches Gremium, das aus VertreterInnen der elf sächsischen Kulturdachverbände besteht. Sie vertritt vor allem verbandsübergreifende kulturpolitische Angelegenheiten und stellt zugleich ein Korrektiv zur regionalen Struktur der Kulturräume dar. Darin mündet ihr Anliegen, kulturraumübergreifende Themen in den kulturpolitischen Diskurs auf Landesebene einzubringen und dabei auch zwischen den Kulturräumen vermitteln zu wollen.

Die Landeskulturverbände der IG:

 
Kontaktadresse:
IG Landeskulturverbände Sachsen
c/o Landesverband
Soziokultur Sachsen e.V.

Alaunstraße 9
01099 Dresden
   Sprecher der IG:
Anne Pallas
Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.

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0351 - 802 17 64

Helge-Björn Meyer

Darstellende Künste Sachsen
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Veranstaltungsrückblick zum 26.08.2019 des Landesverbandes Soziokultur Sachsens

WAS STEHT ZUR WAHL! Gespraechsrunde IG-Veranstaltung 26.8.2019
Perspektiven sächsischer Kulturpolitik.

 
Die IG Landeskulturverbände Sachsen hatte am 26.08.2019 die sechs aussichtsreichsten Parteien anlässlich der anstehenden Landtagswahl zu einem Gespräch in die Motorenhalle eingeladen. Für die CDU sprach Aline Fiedler, für die SPD Hanka Kliese, für die Grünen Dr. Claudia Maicher, für die FDP Philipp Hartewig und für die LINKEN sprang nach einer krankheitsbedingten Absage Annekatrin Klepsch ein. Die AfD war ebenfalls geladen, hatte den Veranstaltern aber bis zum Schluss keine Rückmeldung gegeben.

Eröffnet wurde die Veranstaltungen mit einem Prolog von Christian Gesellmann (freier Journalist) der mit einem persönlichen Eindruck zu den kulturpolitischen Programmen der Parteien eröffnete.

Eroeffnung IG-Veranstaltung 26.08.2019Prolog IG-Veranstaltung 26 8 19

Ziel der Veranstaltung war es dem Kulturverständnis und kulturpolitischen Programmen der Parteien näher zu kommen. Es ging demnach nicht um eine Diskussion über Inhalte, sondern im Vordergrund standen die jeweiligen Positionen der Parteien.

im Gespraech IG-Veranstaltung 26.8.2019Fragen zur Kulturpolitik 02 IG-Veranstaltung 26.8.2019Fragen zur Kulturpolitik IG-Veranstaltung 26.8.2019Fragen zur Kulturpolitik 03 IG-Veranstaltung 26.8.2019

Im Publikum saßen vor allem Vertreter von Kultureinrichtungen und der Kultursparten. Insofern hatte die Veranstaltung den Charakter einer Fachveranstaltung. Allein das Kulturraumgesetz ist ein Fachgesetz, dass außerhalb der Kulturräume und der darin wirkenden Kulturschaffenden kaum in der Bevölkerung bekannt ist. Es verwunderte deshalb nicht, dass im Großen und Ganzen Einigkeit zwischen dem Publikum und den Parteienvertretern bestand.

Publikum IG-Veranstaltung 26.8.2019

Unser Eindruck: Relative Einigkeit bei nahezu allen Themen, nur hier und da Akzentverschiebungen, wenn es um konkrete Maßnahmen ging. Auffällig war, dass es vor allem um Strukturen und die Bedingungen für Künstler und Kulturschaffende ging. Richtig ist, dass es viele Kulturschaffende gibt, die über alle Sparten gehend äußerst schlecht bezahlt sind. Auf der Veranstaltung standen diese Bedingungen im Vordergrund, noch vor der Frage, warum wir eigentlich alle machen, was wir machen. Dass die Kultur für den Menschen da ist, hätte man beinahe vergessen im gegenseitigen Überbieten von Maßnahmen für den Kulturbereich. So wurde der Kultur zwar von allen Parteien eine enorme Bedeutung beigemessen für die Menschwerdung, Identitätsfindung, Selbstbefragung usw. aber im Konkreten schien es mehr um die Arbeitsbedingungen zu gehen als den Output der Arbeit für die Gesellschaft. In diesem Kontext kam auch die Rolle der Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu kurz. Zwar wurde dies als Wunsch geäußert, ohne aber jemanden im Kulturbetrieb zu adressieren oder dies als Maßnahme oder Struktur zu beschreiben. Deutlich zu kurz gekommen sind unserer Meinung nach auch die Themen Internationalität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die vorgetragenen Visionen für die Kultur in Sachsen 2030 waren tendenziell vom Erhalten und besseren Finanzieren geprägt.

Zum Abschluss reflektierten Katrin Felgenhauer und Dr. Rainer Totzke das Gehörte und stellten gedanklich zwei Pole gegenüber. Kultur als Tendenzfeld der Bewahrung, Tradition und Beheimatung und Kultur als Tendenzfeld der Innovation, der Gestaltung und Transformationsqualität. Dies wurde als Spannungsfeld beschrieben, dem sich tendenziell auch Parteien zuordnen lassen. Die Herausforderung allerdings bestehe darin, die jeweils anderen Perspektiven einnehmen zu können und sich nicht gegeneinander aufzustellen, sondern miteinander zu arbeiten. Gesellschaft braucht Herkunft und Zukunft und die Kultur ist ein maßgeblicher Narrativgeber, der weit über das institutionalisierte Kulturverständnis hinaus zum Tragen kommt.

 © IG Landeskulturverbände 2019

Die Veranstaltung war eine Gemeinschaftsveranstaltung der IG Landeskulturverbände, in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Künste. Die Interessengemeinschaft Landeskulturverbände Sachsen (IG) ist ein parteiunabhängiges kulturpolitisches Gremium, das aus VertreterInnen der elf sächsischen Kulturdachverbände besteht. Sie vertritt vor allem verbandsübergreifende kulturpolitische Angelegenheiten und setzt sich so für die Kultur in Sachsen ein.

 

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