Kulturpolitischer Salon

Kulturpolitischer Salon - Veranstaltung am 20.11.2018

Kulturpolitischer Salon Sachsen der Kulturpolitischen Gesellschaft

Kulturpolitischer Salon

„Kulturelle Bildung als Demokratiebildung“

 

Die Kulturpolitischen Gesellschaft Sachsen lädt in Kooperation mit Kulturamt Stadt Leipzig, Landesverband Soziokultur Sachsen und netzwerk junge ohren Berlin zum
Kulturpolitischen Salon in der Oper Leipzig
am Dienstag, den 20.11.2018, 18.00 Uhr
ein.

Thema: „Kulturelle Bildung als Demokratiebildung“

 

Begrüßung
ANNE PALLAS | Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.

Keynote I  „Zum Auftrag des Staates kulturelle und politische Bildung zu fördern“
DR. ECKARD BRAUN

Keynote II  "Wie kulturelle Bildung zur Demokratiebildung wird“
PROF. DR. DIETER HASELBACH 

Podium:

ALINE FIEDLER | Mitglied des Sächsischen Landtags

DR. SKADI JENNICKE | Kulturdezernentin und Bürgermeisterin der Stadt Leipzig

PROF. DR. ULRICH KLEMM | Geschäftsführer des Sächsischen Volkshochschulverband e.V.

DR. ROLAND LÖFFLER | Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

DR. EVA-MARIA STANGE | Staatsministerin Sächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Moderation:
UTA KARSTEIN | Universität Leipzig, Kultur- und Sozialwissenschaftlerin am Institut für Kulturwissenschaften

 

In Fortsetzung der vom Bundesprogramm "Kultur öffnet Welten" und dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. durchgeführten Tagung „Im Osten nichts Neues…? Gesellschaftspolitische Dimension kultureller Bildung in Ost- und Westdeutschland" am 24.09.2018 in Leipzig wird in diesem Kulturpolitischen Salon die Frage gestellt:

„Was muss Politik tun, um das Demokratiedefizit im Land abzubauen – Was kann kulturelle Bildung dazu beitragen?“

Aus unserer Verfassung lässt sich ein Auftrag zur kulturellen Bildung als Demokratiebildung herleiten: Im Grundgesetz steht zwar nicht explizit, dass Kunst und Kultur gefördert werden sollen, aber das anthropozentrische Weltbild der Verfassung begründet einen Auftrag des Staates, dem Menschen als Individuum und als sozialem Wesen freie künstlerische Tätigkeit, kulturelle Entfaltung und politische Teilhabe zu ermöglichen. Politische Bildung gehört zum Bürgerrecht Kultur. Denn der Staat leistet mit der Kulturförderung einen Beitrag zur Persönlichkeits- und Gesellschaftsbildung. So können Menschen zur Realisierung ihrer Freiheitsrechte ihre individuellen und gemeinschaftsbezogenen Haltungen, Einstellungen und ein Wertebewusstsein ausbilden. Richtigerweise muss der Staat gegenüber der Kunst auf positive Weise zwar neutral sein, doch im Bildungsbereich hat er einen über diese wohlwollende Neutralität hinausgehenden Auftrag, seine eigenen kulturellen Grundlagen, die sich aus der Verfassung ergeben, selbstbewusst zu vertreten und durch die Vermittlung demokratischer Werte, Menschen zu freien, politisch handlungs- und gestaltungsfähigen Bürgern zu erziehen.

These: Demokratie ist die einzige politische Grundordnung, die gelernt werden muss – täglich bis ins hohe Alter hinein. (Oskar Negt)

Aber Wie? Demokratie zu lernen, bedeutet die Vermittlung der Funktion eines Gemeinwesens. Für die Teilhabe an der Demokratie braucht es neben dem Wissen über den Staat – klassisch die politisch-historische Bildung – auch die Vermittlung von Erfahrung und Anwendungsbezogenheit, die eine affektive Wahrnehmungsdimension beschreiben.

Welche Rolle spielt die Kulturelle Bildung für solche Erfahrungshorizonte?

Kann kulturelle Bildung Formen der Kommunikation und des Miteinanders als Voraussetzung demokratischen Handelns einüben?

Können durch Kulturelle Bildungsprozesse Emotionen angesprochen werden, die Menschen ein Thema intensiver und damit nachhaltiger erfahren lassen. z.B. das Mitgefühl als Grundlage von Gerechtigkeitstheorien? Einen emphatischen Dialog führen als kulturelle Technik?

 

Für Fragen und Auskünfte steht Dr. Eckhard Braun als Sprecher der Kulturpolitischen Gesellschaft in Sachsen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

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