Aktuelles aus dem Newsletter

 Kurzarbeit: Sonderregelungen werden verlängert

Der wegen der Corona-Pandemie vereinfachte Zugang zum Kurzarbeitergeld soll verlängert werden. Konkret geht es bei den Regeln um Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden bei Kurzarbeit. Diese werden bislang noch bis Ende Juni 2021 zu 100 % vom Staat übernommen. Die Regelung soll nun bis Ende September gelten. Zudem soll es für die Anmeldung von Kurzarbeit weiterhin ausreichen, wenn zehn Prozent der Beschäftigten betroffen sind und nicht wie sonst vorgegeben ein Drittel.

weitere Informationen // (Stand: 05.07.2021)

 

 Bund: Sonderfonds Kulturveranstaltungen

Das Bundeskabinett hat grünes Licht gegeben für einen Sonderfonds in Höhe von bis zu 2,5 Mrd. €, mit dem der Bund ein breit gefächertes Angebot an Kulturveranstaltungen nach der langen Zeit der Pandemie wieder möglich machen will. Damit sollen Konzerte, Theateraufführungen, Kinovorstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen wieder anlaufen können. Da der Wiederbeginn des kulturellen Lebens immer noch mit pandemie-bedingten Unsicherheiten verbunden ist, soll der Sonderfonds Schutz vor Beschränkungen der Besucherzahlen und anderen Restriktionen und Risiken bieten.
Der Sonderfonds unterstützt die Wiederaufnahme und die Planbarkeit von Kulturveranstaltungen mit zwei zentralen Bausteinen:

  • Zum einen einer Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen, die unter Beachtung Corona-bedingter Hygienebestimmungen der Länder mit reduziertem Publikum stattfinden. Diese Hilfe steht für Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen ab dem 1. Juli 2021 und für Veranstaltungen mit bis zu 2000 Personen ab dem 1. August 2021 zur Verfügung. Damit können KünstlerInnen ebenso wie die Veranstalter nun den Wiederanlauf planen.
  • Der zweite Baustein ist eine Ausfallabsicherung für größere Kulturveranstaltungen, die für die Zeit ab dem 1. September 2021 geplant werden. Dies betrifft Konzerte und Festivals mit über 2.000 BesucherInnen, die einen langen Planungsvorlauf benötigen.

Sachsen startet jetzt die Umsetzung des Sonderfonds für Kulturveranstaltungen des Bundes. Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch wird mit dem Bund eine Vereinbarung dazu abschließen. Der Vereinbarung hat das Sächsische Kabinett bereits zugestimmt. Bewilligungsstelle im Freistaat Sachsen soll die Sächsische Aufbaubank (SAB) sein. Die Förderung erfolgt nach dem so genannten »Windhund-Prinzip«.

  • Anträge für die Wirtschaftlichkeitshilfe können voraussichtlich ab dem 15.06.2021 für Veranstaltungen, die ab dem 01.07.2021 stattfinden, gestellt werden.
  • Die Ausfallabsicherung wird am 01.09.2021 starten und am 31.12.2022 auslaufen.

Eine Hotline für die Beantwortung von Fragen von Antragstellern soll am 07.06. an den Start gehen: die Telefonnummer lautet 0800-6648430.

weitere Informationen  // (Stand: 07.06.2021)

 

 Sachsen: Antragsstart für Förderung Tourismus und Modellprojekte

Seit dieser Woche können bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) Fördermittelanträge für den Restart im Tourismus gestellt werden. Konkret gefördert werden mit der Richtlinie die wissenschaftliche Begleitung von Modellvorhaben sowie Maßnahmen zum Erhalt von touristischen Einrichtungen nach coronabedingtem Betriebsausfall im laufenden Jahr 2021 oder zur Vorbereitung der kommenden Saison. Dafür stellt der Freistaat 2 Mio. € bereit. Gefördert werden mit der Richtlinie kleine und mittlere Unternehmen, kommunale Unternehmen, Vereine und Kommunen, sofern sie verantwortliche Koordinatoren eines Modellprojekts sind. Die Höhe des Zuschusses beträgt maximal 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die Zuwendungshöhe ist auf maximal 300.000 € begrenzt.

Antragsfrist: 30.09.2021 bei der SAB // weitere Informationen & Antragstellung

(Stand: 07.06.2021)

 

 Bund: Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche

Mit dem 2 Mrd. € starken Programm sollen Kinder und Jugendliche nach der Corona-Pandemie die bestmöglichen Chancen auf gute Bildung und persönliche Entwicklung erhalten. Die Hälfte des Budgets steht für Fördermaßnahmen zum Abbau pandemiebedingter Lernrückstände in den Kernfächern zur Verfügung. Das Programm besteht aus 4 Säulen:

  • Abbau von Lernrückständen
  • Förderung der frühkindlichen Bildung
  • Unterstützung Ferienfreizeiten & außerschulischer Bildung
  • Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Alltag und in der Schule.

Für die letzten beiden Säulen ist u. a. folgendes vorgesehen:

  • Mittel des Kinder- und Jugendplans werden um 50 Mio. € erhöht für Ferienfreizeiten, Jugendverbände sowie kulturelle, sportliche, politische und internationale Jugendarbeit. Damit sollen vermehrt günstige Ferien- und Wochenendfreizeiten sowie Jugendbegegnungen und Angebote zur Demokratiebildung ermöglicht werden.
  • Gemeinnützige Familienferienstätten erhalten einen Zuschuss i. H. v. 50 Mio. € für den Aufenthalt von Familien und geben diesen an Familien weiter.
  • Für günstige Ferien- und Wochenendfreizeiten, Jugendbegegnungen werden die Länder mit zusätzlichen 70 Mio. € unterstützt.
  • Schulsozialarbeit und Freiwilligendienste werden vom Bund mit 220 Mio. € für zusätzliche Angebote unterstützt.
  • Das Bundesprogramm “Kultur macht stark” wird aufgestockt (50 Mio. €) sowie das Bundesprogramm Mehrgenerationenhäuser (10 Mio. €).
  • Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung erhält 100 Mio. €, zur Unterstützung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen vor Ort.

Übersicht mit allen Programmsäulen & der Verteilung der 2 Mrd. € // zur Website des BMBF

(Stand: 07.06.2021)

 

 Sachsen: Erste Informationen zur Umsetzung des “Aktionsprogrammes”

Derzeit arbeiten Landespolitik und Ministerien daran, die Umsetzung des milliardenschweren Förderprogrammes “Aktionsprogramm Aufholen nach Corona" länderseitig umzusetzen. Der Freistaat Sachsen hat eine entsprechende Bund-Länder-Vereinbarung über 1,29 Milliarden Euro unterzeichnet.

Kinder- und Jugendhilfe / Freiwilligendienste:

Junge Menschen in Sachsen können danach in Kürze von den zusätzlichen Angeboten in Höhe von rund 5,6 Mio. € im Bereich der Schulsozialarbeit und Schulverweigerung profitieren. Darüber hinaus sollen Freiwilligendienstleistende (z.B. im Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahr) Kinder und Jugendliche bei Bedarf gezielt in Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe unterstützen. Auch für den Ausbau der Kinder- und Jugendfreizeiten, der außerschulischen Jugendarbeit und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe insgesamt sind ebenfalls Mittel in Höhe von rund 8,09 Mio. € vorgesehen.

Geplant ist laut Sozialministerium, dass die Träger der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe zusätzliche Mittel erhalten, um vor Ort Projekte und Maßnahmen, z.B. zur Stärkung der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit unterbreiten zu können. Wichtig ist für die Ministerin, dass möglichst Projekte angeboten werden, die bei Kindern und Jugendlichen direkt ankommen. Über den Start wird das Sozialministerium weiter informieren, sobald die restlichen Detailfragen geklärt sind. >> Pressemitteilung vom 03.06.2021 Sozialministerium

Nachhilfe / Schulen / GTA:

Um Lernrückstände bei Schülerinnen und Schülern zu beseitigen, können zusätzliche Maßnahmen in Höhe von 47,5 Mio. € Euro mit Bundesmitteln finanziert werden. Der Freistaat Sachsen ergänzt das Programm mit entsprechenden Maßnahmen in gleicher Finanzhöhe. In Erwartung, dass der Bund die letzten Weichen zum Corona-Aufholprogramm in Kürze treffen wird, plant Sachsen allen Schulen in den nächsten zwei Jahren zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Damit sollen unter anderem bedürftige Schülerinnen und Schüler Förder- und Nachhilfeangebote unter Einbeziehung auch externer Bildungsanbieter bekommen. Die Schulen sollen eigenverantwortlich über deren Ausgestaltung und die Zusammenarbeit mit Partnern entscheiden können.

Auch ein Ausbau von Ganztagsangeboten ist vorgesehen. Als weitere Maßnahme soll das Angebot der Schulassistenz verstärkt werden. Über den Start der Angebote wird das Kultusministerium informieren, sobald alle wichtigen Detailfragen geklärt sind.
>> Pressemitteilung vom 03.06.2021 Kultusministerium 

(Stand: 07.06.2021)

 

 Unterstützung für Jugendclubs: Jugendnotfonds Sachsen

Der "Jugendnotfonds Sachsen" hat zum Ziel, selbstverwaltete Jugendclubs oder freie Jugendinitiativen im ländlichen Raum, in denen sich Jugendliche zwischen 12 und 27 Jahren engagieren, zu unterstützen. Er ist eine gemeinsame Initiative der Sächsischen Landjugend e.V., der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Sächsischen Jugendstiftung.

Junge Menschen können sich direkt unter www.jugendnotfonds-sachsen.de melden und ihre Situation schildern. Der Jugendnotfonds kann wie folgt unterstützen:

  • Übernahme von Betriebskosten (in Abstimmung mit der Gemeinde)
  • Unterstützung bei Gesprächen mit GemeindevertreterInnen
  • Entwicklung von Öffnungsperspektiven durch Beratung, Informationen und Workshops
  • kleine Budgets für die Wiedereröffnung (z.B. zur Umsetzung von Hygienevorschriften, gezielte Aktionen, um sich wieder aktiv ins Gemeindeleben einzubringen)

Das Angebot gilt zunächst bis August 2021 // weitere Informationen

(Stand: 07.06.2021)