UNTERSTÜTZUNGSMASSNAHMEN in der CORONA-ZEIT

In dieser Rubrik sammeln wir Hilfen, die für Kulturschaffende und Kultureinrichtungen relevant werden.
Für Künstlerinnen und Künstler sowie Soloselbständige in kulturnahen Berufen empfehlen wir die Homepage Servicestelle Freie Szene Sachsen

finger links Soforthilfe-Zuschuss "Härtefälle Kultur"
     Ankündigung über Aufhebung des Bewilligungsstopps

Kunst- und Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft, die von der Corona-Krise betroffen sind, können Anträge auf Förderung nach der Richtlinie „Corona-Härtefälle Kultur“ bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) stellen. Geförderte erhalten einen Zuschuss bis zu 10.000 €, bei höherem Liquiditätsbedarf bis zu 50.000 €. Im Rahmen der Förderung kann der Liquiditätsbedarf geltend gemacht werden, der aus unabweisbaren Einnahmeausfällen und/oder durch notwendige zusätzliche Ausgaben (zum Beispiel für Hygienemaßnahmen, digitale Angebote als Veranstaltungsersatz) entsteht. Zudem können nun auch Träger von kleinen und mittleren kulturellen Spielstätten in den Bereichen Darstellende Künste und Musik Zuwendungen erhalten, die im Haupterwerb Einzelunternehmer oder selbständige Angehörige der Freien Berufe sind. Die entsprechende Richtlinie wurde bereits bis 2021 verlängert und auf Musik-Clubs und Spielstätten ausgeweitet.

Wegen eines Bewilligungsstopps des Finanzministeriums fließt seit 2021 kein Geld mehr. Das Kulturministerium kündigte in einem Gespräch mit Kulturschaffenden am 26.3.2021 an, dass der Bewilligungsstopp aufgehoben werden soll. Auf der Seite der SAB finden sich dazu allerdings noch keine Aussagen bzw. Aktualisierungen.

Antragsfrist 20.11.2021 // weitere Informationen

Lesen Sie dazu auch den Offenen Brief der IG Landeskulturverbände Sachsen, die mit ihrem offenen Schreiben an die Staatsregierung appellierten, den Bewilligungstopp aufzuheben.

 

 BUNDESEBENE 

Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen

Zuwendungsempfänger:
  • Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen
  • Solo-Selbständige und selbständige Angehörige der freien Berufe im Hauptberuf
  • gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, wenn sie dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind und sich nicht überwiegend durch öffentliche Gelder finanzieren
Zuwendungsvoraussetzungen:
  • Betriebsstätte im Freistaat Sachsen
  • angemeldet bei deutschem Finanzamt
  • keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten zum 31.12.19
  • Geschäftstätigkeit musste infolge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen eingestellt werden
  • Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mehr als 60 % gegenüber April/Mai 2019 eingebrochen
  • Bestätigung durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erforderlich
Art/Höhe der Zuwendung:
  • Zuschuss für max. 4 Monate (Sept. bis Dez.)
  • bis 12.000 € für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten
  •  bis 20.000 € für 4 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten
  • bis zu max. 2000.000 € für 4 Monate bei mehr als 10 Beschäftigten
Bedingungen:
  • Anträge können ausschließlich über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gestellt werden.
    Weitere Bearbeitung erfolgt dann über SAB
  • Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden
  • Unternehmen, die Soforthilfen des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen haben, aber weiter von maßgeblichen Umsatzausfällen betroffen sind, können erneut beantragen.
  • Inanspruchnahme der Soforthilfe schließt eine zeitgleiche Inanspruchnahme der Überbrückungshilfe nicht aus (wird verrechnet)
Verwendung Förderung:
vertraglich begründete und behördlich festgesetzte sowie nicht einseitig veränderbare Fixkosten - z. B.:
  • Mieten & Pachten
  • Zinsaufwendungen und Finanzierungskosten-anteil für Leasingraten
  • Kosten für notwendige Instandhaltungen, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen
  • Grundsteuern
  • betriebliche Lizenz-gebühren
  • Versicherungen & Abonnements
  • Kosten für Auszubildende
  • anteilig Personalkosten
Hinweise zum Programm:
  • Gesamtvolumen: 25 Mrd. Euro
  • Überbrückungshilfe II für die Monate Sept.-Dez. 2020 - Antragsschluss 31.01.2021

  • es folgt ab Januar 2021 Überbrückungshilfe III mit Neustarthilfen für Solo-Selbständige
    • Verlängerung der Überbrückungshilfe II mit Verbesserungen für Soloselbstständige
    • Laufzeit der Überbrückungshilfe III: Januar 2021 bis Juni 2021
    • Bestandteil der Überbrückungshilfe III ist die „Neustarthilfe für Soloselbständige“:
      Zu den zu berücksichtigenden Kosten soll für diese Gruppe künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum zählen.
      Diese Neustarthilfe beträgt einmalig bis zu 5.000 € und deckt den Zeitraum bis Juni 2021 ab.
      Dieses Geld kann auch für Miete und andere Lebenshaltungskosten verwendet werden.
  • Zuschuss aus Überbrückhungshilfe II kann nicht für Lebenshaltungskosten oder Unternehmerlohn eingesetzt werden

Link zum Programm

Novemberhilfe & Dezemberhilfe 2020

Zuwendungsempfänger:
  • Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den Schließungen im November 2020 bzw. Dezember 2020 betroffen sind und entsprechende Umsatzeinbrüche zu verzeichnen haben
Zuwendungsvoraussetzungen:
  • Sitz in Deutschland
  • direkt betroffene Unternehmen, die aufgrund staatlicher Anordnung direkt schließen mussten
  • indirekt betroffene Unternehmen
  • mittelbar indirekt betroffene Unternehmen
Art/Höhe der Zuwendung:
  • Zuschuss in Form einer einmalige Kostenpauschale in Höhe von bis zu 75 Prozent des durchschnittlichen Monatsumsatzes im Nov. bzw. Dez. 2019
  • Solo-Selbständige können als Bezugsrahmen auch den durchschnittlichen Monatsumsatz 2019 geltend machen. Sie haben Anspruch auf den Ersatz ihrer Einnahmen.
Bedingungen:
  • Anträge können ausschließlich über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gestellt werden.
  • Solo-Selbständige können bis zu 5.000 € direkt beantragen - erforderlich ist die Elster-ID (elektr. Steuererklärung)
Verwendung Förderung:
  • Deckung der Fixkosten, die trotz der temporären Schließung anfallen - diese Kosten werden über den Umsatz angenähert
  • Soloselbständige können den Zuschuss auch zur Finanzierung ihrer Lebenshaltungskosten verwenden
Hinweise zum Programm:
  • Antragsfrist November- und Dezemberhilfe, jeweils: 30.04.2021

  • andere staatliche Leistungen mit dem gleichen Förderziel (Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld) werden auf die Novemberhilfe angerechnet
  • Förderungen aus Programmen mit anderem Förderziel werden nicht angrechnet (Stipendien, investive Maßnahmen, Projektzuschüsse)

Von den „November- und Dezemberhilfen“ können alle Unternehmen, Solo-Selbstständige, Vereine und Einrichtungen profitieren, die auf Grundlage der Corona-Schutzverordnungen vom 02.11., 25.11. und 02.12.2020 ihren Betrieb einstellen mussten. Dabei sollen Zuschüsse des Staates in Höhe von 75 % des anteiligen monatlichen Umsatzes von November sowie Dezember 2019 gewährt werden. Solo-Selbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Diese erfolgt durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Solo-Selbständige können bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 € Anträge direkt stellen, ohne einen prüfenden Dritten einschalten zu müssen. Als Identitätsnachweis benötigen sie zur Antragstellung die Elster-ID aus der elektronischen Steuererklärung.

Wichtig hier: alle Unternehmen, Solo-Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die ab der Corona-Schutzverordnung vom 16.12.2020 direkt oder indirekt betroffen sind, können dann die Überbrückungshilfe III beantragen.

Link zum Programm

Überbrückungshilfe III

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Einheitliches Kriterium bei der Antragsberechtigung: Alle Unternehmen mit mehr als 30 % Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten.
    Das heißt: Keine Differenzierung mehr bei der Förderung nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit.
     
  • Erweiterung der monatlichen Förderhöhe: Anhebung der Förderhöchstgrenze auf bis zu 1,5 Mio. € pro Fördermonat (bisher vorgesehen 200.000 bzw. 500.000 €) innerhalb der Grenzen des europäischen Beihilferechts. Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2021.
     
  • Abschlagszahlungen: Abschlagszahlungen wird es für alle antragsberechtigten Unter-nehmen geben, nicht nur für die von den Schließungen betroffenen Unternehmen. Sie sind bis zu einer Höhe von 100.000 € statt der bislang vorgesehenen 50.000 € für einen Fördermonat möglich.

  • Neustarthilfe für Soloselbständige, also auch Kunst- und Kreativschaffende. Im Rahmen dieser Maßnahme kann eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 7.500 € beantragt werden.

  • Anerkennung weiterer Kostenpositionen: z.B., Investitionen für die bauliche Modernisierung und Umsetzung von Hygienekonzepten ebenso wie Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung können als Kostenposition geltend gemacht werden (z.B. Investitionen in den Aufbau oder die Erweiterung eines Online-Shops).

weitere Informationen // Infografik des BMF zu den aktuellen Corona-Hilfen

 
NEUSTART KULTUR: Übersicht der Förderprogramme nach Sparten

Um die Notlage im Kulturbereich abzufedern und die kulturelle Infrastruktur zu erhalten, stellt die Bundesregierung eine weitere Milliarde Euro im Rahmen von NEUSTART KULTUR zur Verfügung. Zum Ende des Jahres 2020 waren bereits 900 Mio. € und damit fast das gesamte ursprüngliche Volumen in Höhe von einer Mrd. € konkret belegt. Spartenübergreifend wurden auch Mittel für pandemiebedingte Investitionen und Digitalisierung zur Verfügung gestellt. Jetzt werden rund 60 Teilprogramme mit der zweiten Kulturmilliarde fortgesetzt und erweitert. Fünfzehn Programme kommen neu hinzu. Der Schwerpunkt der Förderungen liegt auf Hilfen für Künstlerinnen und Künstler sowie Stipendienprogrammen.
Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Programme, die vor allem für Kulturzentren und freie Spielstätten sowie Künstlerinnen und Künstler der FREIEN SZENE relevant sind.

Zielgruppe: Kulturzentren, Liveclubs

Förderung partizipativer Kulturprojekte - Fonds Soziokultur

Dieses Sonderprogramm fördert Projekte von Einrichtungen bzw. Träger der kulturellen Bildung und Medienbildung, der Soziokultur und Kulturarbeit in freier Trägerschaft bei der krisenbedingten Neuausrichtung und Stärkung ihrer Arbeit im Schnittfeld von Kunst und Gesellschaft. Im Fokus stehen Teams aus freien und festen MitarbeiterInnen die zusammen mit Netzwerken vor Ort neue Wege gehen möchten. Für die Maßnahme stehen insgesamt 11 Mio. € zur Verfügung.

>> Die erste von mehreren Ausschreibungen startete am 15. August 2020, alle Termine und Ausschreibungen finden Sie hier (Die aktuellen Termine wurden zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht).

Pandemiebedingte Investitionen - Bundesverband Soziokultur

Gefördert werden pandemiebedingte Investitionen und Schutzmaßnahmen in Literaturhäusern, Kulturzentren und soziokulturellen Zentren, die in Folge der Einschränkungen im Rahmen der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie notwendig sind. Die Antragsphase ist inzwischen abgeschlossen. Aufgrund der großen Nachfrage wurde Fördertopf auf 30 Mio. € aufgestockt. Damit können alle 1.400 eingereichten Anträge aus den Sparten soziokulturelle Zentren und Kulturhäuser sowie Museen, Ausstellungshallen und Gedenkstätten ebenso wie Veranstaltungsorte von Konzert- und Theateraufführungen finanziert werden, wenn diese die Fördervoraussetzungen erfüllen.

>> weitere Informationen zum Programm (Die aktuellen Termine wurden zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht).

Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur - Bundesverband Soziokultur

 

Eine weitere Maßnahme des Bundesverbands richtet sich an Kulturzentren, Kulturhäuser und soziokulturelle Zentren. Ziel ist die Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur und der Wiederbeginn örtlicher Kulturproduktion.

>> weitere Informationen (Die aktuellen Termine wurden zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht).

dive in - Programm für digitale Interkationen - Kulturstiftung des Bundes

 

Die Kulturstiftung des Bundes hat mit dive in“ ein Programm für digitale Interaktionen aufgelegt. In der ersten Förderrunde wurden 68 Kulturinstitutionen bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Vermittlungsformate unterstützt. Das Programm wird 2021 fortgeführt. Dafür stellt die Staatsministerin für Kultur und Medien zusätzlich bis zu 21,3 Mio. € bereit. Das Programm richtet sich bundesweit an Kulturinstitutionen aller künstlerischen Sparten sowie an Gedenkstätten, Bibliotheken, Soziokulturelle Zentren, Archive und an Festivals. Gefördert werden digitale Projekte, die neue Formen der Wissensvermittlung und künstlerischen Auseinandersetzung, der spielerischen Aneignung oder der Partizipation mit Besucherinnen und Besuchern erproben.  

>> Details zum Antragsverfahren werden Anfang Mai auf der Website der Kulturstiftung des Bundes veröffentlicht

Hilfe für "Umsonst & Draußen"-Musikfestivals aller Genres - Initiative Musik

 

Mit insgesamt 6 Mio. € unterstützt die Kulturstaatsministerin kleine und „Umsonst & Draußen“-Musikfestivals aller Genres bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Festivalsommer 2021 und den Planungen für das Jahr 2022. Das Förderprogrammrichtet sich an Festivals mit überregionaler Ausstrahlung, besonderem Engagement für den musikalischen Nachwuchs oder für kulturelle Integration. Beantragt werden können bis zu 75.000 €. Die Antragstellung ist seit dem 1. Februar 2021 möglich. 

>> Antragsfrist: 31.05.2021 // weitere Informationen & Antragstellung 

Förderung von Musikclubs, -festivals und Livemusik-Veranstaltungen - Initiative Musik

 

Im Rahmen von NEUSTART KULTUR werden Musikclubs und Livemusik-Orte bei der konkreten Programmplanung, konzeptionellen und programmatischen Neuorientierung sowie öffentlichkeitswirksamen Präsentation von Livemusik im Umfang von 27 Mio. € gefördert. Das Programm für die Clubs und Livemusik-Spielstätten startete am 27. August 2020, die Frist zur Projektumsetzung wurde bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. 

>> Informationen finden Sie auf der  Webseite der Initiative Musik. Es wird dazu auch eine telefonische Beratung angeboten. 

Wiederaufnahme des Spielbetriebs durch Livemusik-Veranstalter - Initiative Musik

 

Mit 80 bis maximal 100 Mio. € fördert die Kulturstaatsministerin im Rahmen von NEUSTART KULTUR die Wiederaufnahme des Spielbetriebes durch Livemusik-Veranstalter und Musikfestivals aller Genres. Das Programm startete am 7. September 2020, die Frist zur Projektumsetzung wurde bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. 

>> Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Initiative Musik zu finden. Es wird dazu auch eine telefonische Beratung angeboten. 

Zielgruppe: Künstlerinnen und Künstler

Gastspielförderung Tanz & Koproduktionen Tanz

Das NATIONALE PERFORMANCE NETZ ist ein Förderprogramm. Ziel ist es, den Austausch und die Verbreitung von zeitgenössischem Tanz und Theater innerhalb Deutschlands zu fördern, sowie Anreize für eine stärkere (inter-)nationale Rotation existierender und neuer Produktionen zu schaffen. Im Rahmen der Gastspielförderung Tanz können Gastspiele zeitgenössischer Tanzproduktionen innerhalb Deutschlands gefördert werden. Ziel der NPN-Koproduktionsförderung Tanz ist es, die Mobilität, den Austausch und die Kooperation zwischen KünstlerInnen, VeranstalterInnen und ProduzentInnen sowohl überregional als auch international zu unterstützen und die Entstehung neuer Tanzproduktionen zu fördern, die möglichst über solistische oder kleinteilige Formate hinausgehen. 

>> Antragsfrist: 15.04.2021 // weitere Informationen & Antragsstellung 

tanz digital - Programm für mediale Präsentation

Mit „tanz digital“ startet ein weiteres NEUSTART KULTUR Förderprogramm für den Tanz in Deutschland. KünstlerInnen, Ensembles und Institutionen des Tanzes sollen mit der Förderung bei der medialen Präsentation ihrer künstlerischen Produktionen gestärkt und bei der Erprobung neuer technischer Mittel unterstützt werden. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 30.000 €. Bei einer Kooperation mit den Archiven des Tanzes können bis zu 40.000 € beantragt werden.

>> Antragsfrist: 10.05.2021 // weitere Informationen & Antragsstellung 

Zielgruppe: Kommunen

Kultursommer 2021

Um Künstlerinnen und Künstlern Auftrittsmöglichkeiten in den Sommermonaten zu eröffnen, lobt die Kulturstiftung des Bundes das Programm „Kultursommer 2021“ aus. Es unterstützt Städte und Gemeinden darin, Kulturprogramme im öffentlichen Raum für die Zeit nach dem Lockdown zu gestalten. Gefördert werden z.B. Open-Air-Konzerte, Theater-aufführungen, Lesungen, Performances und Ausstellungen im öffentlichen Stadtraum, die Hilfen sollen vor allem Künstlerinnen und Künstlern der Freien Szenen, lokalen Akteuren und Bündnissen sowie der Kultur- und Veranstaltungsbranche zugutekommen. Für den „Kultursommer 2021“ stehen bis zu 30,5 Mio. € aus dem Rettungsprogramm des Bundes NEUSTART KULTUR zur Verfügung. Antragsberechtigt sind Landkreise und kreisfreie Städte. Voraussetzung ist, dass die Antragsteller neben einem vielfältigen Kunst- und Kulturprogramm ein Hygienekonzept für die geplanten Veranstaltungen umsetzen. 

 >> Antragsfrist: 22.04.2021 // weitere Informationen & Antragsstellung 

 

SACHSEN 

Soforthilfe-Zuschuss "Härtefälle Kultur" für gemeinnützige Kulturträger

Zuwendungsempfänger:
  • Träger von kleinen/ mittleren kulturellen Spielstätten ( Darstellende Künste und Musik), die im Haupterwerb Einzel-unternehmer oder selbtständige Angehörige der freien Beurfe sind.
  • gemeinnützig anerkannte juristische Personen des Privatrechts
  • juristische Personen (auch Personengesellschaften) des Privatrechts ohne anerkannte Gemein-nützigkeit, die satzungs-gemäß als freie Träger in einem der folgenden Bereiche tätig sind:
    Bibliotheken, Literatur, Bild. Kunst, Darstell. Künste, Film, Heimat- und sonstige Kulturpflege (inkl. Festivals), Museen, Sammlungen, Aus-stellungen, Musik, Soziokultur
Zuwendungsvoraussetzungen:
  • Sitz bereits vor dem 15.03.2020 in Sachsen und überwiegend in Sachsen tätig
  • keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten vor dem 31.12.2019
    zusätzlich für Einzelunternehmer/-innen:
  • hauptsächlicher Unternehmenszweck ist der Betrieb einer kulturellen Spielstätte
  • mind. 24 Veranstaltungen pro Jahr
  • öffentliche Zugänglichkeit der Veranstaltungen
  • Kapazität der Spielstätte: max. 2000 Plätze (sitzend/stehend)
Art/Höhe der Zuwendung:
  • nicht rückzahlbarer Zuschuss
  • Höhe: je nach Liquditätsbedarf bis zu 10.000 €
  • in begründeten Einzelfällen Zuschuss bis 50.000 €
Bedingungen:
  • Liquiditätsbedarf ergibt sich aus der Summe der coronabedingten Mehrausgaben und weiteren lfd. Betriebsausgaben.
  • Einnahmen, die zwischen 15.03.20 und 31.12.20 entstehen, werden bei der Ermittlung des Liquiditätsbedarfs abgezogen.
  • entsprechende andere Förderungen/Zuschüsse sind zu berücksichtigen/gegen-zurechnen
Verwendung Förderung:
  • Überbrückung finanzieller Engpässe, die während der Corona-Pandemie im Verlauf des Jahres 2020 entstehen und die Existenz des Trägers/-in bedrohen.
  • geltend gemacht werden können coronabedingte Mindereinnahmen (Einnahmeausfälle) und zusätzliche Betriebsausgaben (coronabedingte Mehrausgaben).
Hinweise zum Programm:
  • Antragszeitraum für Liqudititäsbedarf im Jahr 2021: 01.01.2021 bis 20.11.2021
  • Zuständige Stelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB). Sofern der Antragsteller noch kein Nutzer des SAB-Portals ist, muss er sich zunächst online bei der SAB registrieren, um dann den Antrag online ausfüllen zu können. Bei Problemen mit der Antragstellung können sich die Träger an die Beratungs-Hotline der SAB wenden (Tel. 0351/4910-1100; Mo-Fr 7 - 18 Uhr, Sa 12- 18Uhr).  

Link zum Programm // Link zur Richtlinie

Erstattung wegen Verdienstausfall aufgrund von Quarantäne/Tätigkeitsverbot

Wer auf Grund des Infektionsschutzgesetzes einer häuslichen Quarantäne unterliegt und einen Verdienstausfall erleidet, enthält grundsätzlich eine Entschädigung.

Bei Entschädigungszahlungen für Unternehmen und Selbstständige vor dem Hintergrund des Corona-Virus durch die Landesdirektion Sachsen gilt die zwingende Vorrausetzung, dass Beschäftigte eines Unternehmens oder Selbstständige durch ein sächsisches Gesundheitsamt einem Tätigkeitsverbot/einer Quarantäne unterliegen müssen!

Weitere Informationen: https://www.lds.sachsen.de/soziales/

So geht sächsisch. — Kultur Digital

Das Programm bietet sächsischen KünstlerInnen die Möglichkeit, im Rahmen einer Kooperation mit der Dachmarke des Freistaates „So geht sächsisch.“ ihr konkretes Projekt umzusetzen und zugleich von deren Bekanntheit und Reichweite zu profitieren.

Zuwendungsempfänger: freischaffende, hauptberuflich tätige KünstlerInnen

Zuwendungsvoraussetzungen: Wohnsitz/Schaffens-mittelpunkt im Freistaat Sachsen

Art/Höhe der Zuwendung/ Fördergegenstand: Projektförderung

Bedingungen: digitale Projekte, die die kulturelle Vielfalt im Internet steigern, Social-Media-Tauglichkeit; müssen über die Kommunikationskanäle von So geht Sächsisch ausgespielt werden

Verwendung Förderung: Aufwandsentschädigungen; KünstlerInnenhonorare; Künstlersozialabgaben

Hinweise zum Programm: Stipendiaten des Denkzeit-Stipendiums können sich um diese Förderung nicht bewerben

 

Weitere Informationen: https://www.so-geht-saechsisch.de/kultur-digital

Kleinprojektefonds der Kulturstiftung

Mit dem Kleinprojektefonds fördert die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Kunst- und Kulturprojekte in den ländlichen Regionen Sachsens. Das Programm wurde 2019 ins Leben gerufen und bietet kleineren Projekten eine unkomplizierte und kurzfristige Fördermöglichkeit.

Fördergegenstand: Kleinere Kunst- und Kulturprojekte in ländlichen Regionen Sachsens

Förderhöhe: bis zu 100 % der Gesamtausgaben, max. 5.000 Euro

Eigenanteil:  erwünscht, aber nicht erfordert

Antragsfrist: mind. 4 Wochen vor Projektbeginn

Antragstellung:  pdf-Antragsformular, per E-Mail >> Ab dem 01. Februar können Vorhaben in 2021 beantragt werden.

weitere Informationen

 

 LOKALE EBENE

Dresden: Kultursommer 2021

Die Landeshauptstadt Dresden möchte sich auf das Förderprogramm “Kultursommer 2021” bewerben. KünstlerInnen, die im 2. Halbjahr 2021 oben genannte Veranstaltungen o. Ä. planen, können sich an das Amt für Kultur und Denkmalschutz wenden. Den Förderkriterien entsprechende Vorhaben werden in einen gemeinsamen Antrag aufgenommen. Sollte die Landeshauptstadt Dresden einen positiven Bescheid erhalten, werden die bewilligten Vorhaben anteilig gefördert. Rückfragen an: Stephan Hoffmann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) bzw. Sophia Kontos (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). 

>> Antragsfrist: 22.04.2021 // weitere Informationen & Antragsstellung

Dresden: Kunst trotzt Corona

Das Förderprogramm für lokale Unternehmen und Initiativen im Kulturbetrieb und in der Kultur- und Kreativwirtschaft, geht in die zweite Runde. Gemeinsam mit >Wir gestalten Dresden< stellt die Landeshauptstadt Dresden 45.000 € für Ihre Projekte über die Crowdfundingplattform startnext bereit. Ab sofort können sich Dresdner Crowdfundingprojekte über die Plattform auf einen Zuschuss des Kunst-trotzt-Corona-Matchingfonds bewerben. Verdoppelt wird dabei jeder über das Publikum (die Crowd) eingeworbene Euro. Maximal stehen bis zu 2.500 € pro Projekt zur Verfügung.

Der Matchingfonds wird zunächst bis zum 13. Dezember 2020 laufen und unterstützt dabei Projekte und Veranstaltungen, die von Dresdner Unternehmen in Dresden durchgeführt werden.

weitere Informationen:  www.wir-gestalten-dresden.de/kunst-trotzt-corona

Dresden: SOS for Culture / #supportyourlocalartists

Die von Wir gestalten Dresden zwei Wochen nach dem Shut-Down initiierte Spendenkampagne #supportyourlocalartists wird zusammen mit der Initiative SOS for culture fortgeführt. Dort können Einzelpersonen (Solo-Selbstständige, FreiberuflerInnen) einmalig eine Spende von bis zu 500 € als Unterstützung zum Lebensunterhalt beantragen. Die antragstellenden Personen dürfen dabei weder angestellt sein noch Leistungen aus dem Arbeitslosengeld I oder II beziehen.

Weitere Informationen: https://www.sosforculture.de/

Leipzig: Grünauer Kultursommer

Zur Umsetzung des Grünauer Kultursommers sind Leipziger KünstlerInnen und Kulturschaffende, aufgerufen, sich mit Ideen, Projekten, Angeboten zu bewerben. Von Juni bis September 2021 findet das Kulturfestival "Grünauer Kultursommer“ im Leipziger Westen statt. Entlang der Alten Salzstraße organisieren AkteurInnen aus Grünau, Vereine und Einrichtungen in Kooperation mit Grünauer Kulturaktiven kulturelle Veranstaltungen und Angebote für die BewohnerInnen des Stadtteils. 

>> Antragsfrist: 19.04.2021 // weitere Informationen & Antragsstellung 

Soforthilfe: Corona-Lichtblick für unsere "Freien"

 

Ob selbständige Künstler, Freischaffende oder Solo-Selbstständige: Manche von ihnen trifft die Corona-Krise so hart und unmittelbar, dass sie nicht wissen, wie sie und ihre Familien jetzt über die Runden kommen sollen.  Wo staatliche Programme nicht greifen, zu lange dauern oder nicht in Frage kommen, weil Kredite nicht zurückgezahlt werden können, hilft der Corona-Lichtblick mit einmalig 500 €, vorerst aber leider nur für Betroffene aus dem Regierungsbezirk Dresden und Döbeln.

weitere Informationen

 

 ALLGEMEINE HILFELEISTUNGEN

Entschädigung bei Verdienstausfall durch Tätigkeitsverbot

Bei Entschädigungszahlungen für Unternehmen und Selbstständige vor dem Hintergrund des Corona-Virus durch die Landesdirektion Sachsen gilt die zwingende Vorrausetzung, dass Beschäftigte eines Unternehmens oder Selbstständige durch ein Gesundheitsamt einem Tätigkeitsverbot/einer Quarantäne unterliegen müssen! Die Anträge gemäß § 56 IfSG sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder dem Ende der Absonderung bei der Landesdirektion Sachsen zu stellen.

Antrag auf Erstattung von Arbeitgeberaufwendungen /// Antrag auf Entschädigung (für Selbstständige)

Kurzarbeitergeld

 

Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. Eine Beantragung ist zum Beispiel bereits dann möglich, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind. Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Agentur für Arbeit vollständig erstattet. Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich. Eine weitere angepasste Zugangsvoraussetzung ist der Verzicht auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden. Die Maßnahme Kurzarbeitergeld greift nur bei Beschäftigten und nicht bei (Solo-) Selbstständigen.

https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/mit-kurzarbeit-gemeinsam-beschaeftigung-sichern.html

Steuerregeln für Corona-Hilfen erweitert

Gemeinnützige Organisationen können ihren Beschäftigten das Kurzarbeitergeld aus eigenen Mitteln bis zu einer Höhe von insgesamt 80 Prozent des bisherigen Entgelts aufstocken, ohne dass dadurch die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Voraussetzung ist, dass die Aufstockung einheitlich für alle Arbeitnehmer erfolgt. Wer mehr aufstocken will, muss die Marktüblichkeit und Angemessenheit begründen. Zudem werde es gemeinnützigkeitsrechtlich nicht beanstandet, wenn die Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschalen weiterhin geleistet werde, obwohl eine Ausübung der Tätigkeit aufgrund der Corona-Krise nicht oder teilweise nicht möglich ist, heißt es im BMF-Schreiben vom 26. Mai 2020. Damit ergänzt das BMF sein Schreiben vom 9. April 2020.

Die Situation der Covid-19-Pandemie bedingt die Erweiterung und Verlängerung der Verwaltungs- und Vollzugserleichterungen des Jahres 2020 auch im Jahr 2021 zur Anwendung zu bringen. Die obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder haben daher beschlossen, die in den BMF-Schreiben vom 9. April 2020 (BStBl I S. 498) und vom 26. Mai 2020 (BStBl I S. 543) enthaltenen Verwaltungsregelungen zu verlängern und zu erweitern.

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Künstlersozialversicherung: Hinweise für selbstständige KünstlerInnen, PublizistInnen und abgabepflichtige Unternehmen

Seit Beginn der Corona-Krise hat die Künstlersozialkasse sowohl ihren Versicherten als auch den Unternehmen weitgehende Zahlungserleichterungen und Fristverlängerungen gewährt.

Nachstehend finden Sie eine aktualisierte Zusammenfassung über die getroffenen Maßnahmen und die möglichen Rechtsfolgen.

Maßnahmen für Versicherte:

  • Zahlungserleichterungen / Zahlungsaufschub
  • Minderung des voraussichtlichen Arbeitseinkommens
  • Wenn das Arbeitseinkommen nur noch geringfügig ist
  • Auswirkungen von „Corona-Soforthilfen“ auf das Arbeitseinkommen

 

Maßnahmen für abgabepflichtige Unternehmen:

  • Termin zur Abgabe der Meldung abgabepflichtiger Entgeltzahlungen des Jahres  2019 -> 31.03.2021
  •  Zahlungserleichterungen -> Möglichkeit, einen formlosen schriftlichen Antrag auf Stundung oder Ratenzahlung
  • Herabsetzung der monatlichen Vorauszahlung

Link zu detaillierten Informationen

Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Die Ausbreitung des Coronavirus hat zu Einschränkungen in vielen Bereichen des Privat- und Wirtschaftslebens geführt. Aktuell gilt das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Insolvenzrecht bis zum 31. Januar 2021. Das Kabinett hat nun eine Formulierungshilfe beschlossen. Damit soll die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30. April 2021 verlängert werden, um die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft abzufedern.

Finanzielle Hilfen müssen genutzt werden

Die Verlängerung soll den Schuldnern zugutekommen, die einen Anspruch auf finanzielle Hilfen aus den aufgelegten Corona-Hilfsprogrammen haben und deren Auszahlung noch aussteht. Voraussetzung ist grundsätzlich, dass die Hilfe bis zum 28. Februar 2021 beantragt wird und die erlangbare Hilfeleistung zur Beseitigung der Insolvenzreife geeignet ist. Auf die Antragstellung kommt es jedoch ausnahmsweise nicht an, wenn eine Beantragung der Hilfen aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen bis zum 28. Februar 2021 nicht möglich ist. In diesen Fällen soll auf die Antragsberechtigung abgestellt werden.

Schwierigkeiten müssen pandemiebedingt sein

Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht gilt aber nur, wenn die Krise pandemiebedingt ist und mit einer Auszahlung der Hilfen zu rechnen ist. Schließlich muss durch die staatlichen Gelder eine Überlebenschance für das Unternehmen bestehen.

Die neuen Regelungen sollen ab dem 1. Februar 2021 gelten und sich damit nahtlos an das bestehende Gesetz anschließen.

weitere Informationen

Lüftungsanlagen für Kultureinrichtungen

 

Empfehlungen für Kulturorte mit moderner, leistungsfähiger Lüftungsanlage

Kultureinrichtungen mit sitzendem Publikum können unter bestimmten Voraussetzungen auch in der Pandemie so geöffnet werden, dass das Infektionsrisiko dort minimal ist. Auch bei anderen Einrichtungen mit beweglichem Publikumsverkehr sei das möglich; dort sei entscheidend, dass sich keine Gruppen von Menschen vor den Exponaten bilden. Voraussetzung für eine sichere Öffnung seien immer eine leistungsfähige Lüftungsanlage, ausreichend Abstand und das Tragen medizinischer Masken. Das Eckpunkte-Papier enthält Checklisten und Beispielrechnungen, mit denen Institutionen für die konkrete Lage vor Ort spezifisch angepasste Öffnungs- und Betriebskonzepte erarbeiten können. Für Investitionen stehen den Kultureinrichtungen Förderprogramme des Bundes zur Verfügung. Für überwiegend öffentlich geförderte Einrichtungen kommt das Bundesprogramm zur Corona-gerechten Um- und Aufrüstung raumlufttechnischer Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten in Frage.

Link zum Gutachten

Programme Lüftungsanlagen für überwiegend öffentlich geförderte Kultureinrichtungen

Programme Lüftungsanlagen für nicht überwiegend öffentlich geförderte Kultureinrichtungen

BMF verlängert Erleichterungsreglungen

 

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die steuerlichen Maßnahmen für gemeinnützige Einrichtungen im Rahmen der Corona-Pandemie bis Ende 2021 verlängert.

Dazu gehören insbesondere:

  • Aufstockung Kurzarbeitergeld bis 80% des bisherigen Entgeltes für die eigenen MitarbeiterInnen
  • Weiterzahlung der Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschalen, obwohl eine Ausübung der Tätigkeit aufgrund der Corona-Krise (zumindest zeitweise) nicht mehr möglich ist.
  • Einkaufsdienste oder vergleichbare Dienste für von der Corona-Krise Betroffene sind für die Steuerbegünstigung unschädlich.
  • Gemeinnützige Einrichtung ohne entsprechende Satzungszwecke dürfen Mittel, die sie für die Hilfe für von der Corona-Krise Betroffene erhalten haben, Änderung ihrer Satzung für die Corona-Hilfe selbst verwenden.
  • Es ist ausnahmsweise auch unschädlich für die Gemeinnützigkeit, wenn eine Einrichtung sonstige vorhandene Mittel, die nicht anderweitig gebunden sind zur Unterstützung für von der Corona-Krise Betroffene einsetzt. Das gilt auch für die Überlassung von Personal und von Räumlichkeiten.
  • Stellen gemeinnützige Einrichtungen entgeltlich Personal, Räumlichkeiten, Sachmittel oder andere Leistungen in Bereichen zur Verfügung, die für die Bewältigung von Auswirkungen der Corona-Krise notwendig sind (z. B. an Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime), dürfen diese Betätigungen sowohl ertragsteuerlich als auch umsatzsteuerlich dem Zweckbetrieb zugeordnet werden.
  • Der Ausgleich von Verlusten, die gemeinnützige Organisationen nachweislich aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise bis zum 31. Dezember 2021 im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb oder in der Vermögensverwaltung entstehen, mit Mitteln des ideellen Bereichs, Überschüssen aus Zweckbetrieben, oder der Vermögensverwaltung ist unschädlich für die Gemeinnützigkeit

Quelle: Vereinsknowhow // Vereinsbrief Nr. 403

Kinderkrankengeld und Corona

 

Mit der neuen Regelung gelten rückwirkend vom 5. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 neue Unterstützungsmaßnahmen für Eltern, die von Schließungen und Einschränkungen von Kitas und Schulen betroffen sind. Das Recht auf Freistellung von der Arbeit und auf Zahlung des Kinderkrankengeldes in diesem Zeitraum wird zeitlich erweitert und auf neue Fallkonstellationen erstreckt. Eltern, die wegen Kita-Schließungen oder Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie ihre Kinder betreuen müssen, können dafür jetzt Kinderkrankengeld beziehen. Pro Elternteil gibt es 20 Tage für jedes Kind im Jahr 2021, für Alleinerziehende 40.

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