UNTERSTÜTZUNGSMASSNAHMEN in der CORONA-ZEIT

In dieser Rubrik sammeln wir Hilfen, die für Kulturschaffende und Kultureinrichtungen relevant werden. 

*** Ein starkes Zeichen für des Kulturland Sachsen! - Rund 68 Mio. für die Kultur! ***

Programme für KünstlerInnen und Soloselbständige
Für Künstlerinnen und Künstler sowie Soloselbständige in kulturnahen Berufen empfehlen wir die Homepage unserer Servicestelle Freie Szene. Hier finden Sie detailliertere Angaben zu allen Hilfsprogrammen speziell für diese Gruppe, unter anderem auch die Ankündigung zur branchenübergreifenden NEUSTARTHILFE, die voraussichtlich den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 abdecken wird und sich speziell an Soloselbständige richtet. finger links Homepage Servicestelle Freie Szene Sachsen - zu den Corona-Hilfen die Startseite nach unten scrollen bis Informationsportal! 

 

 BUNDESEBENE 

Konjunkturpaket: Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen

Zuwendungsempfänger:
  • Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen
  • Solo-Selbständige und selbständige Angehörige der freien Berufe im Hauptberuf
  • gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, wenn sie dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind und sich nicht überwiegend durch öffentliche Gelder finanzieren
Zuwendungsvoraussetzungen:
  • Betriebsstätte im Freistaat Sachsen
  • angemeldet bei deutschem Finanzamt
  • keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten zum 31.12.19
  • Geschäftstätigkeit musste infolge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen eingestellt werden
  • Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mehr als 60 % gegenüber April/Mai 2019 eingebrochen
  • Bestätigung durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erforderlich
Art/Höhe der Zuwendung:
  • Zuschuss für max. 4 Monate (Sept. bis Dez.)
  • bis 12.000 € für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten
  •  bis 20.000 € für 4 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten
  • bis zu max. 2000.000 € für 4 Monate bei mehr als 10 Beschäftigten
Bedingungen:
  • Anträge können ausschließlich über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gestellt werden.
    Weitere Bearbeitung erfolgt dann über SAB
  • Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden
  • Unternehmen, die Soforthilfen des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen haben, aber weiter von maßgeblichen Umsatzausfällen betroffen sind, können erneut beantragen.
  • Inanspruchnahme der Soforthilfe schließt eine zeitgleiche Inanspruchnahme der Überbrückungshilfe nicht aus (wird verrechnet)
Verwendung Förderung:
vertraglich begründete und behördlich festgesetzte sowie nicht einseitig veränderbare Fixkosten - z. B.:
  • Mieten & Pachten
  • Zinsaufwendungen und Finanzierungskosten-anteil für Leasingraten
  • Kosten für notwendige Instandhaltungen, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen
  • Grundsteuern
  • betriebliche Lizenz-gebühren
  • Versicherungen & Abonnements
  • Kosten für Auszubildende
  • anteilig Personalkosten
Hinweise zum Programm:
  • Gesamtvolumen: 25 Mrd. Euro
  • Überbrückungshilfe II für die Monate Sept.-Dez. 2020 - Antragsschluss 31.01.2021

  • es folgt ab Januar 2021 Überbrückungshilfe III mit Neustarthilfen für Solo-Selbständige
    • Verlängerung der Überbrückungshilfe II mit Verbesserungen für Soloselbstständige
    • Laufzeit der Überbrückungshilfe III: Januar 2021 bis Juni 2021
    • Bestandteil der Überbrückungshilfe III ist die „Neustarthilfe für Soloselbständige“:
      Zu den zu berücksichtigenden Kosten soll für diese Gruppe künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum zählen.
      Diese Neustarthilfe beträgt einmalig bis zu 5.000 € und deckt den Zeitraum bis Juni 2021 ab.
      Dieses Geld kann auch für Miete und andere Lebenshaltungskosten verwendet werden.
  • Zuschuss aus Überbrückhungshilfe II kann nicht für Lebenshaltungskosten oder Unternehmerlohn eingesetzt werden

Link zum Programm

Außerordentliche Wirtschaftshilfen: Novemberhilfe & Dezemberhilfe 2020

Zuwendungsempfänger:
  • Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den Schließungen im November 2020 bzw. Dezember 2020 betroffen sind und entsprechende Umsatzeinbrüche zu verzeichnen haben
Zuwendungsvoraussetzungen:
  • Sitz in Deutschland
  • direkt betroffene Unternehmen, die aufgrund staatlicher Anordnung direkt schließen mussten
  • indirekt betroffene Unternehmen
  • mittelbar indirekt betroffene Unternehmen
Art/Höhe der Zuwendung:
  • Zuschuss in Form einer einmalige Kostenpauschale in Höhe von bis zu 75 Prozent des durchschnittlichen Monatsumsatzes im Nov. bzw. Dez. 2019
  • Solo-Selbständige können als Bezugsrahmen auch den durchschnittlichen Monatsumsatz 2019 geltend machen. Sie haben Anspruch auf den Ersatz ihrer Einnahmen.
Bedingungen:
  • Anträge können ausschließlich über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gestellt werden.
  • Solo-Selbständige können bis zu 5.000 € direkt beantragen - erforderlich ist die Elster-ID (elektr. Steuererklärung)
Verwendung Förderung:
  • Deckung der Fixkosten, die trotz der temporären Schließung anfallen - diese Kosten werden über den Umsatz angenähert
  • Soloselbständige können den Zuschuss auch zur Finanzierung ihrer Lebenshaltungskosten verwenden
Hinweise zum Programm:
  • Novemberhilfe: Antragstellung bis 31.01.2021 möglich
  • Dezemberhilfe: Antragstellung bis 31.03.2021 möglich

  • andere staatliche Leistungen mit dem gleichen Förderziel (Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld) werden auf die Novemberhilfe angerechnet
  • Förderungen aus Programmen mit anderem Förderziel werden nicht angrechnet (Stipendien, investive Maßnahmen, Projektzuschüsse)

Link zum Programm

Sonderförderung NEUSTART KULTUR - Fonds Soziokultur

Der Fonds Soziokultur fördert aus Mitteln des Programms NEUSTART KULTUR mit insgesamt 10 Mio. € in den Jahren 2020/21 partizipative Kulturprojekte.
Im Rahmen des Sonderprogramms gibt es noch drei Themen-Ausschreibungen.

Ta2: Young Experts + Ko-Produktion: In T2 sind Projekte gefragt, in denen Kinder und Jugendliche nicht nur teilnehmen, sondern mitkonzipieren, beraten und produzieren. Kulturelle Bildung wird hier nicht verstanden als Vermittlungsprojekt, sondern als Ko-Produktion. Öffentliche Sichtbarkeit ist hier besonders relevant.

  • Antragsmöglichkeit: 01. - 30. November 2020
  • Projektstart: ab Mitte Januar 2021

Ta3: Diversität + Inklusion + Vielfalt: T3 sucht Projekte, die Lücken und Leerstellen der gesellschaftlichen Vielfältigkeit in der eigenen Arbeit hinsichtlich der Bausteine Angebote, Personal oder Kommunikation aufspüren und Schritt für Schritt verändern.

  • Antragsmöglichkeit: 04. - 31. Januar 2021
  • Projektstart: ab Mitte März 2021

Ta4: Digitalität + Soziokultur: Gesucht ist die sinnvolle Nutzung der Digitalität etwa für die Sichtbarkeit von Vielfalt, das Mitgestalten, des neuen Storytellings, der passenden Mischung aus real und digital mit neuen Formaten, Teilhabe anderer und ungewöhnlicher Ästhetik.

  • Antragsmöglichkeit 01. - 31. März 2021
  • Projektstart: ab Mitte Mai 2021
SACHSEN 

Soforthilfe-Zuschuss "Härtefälle Kultur" für gemeinnützige Kulturträger

Zuwendungsempfänger:
  • Träger von kleinen/ mittleren kulturellen Spielstätten ( Darstellende Künste und Musik), die im Haupterwerb Einzel-unternehmer oder selbtständige Angehörige der freien Beurfe sind.
  • gemeinnützig anerkannte juristische Personen des Privatrechts
  • juristische Personen (auch Personengesellschaften) des Privatrechts ohne anerkannte Gemein-nützigkeit, die satzungs-gemäß als freie Träger in einem der folgenden Bereiche tätig sind:
    Bibliotheken, Literatur, Bild. Kunst, Darstell. Künste, Film, Heimat- und sonstige Kulturpflege (inkl. Festivals), Museen, Sammlungen, Aus-stellungen, Musik, Soziokultur
Zuwendungsvoraussetzungen:
  • Sitz bereits vor dem 15.03.2020 in Sachsen und überwiegend in Sachsen tätig
  • keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten vor dem 31.12.2019
    zusätzlich für Einzelunternehmer/-innen:
  • hauptsächlicher Unternehmenszweck ist der Betrieb einer kulturellen Spielstätte
  • mind. 24 Veranstaltungen pro Jahr
  • öffentliche Zugänglichkeit der Veranstaltungen
  • Kapazität der Spielstätte: max. 2000 Plätze (sitzend/stehend)
Art/Höhe der Zuwendung:
  • nicht rückzahlbarer Zuschuss
  • Höhe: je nach Liquditätsbedarf bis zu 10.000 €
  • in begründeten Einzelfällen Zuschuss bis 50.000 €
Bedingungen:
  • Liquiditätsbedarf ergibt sich aus der Summe der coronabedingten Mehrausgaben und weiteren lfd. Betriebsausgaben.
  • Einnahmen, die zwischen 15.03.20 und 31.12.20 entstehen, werden bei der Ermittlung des Liquiditätsbedarfs abgezogen.
  • entsprechende andere Förderungen/Zuschüsse sind zu berücksichtigen/gegen-zurechnen
Verwendung Förderung:
  • Überbrückung finanzieller Engpässe, die während der Corona-Pandemie im Verlauf des Jahres 2020 entstehen und die Existenz des Trägers/-in bedrohen.
  • geltend gemacht werden können coronabedingte Mindereinnahmen (Einnahmeausfälle) und zusätzliche Betriebsausgaben (coronabedingte Mehrausgaben).
Hinweise zum Programm:
  • Antragszeitraum für Liqudititäsbedarf im Jahr 2021: 01.01.2021 bis 20.11.2021
  • Zuständige Stelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB). Sofern der Antragsteller noch kein Nutzer des SAB-Portals ist, muss er sich zunächst online bei der SAB registrieren, um dann den Antrag online ausfüllen zu können. Bei Problemen mit der Antragstellung können sich die Träger an die Beratungs-Hotline der SAB wenden (Tel. 0351/4910-1100; Mo-Fr 7 - 18 Uhr, Sa 12- 18Uhr).  

Link zum Programm // Link zur Richtlinie

Erstattung wegen Verdienstausfall aufgrund von Quarantäne/Tätigkeitsverbot

Wer auf Grund des Infektionsschutzgesetzes einer häuslichen Quarantäne unterliegt und einen Verdienstausfall erleidet, enthält grundsätzlich eine Entschädigung.

Bei Entschädigungszahlungen für Unternehmen und Selbstständige vor dem Hintergrund des Corona-Virus durch die Landesdirektion Sachsen gilt die zwingende Vorrausetzung, dass Beschäftigte eines Unternehmens oder Selbstständige durch ein sächsisches Gesundheitsamt einem Tätigkeitsverbot/einer Quarantäne unterliegen müssen!

Weitere Informationen: https://www.lds.sachsen.de/soziales/

So geht sächsisch. — Kultur Digital

Das Programm bietet sächsischen KünstlerInnen die Möglichkeit, im Rahmen einer Kooperation mit der Dachmarke des Freistaates „So geht sächsisch.“ ihr konkretes Projekt umzusetzen und zugleich von deren Bekanntheit und Reichweite zu profitieren.

Zuwendungsempfänger: freischaffende, hauptberuflich tätige KünstlerInnen

Zuwendungsvoraussetzungen: Wohnsitz/Schaffens-mittelpunkt im Freistaat Sachsen

Art/Höhe der Zuwendung/ Fördergegenstand: Projektförderung

Bedingungen: digitale Projekte, die die kulturelle Vielfalt im Internet steigern, Social-Media-Tauglichkeit; müssen über die Kommunikationskanäle von So geht Sächsisch ausgespielt werden

Verwendung Förderung: Aufwandsentschädigungen; KünstlerInnenhonorare; Künstlersozialabgaben

Hinweise zum Programm: Stipendiaten des Denkzeit-Stipendiums können sich um diese Förderung nicht bewerben

 

Weitere Informationen: https://www.so-geht-saechsisch.de/kultur-digital

Kleinprojektefonds der Kulturstiftung

Mit dem Kleinprojektefonds fördert die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Kunst- und Kulturprojekte in den ländlichen Regionen Sachsens. Das Programm wurde 2019 ins Leben gerufen und bietet kleineren Projekten eine unkomplizierte und kurzfristige Fördermöglichkeit.

Fördergegenstand: Kleinere Kunst- und Kulturprojekte in ländlichen Regionen Sachsens

Förderhöhe: bis zu 100 % der Gesamtausgaben, max. 5.000 Euro

Eigenanteil:  erwünscht, aber nicht erfordert

Antragsfrist: mind. 4 Wochen vor Projektbeginn

Antragstellung:  pdf-Antragsformular, per E-Mail >> Ab dem 01. Februar können Vorhaben in 2021 beantragt werden.

weitere Informationen

 LOKALE EBENE

Dresden: Kunst trotzt Corona

Das Förderprogramm für lokale Unternehmen und Initiativen im Kulturbetrieb und in der Kultur- und Kreativwirtschaft, geht in die zweite Runde. Gemeinsam mit >Wir gestalten Dresden< stellt die Landeshauptstadt Dresden 45.000 € für Ihre Projekte über die Crowdfundingplattform startnext bereit. Ab sofort können sich Dresdner Crowdfundingprojekte über die Plattform auf einen Zuschuss des Kunst-trotzt-Corona-Matchingfonds bewerben. Verdoppelt wird dabei jeder über das Publikum (die Crowd) eingeworbene Euro. Maximal stehen bis zu 2.500 € pro Projekt zur Verfügung.

Der Matchingfonds wird zunächst bis zum 13. Dezember 2020 laufen und unterstützt dabei Projekte und Veranstaltungen, die von Dresdner Unternehmen in Dresden durchgeführt werden.

weitere Informationen:  www.wir-gestalten-dresden.de/kunst-trotzt-corona

Dresden: SOS for Culture / #supportyourlocalartists

Die von Wir gestalten Dresden zwei Wochen nach dem Shut-Down initiierte Spendenkampagne #supportyourlocalartists wird zusammen mit der Initiative SOS for culture fortgeführt. Dort können Einzelpersonen (Solo-Selbstständige, FreiberuflerInnen) einmalig eine Spende von bis zu 500 € als Unterstützung zum Lebensunterhalt beantragen. Die antragstellenden Personen dürfen dabei weder angestellt sein noch Leistungen aus dem Arbeitslosengeld I oder II beziehen.

Weitere Informationen: https://www.sosforculture.de/

Soforthilfe: Corona-Lichtblick für unsere "Freien"

 

Ob selbständige Künstler, Freischaffende oder Solo-Selbstständige: Manche von ihnen trifft die Corona-Krise so hart und unmittelbar, dass sie nicht wissen, wie sie und ihre Familien jetzt über die Runden kommen sollen.  Wo staatliche Programme nicht greifen, zu lange dauern oder nicht in Frage kommen, weil Kredite nicht zurückgezahlt werden können, hilft der Corona-Lichtblick mit einmalig 500 €, vorerst aber leider nur für Betroffene aus dem Regierungsbezirk Dresden und Döbeln.

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Leipzig hilft Solo-Selbstständigen

 

Das Sonderhilfsprogramm der Stadt Leipzig gewährt Antragstellern einen einmaligen Zuschuss von bis zu 2.000 Euro. Das Programm ergänzt damit die Soforthilfe des Bundes, welche bis zu 9.000 Euro für laufende Sach- und Betriebskosten übernimmt, jedoch nicht den Ausfall von Unternehmerlohn auffängt. Antragsberechtigt sind Solo-Selbstständige im Haupterwerb und Einzelunternehmen ohne Angestellte, welche ihre Betriebsstätte und ihren Hauptwohnsitz in Leipzig haben. Antragsteller müssen plausibel darlegen, dass Sie einen signifikanten Umsatzrückgang in 2020 (mindestens 20 Prozent) verglichen mit dem Vorjahresdurchschnitt erwarten, den sie, trotz eigener Gegenmaßnahmen und Zuschüssen für Betriebsausgaben von Bund und Land, nicht auffangen können. Im Folgejahr wird geprüft, ob sich der Umsatzeinbruch bestätigt hat. Eine doppelte Förderung durch „Leipzig hilft Solo-Selbstständigen“ und Arbeitslosengeld I oder II ist nicht möglich.

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 ALLGEMEINE HILFELEISTUNGEN

Entschädigung bei Verdienstausfall durch Tätigkeitsverbot

Bei Entschädigungszahlungen für Unternehmen und Selbstständige vor dem Hintergrund des Corona-Virus durch die Landesdirektion Sachsen gilt die zwingende Vorrausetzung, dass Beschäftigte eines Unternehmens oder Selbstständige durch ein Gesundheitsamt einem Tätigkeitsverbot/einer Quarantäne unterliegen müssen! Die Anträge gemäß § 56 IfSG sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder dem Ende der Absonderung bei der Landesdirektion Sachsen zu stellen.

Antrag auf Erstattung von Arbeitgeberaufwendungen /// Antrag auf Entschädigung (für Selbstständige)

Kurzarbeitergeld

 

Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. Eine Beantragung ist zum Beispiel bereits dann möglich, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind. Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Agentur für Arbeit vollständig erstattet. Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich. Eine weitere angepasste Zugangsvoraussetzung ist der Verzicht auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden. Die Maßnahme Kurzarbeitergeld greift nur bei Beschäftigten und nicht bei (Solo-) Selbstständigen.

https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/mit-kurzarbeit-gemeinsam-beschaeftigung-sichern.html

Steuerregeln für Corona-Hilfen erweitert

Gemeinnützige Organisationen können ihren Beschäftigten das Kurzarbeitergeld aus eigenen Mitteln bis zu einer Höhe von insgesamt 80 Prozent des bisherigen Entgelts aufstocken, ohne dass dadurch die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Voraussetzung ist, dass die Aufstockung einheitlich für alle Arbeitnehmer erfolgt. Wer mehr aufstocken will, muss die Marktüblichkeit und Angemessenheit begründen. Zudem werde es gemeinnützigkeitsrechtlich nicht beanstandet, wenn die Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschalen weiterhin geleistet werde, obwohl eine Ausübung der Tätigkeit aufgrund der Corona-Krise nicht oder teilweise nicht möglich ist, heißt es im BMF-Schreiben vom 26. Mai 2020. Damit ergänzt das BMF sein Schreiben vom 9. April 2020.

Die Situation der Covid-19-Pandemie bedingt die Erweiterung und Verlängerung der Verwaltungs- und Vollzugserleichterungen des Jahres 2020 auch im Jahr 2021 zur Anwendung zu bringen. Die obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder haben daher beschlossen, die in den BMF-Schreiben vom 9. April 2020 (BStBl I S. 498) und vom 26. Mai 2020 (BStBl I S. 543) enthaltenen Verwaltungsregelungen zu verlängern und zu erweitern.

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Künstlersozialversicherung: Hinweise für selbstständige KünstlerInnen, PublizistInnen und abgabepflichtige Unternehmen

Seit Beginn der Corona-Krise hat die Künstlersozialkasse sowohl ihren Versicherten als auch den Unternehmen weitgehende Zahlungserleichterungen und Fristverlängerungen gewährt.

Nachstehend finden Sie eine aktualisierte Zusammenfassung über die getroffenen Maßnahmen und die möglichen Rechtsfolgen.

Maßnahmen für Versicherte:

  • Zahlungserleichterungen / Zahlungsaufschub
  • Minderung des voraussichtlichen Arbeitseinkommens
  • Wenn das Arbeitseinkommen nur noch geringfügig ist
  • Auswirkungen von „Corona-Soforthilfen“ auf das Arbeitseinkommen

 

Maßnahmen für abgabepflichtige Unternehmen:

  • Termin zur Abgabe der Meldung abgabepflichtiger Entgeltzahlungen des Jahres  2019 -> 31.03.2021
  •  Zahlungserleichterungen -> Möglichkeit, einen formlosen schriftlichen Antrag auf Stundung oder Ratenzahlung
  • Herabsetzung der monatlichen Vorauszahlung

Link zu detaillierten Informationen

Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Die Ausbreitung des Coronavirus hat zu Einschränkungen in vielen Bereichen des Privat- und Wirtschaftslebens geführt. Aktuell gilt das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Insolvenzrecht bis zum 31. Januar 2021. Das Kabinett hat nun eine Formulierungshilfe beschlossen. Damit soll die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30. April 2021 verlängert werden, um die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft abzufedern.

Finanzielle Hilfen müssen genutzt werden

Die Verlängerung soll den Schuldnern zugutekommen, die einen Anspruch auf finanzielle Hilfen aus den aufgelegten Corona-Hilfsprogrammen haben und deren Auszahlung noch aussteht. Voraussetzung ist grundsätzlich, dass die Hilfe bis zum 28. Februar 2021 beantragt wird und die erlangbare Hilfeleistung zur Beseitigung der Insolvenzreife geeignet ist. Auf die Antragstellung kommt es jedoch ausnahmsweise nicht an, wenn eine Beantragung der Hilfen aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen bis zum 28. Februar 2021 nicht möglich ist. In diesen Fällen soll auf die Antragsberechtigung abgestellt werden.

Schwierigkeiten müssen pandemiebedingt sein

Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht gilt aber nur, wenn die Krise pandemiebedingt ist und mit einer Auszahlung der Hilfen zu rechnen ist. Schließlich muss durch die staatlichen Gelder eine Überlebenschance für das Unternehmen bestehen.

Die neuen Regelungen sollen ab dem 1. Februar 2021 gelten und sich damit nahtlos an das bestehende Gesetz anschließen.

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