KULTUR & ZUSAMMENHALT

Aus der Krise lernen

In dieser Rubrik finden sich Positionen, Aufrufe und Anregungen, für die gegenwärtige und künftige Ausgestaltung von Kultur- und Gesellschaftspolitik. Zudem finden sich Hinweise und Beiträge, die über den Tellerrand hinausschauen, gesamtgesellschaftliche Fragen aufs Tableau heben oder auch einfach nur inspirierend für die eigene Praxis sein können. Die zentralen Fragestellungen sind dabei immer: Was lernen wir aus der Krise? Was muss sich – jetzt und künftig – verändern? Welche Debatten müssen wir führen?

 

Kultur- und Gesellschaftspolitik - Aufrufe und Positionen

 

Offener Brief: Kultur und Kunst nach Corona

Dr. Tobias J. Knoblich, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. (kupoge) hat in einem Offenen Brief 10 Punkte für eine Kulturpolitik nach der Coronakrise formuliert. Neben dem System der Kulturförderung durch Bund, Länder und Kommunen hat er dabei auch die nicht öffentlich getragene Kultursäule im Blick: die freien Theater- und Musikensembles, Kunstvereine und Jugendkunstschulen, Literatur- und Künstlerhäuser, soziokulturelle Zentren, Veranstaltungsreihen und Festivals, viele kleinere Projekte, Stadtteilinitiativen und -feste sowie die Kultur in ländlichen Räumen: „Kulturelle Infrastrukturen im Kulturstaat Deutschland sind systemrelevant.“

Link zum Offenen Brief der kupoge

 

Aufruf: Stiftungsengagement im Zeichen der Corona-Krise

Der Arbeitskreis Förderstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen hat den Aufruf „Stiftungsengagement im Zeichen der Corona-Krise“ gestartet. Inhalt des Aufrufes ist eine Selbstverpflichtung, um den von den Stiftungen geförderten Organisationen zu helfen, die von der Corona-Krise unmittelbar und existentiell betroffen sind. Auch wollen die unterzeichnenden Stiftungen, sofern es die finanziellen Mittel erlauben, über bestehende Zusagen hinaus zusätzliche Förderungen zur Verfügung stellen und sich an Nothilfefonds für besonders betroffene Zielgruppen beteiligen.

Link zum Aufruf

 

Digitale Zivilgesellschaft stärken

Zivilgesellschaftlicher Organisationen v.a. aus der Netzpolitik haben Empfehlungen für eine unabhängige digitale Infrastruktur und einen freien Zugang zu Wissen gegeben. Dies sei in Zeiten von Krisen wichtiger denn je. Die Hauptpunkte der Empfehlungen drehen sich um eine Öffnung der Digitalpolitik, um gesellschaftlichen Input, um eine gezielte Förderung digitaler Zivilgesellschaft und des digitalen bürgerschaftlichen Engagements, und um die Entwicklung einer öffentlichen digitalen Infrastruktur.

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 Barrierefreie Kommunikation - Standards einhalten!

In Zeiten von Corona wird die Kommunikation vielerorts ins Digitale verlegt. Sei es die Kommunikation des Teams im Home Office, die Informationspolitik von Kultureinrichtungen zu abgesagten Veranstaltungen oder auch Kulturangebote wie Konzerte, Theateraufführungen, Museumsrundgänge, Workshops, die nun virtuell angeboten werden – auch hier müssen die Standards der barrierefreien Kommunikation und Information eingehalten werden. Im Infoportal der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich finden Sie zahlreiche Informationen rund um das Thema barrierefreie Information und Kommunikation.  

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Corona-Krise verstärkt Ungleichheiten - Erklärung des Antidiskriminierungsverbands

Angesichts der Corona-Krise erklärt der Antidiskriminierungsverband Deutschland die Notwendigkeit Krisenpolitik diskriminierungssensibel zu gestalten. Nicht nur ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen wären betroffen. Aufgrund der massiven Ausgangsbeschränkungen sowie verschärfter Sicherheits-, Migrations- und Arbeitsmarktpolitiken rechne der Verband mit erheblichen “Nebenwirkungen” z.B., wenn Menschen auf engem Raum leben, von Racial Profiling oder unverhältnismäßig von Entlassungen betroffen sind.

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Lockerungen dürfen nicht zur Isolation von Menschen mit Behinderung führen

Seit dem 20. April laufen in Deutschland die ersten Lockerungsmaßnahmen, mit dem Ziel schrittweise zu einer “Normalität” zurückzukehren. Der Druck für weitere Lockerungen steigt täglich, insbesondere mit Hinblick auf den wirtschaftlichen Schaden, den der Lockdown verursacht. Dabei werden zunehmend Exit-Szenarien diskutiert, die eine “Normalisierung” für die Gesunden, Jungen und Fitten vorsehen und eine Isolation für diejenigen, die besonders gefährdet sind. Dieses Vorgehen benachteiligt sogenannte Risikogruppen in doppelter Hinsicht. Durch eine zu schnelle Lockerung bzw. Isolation der Risikogruppen, würden die Freiheitsrechte ungleich verteilt und die Verantwortung für die eigene Gesundheit wieder einzelnen Gruppen zugeordnet.Eine Auswahl an Artikeln zu dieser Thematik:

 

 

Wie Corona die Gesellschaft verändert - Studien Umfragen und Beiträge

 

Umfrage: Erwerbsarbeit in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie hat das Arbeitsleben der Menschen in Deutschland grundlegend verändert. Das zeigen die ersten Auswertungen der Ende März gestarteten Online-Umfrage corona-alltag.de vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). In die Analyse gingen die Aussagen von rund 6.200 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren ein, die bis zum 5. April den Fragebogen der Online-Umfrage ausgefüllt haben.

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Themenseite: Folgen der Pandemie - Bundeszentrale für Politische Bildung

Die Corona-Pandemie betrifft alle Bereiche unseres persönlichen Lebens. Auch unser Gemeinwesen insgesamt bekommt die Auswirkungen der Krise deutlich zu spüren. Auf der Themenseite der Bundeszentrale für politische Bildung finden sich Interviewbeiträge und Debatten zu den gesellschaftspolitischen Folgen der Corona-Pandemie.

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Konferenz: Digital.Social.Summit

Auch der Digital.Social.Summit geht in den virtuellen Raum. Dort trifft sich die Zivilgesellschaft, um gemeinsam über digitale Instrumente, Debatten und Strategien zu sprechen. Im Fokus steht 2020 die Frage, wie eine gerechte und nachhaltige digitale Transformation aus

Termin: 25.-26.05.2020 // Online // weitere Informationen

 

Ausblick: 10 Dinge, die trotz Corona jetzt Mut machen

Es liegt eine Chance im Übel, unsere Welt zum Besseren zu gestalten, menschlicher und lebenswerter zu machen. So können wir am Ende gestärkt aus der Krise hervorgehen. In jedem Fall werden wir alle Profis im Händewaschen sein, so viel ist sicher. In zehn Punkten werden positive und mutmachende Beispiele genannt.

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Ausblick: Blick in die Ferne - Podcast-Reihe

Es gibt aktuell wohl kaum ein Gespräch, welches sich nicht um das neue Corona-Virus dreht. In ihrer Podcast-Reihe richtet die Aktion Zivilcourage einen Blick auf andere Regionen der Welt, die von der Krise ebenfalls betroffen sind. Die InterviewpartnerInnen sind dafür meist eine Brücke, denn sie haben ihren Lebensmittelpunkt zwar in Deutschland, stehen aber gleichzeitig in engem Kontakt mit Freundinnen und Freunden oder Verwandten in den Ländern, in denen sie vorher gelebt haben.

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