KULTUR & ZUSAMMENHALT

Aus der Krise lernen

In dieser Rubrik finden sich Positionen, Aufrufe und Anregungen, für die gegenwärtige und künftige Ausgestaltung von Kultur- und Gesellschaftspolitik. Zudem finden sich Hinweise und Beiträge, die über den Tellerrand hinausschauen, gesamtgesellschaftliche Fragen aufs Tableau heben oder auch einfach nur inspirierend für die eigene Praxis sein können. Die zentralen Fragestellungen sind dabei immer: Was lernen wir aus der Krise? Was muss sich – jetzt und künftig – verändern? Welche Debatten müssen wir führen?

  

 Aktuelles aus dem Newsletter

"Bundesnotbremse" - Die wichtigsten Regelungen im Überblick
Diese gilt längstens bis 30.06.21 und ist im Wortlaut hier zu finden.
1.) Home-Office: wenn keine zwingenden betrieblichen Gründe entgegenstehen, müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten inzidenzunabhängig anbieten, ins Home-Office zu gehen. Die Beschäftigten müssen dieses Angebot annehmen, wenn keine zwingenden Gründe entgegenstehen.
2.)Testangebotspflicht: Betriebe müssen allen MitarbeiterInnen, die nicht ausschließlich im Home-Office sind, einmal wöchentlich Tests anbieten. >>> weitere Informationen
Sieben-Tage-Inzidenz über 100 an drei Tagen, ab übernächstem Tag gilt:
* Freizeiteinrichtungen/-angebote sowie Theater, Opern, Museen, Kinos, Zoos geschlossen (Ausnahmen nur für Außenanlagen Zoos, botanische Gärten, Autokinos)
* Modellprojekte sind nicht erlaubt
* kontaktfreier Sport nur noch in Gruppen von max. fünf Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres erlaubt
* SchülerInnen werden im Wechselmodell beschult, Kitas sind offen. Ab Inzidenz über 165 an drei Tagen schließen Kitas und Schulen (Ausnahmen sind Abschlussklassen und Förderschulen)
* Notbetreuung Kita und Grundschule weiterhin möglich, die Kriterien dafür legen die Länder fest
* private Zusammenkünfte zwischen Angehörigen eines Hausstandes mit einer weiteren Person zulässig. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, die zum Haushalt gehören, werden nicht mitgezählt.
* Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr (wenige Ausnahmen) // Sport ist zwischen 22 und 24 Uhr zulässig – kontaktlos mit Angehörigen des Hausstands, ansonsten allein
* Ladengeschäfte die nicht der Grundversorgung dienen, sind ausnahmslos geschlossen, jedoch sind Click & Collect sowie Click & Meet mit Termin, Kontaktdatenerfassung und anerkanntem negativem Test (nicht älter als 24 h) bis Inzidenz von 150 möglich.
* Gaststätten und Speiselokale geschlossen
* touristische Übernachtungen und körpernahe Dienstleistungen unzulässig (Ausnahme medizinisch notwendige Behandlungen, Friseursalons & Fußpflege)
Hinweis:
Die Länder können über die genannten Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes hinaus eigenständig verschärfende Regelungen erlassen. In Sachsen tritt die neue Corona-Schutzverordnung am 10.05.2021 in Kraft und gilt bis 30. Mai 2021.

 

Die neue Corona-Schutz-Verordnung Sachsen 
Die neue Corona-Schutz-Verordnung wurde beschlossen, sie tritt am 10. Mai in Kraft und gilt bis 30. Mai. In erster Linie werden Regelungen getroffen, die ab einer Inzidenz unter 100 gelten, z. T. wurden weitergehende Schutzmaßnahmen für eine 7-Tage-Inzidenz über 100 vorgenommen. Die neue Schutzverordnung soll am 06. Mai erscheinen.
Das bedeutet u. a. bei Inzidenzen unter 100 (5 Tage nacheinander, ab übernächstem Tag):
* Open-Air-Veranstaltungen sollen unter best. Bedingungen möglich sein
* Modellprojekte sind erlaubt
* Außengastronomie unter best. Bedingungen erlaubt
* Gruppensport für Minderjährige bis zu 20 Personen unter best. Bedingungen erlaubt
* Schwimmsport Primarstufe möglich
* Private Zusammenkünfte von zwei Hausständen mit 5 – 10 Personen erlaubt
- Testpflichten für Teilnehmer von Beerdigungen, wenn über 10 Personen teilnehmen
- Testpflichten für Friseur und Fußpflege auch bei Inzidenzen unter 100
Eine wesentliche Änderung betrifft den Status von geimpften und genesenen Personen: Vollständig Geimpfte werden zukünftig Personen gleichgestellt, die einen tagesaktuellen negativen Test nachweisen können. Genesene erhalten in den sechs Monaten nach Genesung ebenfalls diesen Status bzw. 14 Tage nach Erhalt der ersten Impfdosis auch darüber hinaus.
Zusätzlich zum 7-Tage-Inzidenzwert bleibt die maximale Bettenkapazität von 1.300 mit COVID-19-Patienten belegten Betten auf der Normalstation ein zweiter Faktor als Bedingung für Lockerungen.
Eine Übersicht mit den wichtigsten Veränderungen findet sich hier.
Auf den Seiten des Freistaates gibt es übersichtliche Darstellung der Regelungen bei Inzidenzen über und unter 100: Amtliche Bekanntmachungen Corona-Virus Sachsen

 

Rettungsprogramm „Neustart Kultur“ wird verlängert
Auch für den Kulturbereich soll es weitere Corona-Hilfen geben. Dazu hat der Koalitionsausschuss von Union und SPD beschlossen, das Rettungs- und Zukunftsprogramm „Neustart Kultur“ zu verlängern. Das Anschlussprogramm solle mit einer weiteren Milliarde Euro ausgestattet werden, hieß es. Bereits bei der Erstauflage des Programms im vergangenen Jahr war eine Milliarde Euro bewilligt worden. Wegen des zweiten Lockdowns ist ein Großteil der Mittel aber noch gar nicht zum Einsatz gekommen. Nach Angaben von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sind zwar über 400 Mio. € bewilligt, aber vielfach noch nicht ausgezahlt oder gar ausgegeben worden.
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Fonds Soziokultur: Digitalität + Soziokultur
Was bedeutet Digitalisierung für die (sozio-)kulturelle Arbeit? Der Fonds Soziokultur fördert Projekte, die Digitalität sinnvoll nutzen, etwa um Vielfalt sichtbar zu machen. Die Themen-Ausschreibung „Ta4: Digitalität + Soziokultur“ ist Teil eines Sonderprogramms des Fonds Soziokultur im Rahmen von NEUSTART KULTUR (BKM), über das der Fonds Soziokultur Träger der Kulturellen Bildung und Medienbildung, der Soziokultur und der Kulturarbeit in freier Trägerschaft bei der Bewältigung der Folgen der Corona-Krise unterstützt.
Antragsfrist: 31.03.2021 // Die Projekte dürfen ab Mitte Mai 2021 starten.
Nächste Antragsberatung findet am 11.03. von 16-17 Uhr statt, Anmeldung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
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Kinder und Jugendliche: Corona-Nothilfe-Pakete
Gemeinnützige Organisationen können über des Deutsche Kinderhilfswerk Corona-Nothilfe-Pakete beantragen. Unterstützt werden Projekte von Vereinen, Flüchtlingseinrichtungen, Kinderhäusern. Folgende Schwerpunkte werden gefördert: Digitales Lernen (bspw. Leihgeräte) / Gesunde Ernährung (bspw. Kochkurs) / Lern- und Spielpakte / Nachhilfe / Homeschooling in Flüchtlingsunterkünften.
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Eckpunkte zur Wiedereröffnung Kultur
Empfehlungen für Kulturorte mit moderner, leistungsfähiger Lüftungsanlage
Kultureinrichtungen mit sitzendem Publikum können unter bestimmten Voraussetzungen auch in der Pandemie so geöffnet werden, dass das Infektionsrisiko dort minimal ist. Auch bei anderen Einrichtungen mit beweglichem Publikumsverkehr sei das möglich; dort sei entscheidend, dass sich keine Gruppen von Menschen vor den Exponaten bilden. Voraussetzung für eine sichere Öffnung seien immer eine leistungsfähige Lüftungsanlage, ausreichend Abstand und das Tragen medizinischer Masken. Das Eckpunkte-Papier enthält Checklisten und Beispielrechnungen, mit denen Institutionen für die konkrete Lage vor Ort spezifisch angepasste Öffnungs- und Betriebskonzepte erarbeiten können. Für Investitionen stehen den Kultureinrichtungen Förderprogramme des Bundes zur Verfügung. Für überwiegend öffentlich geförderte Einrichtungen kommt das Bundesprogramm zur Corona-gerechten Um- und Aufrüstung raumlufttechnischer Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten in Frage.
Link zum Gutachten  
Programme Lüftungsanlagen für überwiegend öffentlich geförderte Kultureinrichtungen
Programme Lüftungsanlagen für nicht überwiegend öffentlich geförderte Kultureinrichtungen

 

Öffnung von Kultur - auf das WIE kommt es an
Vorstellung der Studie: "Schrittweise Rückkehr von Zuschauern und Gästen: Ein integrierter Ansatz für Kultur und Sport".
Ein Bündnis aus Kultur, Sport und Wissenschaft mit 20 Wissenschaftlern und knapp 40 Institutionen zeigt auf Basis bisheriger Erfahrungen sowie wissenschaftlicher Studien ein Konzept auf, das kulturelle und sportliche Großveranstaltungen mit Zuschauern ermöglichen soll. Dabei unterscheidet das Konzept zwischen Indoor und Outdoor und stellt ein 3-Stufen-Modell vor, welches von einem Basiskonzept, Spezialkonzept bis hin zu einem Testkonzept reicht. So sollen den je unterschiedlichen Bedingungen von Kultureinrichtungen Rechnung getragen werden.
Link zur Studie

 

Fördermittel für Austausch und Modernisierung von Raumlüftungsanlagen  
Der Bund unterstützt den Umbau und die Modernisierung von bestehenden Raumlüftungs-anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten. Antragsberechtigt sind u. a. Kommunen, Länder, Hochschulen sowie öffentliche Unternehmen und institutionelle Zuwendungsempfänger/-innen. Moderne raumlufttechnische Anlagen können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Gefahr der Ansteckung mit dem Corona-Virus in geschlossenen Räumen zu senken. Notwendige Mittel zur Ko-Finanzierung können über das Programm „Härtefälle Kultur“ bei der Sächsischen Aufbaubank beantragt werden.
Antragsfrist: bis Ende 2021 // weitere Informationen

 

BMF verlängert Erleichterungsregelungen  
Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die steuerlichen Maßnahmen für gemeinnützige Einrichtungen im Rahmen der Corona-Pandemie bis Ende 2021 verlängert.
Quelle: Vereinsknowhow // Vereinsbrief Nr. 403

Dazu gehören insbesondere:

  • Aufstockung Kurzarbeitergeld bis 80% des bisherigen Entgeltes für die eigenen MitarbeiterInnen
  • Weiterzahlung der Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschalen, obwohl eine Ausübung der Tätigkeit aufgrund der Corona-Krise (zumindest zeitweise) nicht mehr möglich ist.
  • Einkaufsdienste oder vergleichbare Dienste für von der Corona-Krise Betroffene sind für die Steuerbegünstigung unschädlich.
  • Gemeinnützige Einrichtung ohne entsprechende Satzungszwecke dürfen Mittel, die sie für die Hilfe für von der Corona-Krise Betroffene erhalten haben, Änderung ihrer Satzung für die Corona-Hilfe selbst verwenden.
  • Es ist ausnahmsweise auch unschädlich für die Gemeinnützigkeit, wenn eine Einrichtung sonstige vorhandene Mittel, die nicht anderweitig gebunden sind zur Unterstützung für von der Corona-Krise Betroffene einsetzt. Das gilt auch für die Überlassung von Personal und von Räumlichkeiten.
  • Stellen gemeinnützige Einrichtungen entgeltlich Personal, Räumlichkeiten, Sachmittel oder andere Leistungen in Bereichen zur Verfügung, die für die Bewältigung von Auswirkungen der Corona-Krise notwendig sind (z. B. an Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime), dürfen diese Betätigungen sowohl ertragsteuerlich als auch umsatzsteuerlich dem Zweckbetrieb zugeordnet werden.
  • Der Ausgleich von Verlusten, die gemeinnützige Organisationen nachweislich aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise bis zum 31. Dezember 2021 im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb oder in der Vermögensverwaltung entstehen, mit Mitteln des ideellen Bereichs, Überschüssen aus Zweckbetrieben, oder der Vermögensverwaltung ist unschädlich für die Gemeinnützigkeit

 

 

Vereinslandschaft in der Corona-Krise: Beitrag zum Überleben der Vereine in der Pandemie
Vereine sind sozialer Anlaufpunkt, Trainingsort, Beratungsstelle, Freizeitfüller oder auch das zweite Wohnzimmer. Vereint zu sein ist während der Corona-Pandemie schwieriger denn je. Wie kommen Vereine durch die Krise? „MDR Aktuell“ geht der Frage nach, wie die Vereine in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durch die Krise kommen. Zwar sei keine Austrittswelle aufgrund der Pandemie zu verzeichnen und staatliche Hilfen würden die Not lindern, die zum Beispiel durch ausbleibende Einnahmen aus Veranstaltungen entsteht. Doch sei der persönliche Kontakt kaum zu ersetzen. „Mit Soforthilfen und Sonderfonds können viele Vereine ihren finanziellen Ruin abwenden und die laufenden Kosten decken. Für den Gesangsverein in Radebeul, den Karnevalisten in Bennungen oder dem Solidaritätsprojekt in Gräfenhainichen ist dies nur ein Trostpreis – für die sozialen Einbußen, die wirtschaftlich und strukturell nicht auszugleichen sind“, lautet das Fazit.
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Kultur- und Gesellschaftspolitik - Aufrufe und Positionen

 

Runder Tisch des Ministerpräsidenten
Am 28. Mai 2020 lud Ministerpräsident Michael Kretschmer zu einem Runden Tisch in die Staatskanzlei ein, um zu den Maßnahmen der Staatsregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Teilnehmer der Gesprächsrunde waren Gesundheitsministerin Petra Köpping und Justizministerin Katja Meier sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medizin, Pflege und Verwaltung, Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Kultur sowie Bürgerinnen und Bürger. Die Moderation übernahm Frank Richter. Durch den Runden Tisch konnten die Sichtweisen auf die Corona-Krise aus vielen verschiedenen Perspektiven dargestellt und diskutiert werden. Für die freie Kulturszene sprach Anne Pallas, die sich abschließend auch für junge Menschen einsetzte, die nicht nur im Kontext von Schule gesehen werden dürfen, sondern auch mit ihrem Kultur- und Freizeitverhalten. Damit zielte sie nicht nur auf die geförderten freien Träger sondern auf die gesamte Clubszene in Sachsen.
Video zur Gesprächsrunde

 

Eckpunkte für Öffnungsstrategien kultureller Einrichtungen
Die Kultur-Ministerkonferenz (Kultur-MK) und die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, haben sich auf Eckpunkte für eine planvolle Öffnung weiterer kultureller Einrichtungen und Aktivitäten verständigt. Die Eckpunkte enthalten Empfehlungen und Kriterien für Öffnungskonzepte für Kunst- und Kultureinrichtungen aller Sparten und Branchen vor dem Hintergrund der lokalen Entwicklungen der Infektionszahlen. 
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Offener Brief: Kultur und Kunst nach Corona
Dr. Tobias J. Knoblich, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. (kupoge) hat in einem Offenen Brief 10 Punkte für eine Kulturpolitik nach der Coronakrise formuliert. Neben dem System der Kulturförderung durch Bund, Länder und Kommunen hat er dabei auch die nicht öffentlich getragene Kultursäule im Blick: die freien Theater- und Musikensembles, Kunstvereine und Jugendkunstschulen, Literatur- und Künstlerhäuser, soziokulturelle Zentren, Veranstaltungsreihen und Festivals, viele kleinere Projekte, Stadtteilinitiativen und -feste sowie die Kultur in ländlichen Räumen: „Kulturelle Infrastrukturen im Kulturstaat Deutschland sind systemrelevant.“
Link zum Offenen Brief der kupoge

 

Revision der Kulturpolitik: Brauchen wir eine neue »neue Kulturpolitik«?
Gabriele Schulz im Gespräch mit Norbert Sievers und Olaf Zimmermann
Der vor CORONA geschriebene Beitrag ist gerade jetzt aktueller denn je und greift mit dem sehr weitsichtigen Interview über eine nachhaltige Kulturpolitik auch aktuelle Fragestellungen auf. Darin wird vor allem das Wachstumsparadigma auch in der Kultur reflektiert etwa am Beispiel der Industriekultur. Die beiden Verbandvertreter reflektieren überdies die Kulturpolitik der letzten 50 Jahre und wünschen sich eine neue „neue“ Kulturpolitik, die den gesellschaftlichen Wandel mit neuen Narrativen begleiten müsse.
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Stiftungsengagement im Zeichen der Corona-Krise
Der Arbeitskreis Förderstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen hat den Aufruf „Stiftungsengagement im Zeichen der Corona-Krise“ gestartet. Inhalt des Aufrufes ist eine Selbstverpflichtung, um den von den Stiftungen geförderten Organisationen zu helfen, die von der Corona-Krise unmittelbar und existentiell betroffen sind. Auch wollen die unterzeichnenden Stiftungen, sofern es die finanziellen Mittel erlauben, über bestehende Zusagen hinaus zusätzliche Förderungen zur Verfügung stellen und sich an Nothilfefonds für besonders betroffene Zielgruppen beteiligen.
Link zum Aufruf

 

Digitale Zivilgesellschaft stärken
Zivilgesellschaftlicher Organisationen v.a. aus der Netzpolitik haben Empfehlungen für eine unabhängige digitale Infrastruktur und einen freien Zugang zu Wissen gegeben. Dies sei in Zeiten von Krisen wichtiger denn je. Die Hauptpunkte der Empfehlungen drehen sich um eine Öffnung der Digitalpolitik, um gesellschaftlichen Input, um eine gezielte Förderung digitaler Zivilgesellschaft und des digitalen bürgerschaftlichen Engagements, und um die Entwicklung einer öffentlichen digitalen Infrastruktur.
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Barrierefreiheie Kommunikation - Standards einhalten!
In Zeiten von Corona wird die Kommunikation vielerorts ins Digitale verlegt. Sei es die Kommunikation des Teams im Home Office, die Informationspolitik von Kultureinrichtungen zu abgesagten Veranstaltungen oder auch Kulturangebote wie Konzerte, Theateraufführungen, Museumsrundgänge, Workshops, die nun virtuell angeboten werden – auch hier müssen die Standards der barrierefreien Kommunikation und Information eingehalten werden. Im Infoportal der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich finden Sie zahlreiche Informationen rund um das Thema barrierefreie Information und Kommunikation.  
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Corona-Krise verstärkt Ungleichheiten - Erklärung des Antidiskriminierungsverbands
Angesichts der Corona-Krise erklärt der Antidiskriminierungsverband Deutschland die Notwendigkeit Krisenpolitik diskriminierungssensibel zu gestalten. Nicht nur ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen wären betroffen. Aufgrund der massiven Ausgangsbeschränkungen sowie verschärfter Sicherheits-, Migrations- und Arbeitsmarktpolitiken rechne der Verband mit erheblichen “Nebenwirkungen” z.B., wenn Menschen auf engem Raum leben, von Racial Profiling oder unverhältnismäßig von Entlassungen betroffen sind.
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Lockerungen dürfen nicht zur Isolation von Menschen mit Behinderung führen
Seit dem 20. April laufen in Deutschland die ersten Lockerungsmaßnahmen, mit dem Ziel schrittweise zu einer “Normalität” zurückzukehren. Der Druck für weitere Lockerungen steigt täglich, insbesondere mit Hinblick auf den wirtschaftlichen Schaden, den der Lockdown verursacht. Dabei werden zunehmend Exit-Szenarien diskutiert, die eine “Normalisierung” für die Gesunden, Jungen und Fitten vorsehen und eine Isolation für diejenigen, die besonders gefährdet sind. Dieses Vorgehen benachteiligt sogenannte Risikogruppen in doppelter Hinsicht. Durch eine zu schnelle Lockerung bzw. Isolation der Risikogruppen, würden die Freiheitsrechte ungleich verteilt und die Verantwortung für die eigene Gesundheit wieder einzelnen Gruppen zugeordnet.Eine Auswahl an Artikeln zu dieser Thematik:

 

 

Wie Corona die Gesellschaft verändert - Studien Umfragen und Beiträge

 

Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt 2020
„Zusammenhalt verbessert sich in der Corona-Krise“
Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland hat sich in der Corona-Krise als robust erwiesen und ist in den ersten Monaten nach Ausbruch der Pandemie sogar noch gewachsen. Das geht aus dem "Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt 2020" hervor. Doch zugleich macht die Ausnahmesituation soziale Unterschiede sichtbarer und verschärft die Probleme bestimmter Bevölkerungsgruppen.
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"AHA-Formel" hat in der Bevölkerung hohe Akzeptanz
Die AHA-Formel – Abstand, Hygiene, Alltagsmasken – hat in der Bevölkerung insgesamt eine hohe Akzeptanz, um die Ausbreitung von und Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede im Verhalten zwischen jüngeren und älteren Befragten sowie zwischen Männern und Frauen. Dies zeigt die aktuelle COSMO-Befragung der Universität Erfurt.
Im COVID-19 Snapshot Monitorings (COSMO) der Universität Erfurt, an dem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) als Partnerin beteiligt ist, werden in regelmäßigen Abständen jeweils rund 1.000 BürgerInnen repräsentativ zu ihren Wahrnehmungen, Einstellungen, ihrem Wissen und Verhalten zu COVID-19 befragt.
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BFR-Corona-Monitor: Bevölkerung hält Pandemie immer noch für relevant  
Seit dem 27.03.2020 veröffentlicht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) regelmäßig die Ergebnisse des „BfR-Corona-Monitors“. Die wiederkehrende Umfrage dokumentiert seit nunmehr 20 Wochen, wie die Bevölkerung in Deutschland das Ausbruchsgeschehen des neuartigen Coronavirus einschätzt und welche Befürchtungen die Menschen dabei besonders umtreiben. „Die meisten Menschen informieren sich aktiv über das Geschehen, halten sich an die staatlichen Anordnungen und ergreifen selbstständig Maßnahmen, um einer Infektion mit dem Virus vorzubeugen,“ so der BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.
Seit dem Ausbruch der Pandemie zeigte sich über die folgenden Monate teilweise ein deutlicher Rückgang der Akzeptanz. So wurden beispielsweise die Kontaktbeschränkungen anfangs von 92 % als angemessen eingestuft, Anfang Mai hingegen nur noch von 67 &. Die teilweise gelockerten, nun aktuell geltenden Maßnahmen nehmen die Befragten größtenteils positiv wahr (80 %). Ein ähnliche Akzeptanzkurve findet sich bei der Maskenpflicht.
Über den gesamten Befragungszeitraum hinweg zeigt sich, dass sich der Großteil der Befragten gut über das Geschehen rund um das neuartige Coronavirus informiert fühlt, wenngleich auch diese Tendenz in den letzten Wochen leicht sinkend war. Insgesamt wird zu allen Zeitpunkten das Fernsehen am häufigsten als Informationskanal von den Befragten genannt. In der Altersgruppe der 14- bis 39-Jährigen wird jedoch auch das Internet sehr häufig als Quelle herangezogen
Risikobewertungen des BfR // Zusammenfassung auf Fachkräfteportal Kinder- und Jugendhilfe

 

Informationslage und Meinungsbilder zu COVID-19  
Kann man überhaupt noch über die Corona-Krise sprechen, ohne auch auf die zahlreichen Verschwörungstheorien einzugehen? Und wie sehr haben sie die Pandemie geprägt, die uns seit nunmehr fast einem halben Jahr beschäftigt? Auch die Wissenschaft setzt sich mit diesen Fragen auseinander. In der Sonderausgabe des Forschungsmonitors zu Informationsintermediären der Landesmedienanstalt NRW werden ausgewählte Projekte vorgestellt. Die Ausgabe „Informationslage und Meinungsbilder zu Covid-19: Auf der Suche nach Verlässlichkeit“ greift wissenschaftliche Perspektiven und Erkenntnisse dazu auf, welche Informationen in Deutschland und anderen Ländern zur Verfügung stehen, wie sie kommuniziert werden, sich verbreiten und sich auf die individuelle und öffentliche Meinungsbildung auswirken.
weitere Informationen // Ausgabe als pdf zum Download

 

Wie Menschen mit der Corona-Krise umgehen - Fünf Typen der Bewältigung
Das auf tiefenpsychologische Kulturforschung spezialisierte rheingold Institut hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung untersucht, wie Menschen die Corona-Krise persönlich verarbeiten. Es lassen sich fünf unterschiedliche Typen von Bewältigungsstrategien identifizieren. Diese sollten bei der gesellschaftlichen Bewältigung der Corona-Krise stärker berücksichtigt werden.
Link zur Studie

 

„Lokal kreativ, finanziell unter Druck, digital herausgefordert. Die Lage des freiwilligen Engagements in der ersten Phase der Corona-Krise
Die Corona-Krise bedroht einige gemeinnützige Organisationen wie Jugend- und Bildungsstätten oder Kultureinrichtungen existenziell. Die Politik sollte die Zivilgesellschaft stärker als mitgestaltenden Akteur in der Bewältigung der Corona-Krise erkennen und einbinden, beispielsweise durch einen Zivilgesellschaftsgipfel im Bundeskanzleramt. Das sind Ergebnisse und Empfehlungen der Studie, die Studie von ZiviZ im Stifterverband durchgeführt und von den Bundesländern Bayern, Berlin, Rheinland-Pfalz und der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern gefördert wurde.
Link zur Studie

 

Erwerbsarbeit in Zeiten von Corona
Die Corona-Pandemie hat das Arbeitsleben der Menschen in Deutschland grundlegend verändert. Das zeigen die ersten Auswertungen der Ende März gestarteten Online-Umfrage corona-alltag.de vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). In die Analyse gingen die Aussagen von rund 6.200 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren ein, die bis zum 5. April den Fragebogen der Online-Umfrage ausgefüllt haben.
weitere Informationen

 

Folgen der Pandemie
Die Corona-Pandemie betrifft alle Bereiche unseres persönlichen Lebens. Auch unser Gemeinwesen insgesamt bekommt die Auswirkungen der Krise deutlich zu spüren. Auf der Themenseite der Bundeszentrale für politische Bildung finden sich Interviewbeiträge und Debatten zu den gesellschaftspolitischen Folgen der Corona-Pandemie.
weitere Informationen

 

10 Dinge, die trotz Corona jetzt Mut machen
Es liegt eine Chance im Übel, unsere Welt zum Besseren zu gestalten, menschlicher und lebenswerter zu machen. So können wir am Ende gestärkt aus der Krise hervorgehen. In jedem Fall werden wir alle Profis im Händewaschen sein, so viel ist sicher. In zehn Punkten werden positive und mutmachende Beispiele genannt.
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Blick in die Ferne
Es gibt aktuell wohl kaum ein Gespräch, welches sich nicht um das neue Corona-Virus dreht. In ihrer Podcast-Reihe richtet die Aktion Zivilcourage einen Blick auf andere Regionen der Welt, die von der Krise ebenfalls betroffen sind. Die InterviewpartnerInnen sind dafür meist eine Brücke, denn sie haben ihren Lebensmittelpunkt zwar in Deutschland, stehen aber gleichzeitig in engem Kontakt mit Freundinnen und Freunden oder Verwandten in den Ländern, in denen sie vorher gelebt haben.
zur Podcast-Reihe