Wer wir sind und was wir tun
Der Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. ist die zentrale Interessenvertretung soziokultureller Zentren und Initiativen in Sachsen. Als Dachverband vereinen wir derzeit über 65 Mitglieder, die an den Schnittstellen von Kultur, Bildung, Jugend, Sozialem und Inklusion arbeiten. Der Verband wirkt auf kommunaler und Landesebene als Vermittler zwischen Praxis, Politik und Verwaltung. Wir stärken Vernetzung und bieten ein umfassendes Beratungsangebot zur Qualifizierung und Weiterbildung soziokultureller Akteur*innen.
Als Fachverband erstellen wir Expertisen, wirken in Gremien und Fachbeiräten mit, entwickeln Qualitätsstandards und tragen zur Profilbildung der Soziokultur bei. Wir sammeln kontinuierlich Daten aus dem Praxisfeld, um Entwicklungen sichtbar zu machen und politische Entscheidungen zu informieren. Darüber hinaus regt der Verband Forschung an und berät zu kultur-, jugend- und gesellschaftspolitischen Themen sowie zur Vergabe von Fördermitteln. Als zivilgesellschaftlicher Akteur machen wir uns für nachhaltige kulturelle Infrastruktur, kulturelle Teilhabe und demokratische Gesellschaftsdiskurs stark und setzten gesellschaftsrelevante Themen auf die kulturpolitische Agenda.

Unsere Organe und Strukturen
Der Verband wird getragen von seinen Mitgliedern, einem ehrenamtlich arbeitenden Vorstand, einer Geschäftsstelle mit angestellten Arbeitskräften und verschiedenen Fachbeiräten. Diese Organe sorgen für strategische Ausrichtung, fachliche Beratung und operative Umsetzung der Verbandsarbeit. Die Geschäftsstelle koordiniert Projekte, bietet Service und Beratung und vertritt soziokulturelle Interessen in politischen und kulturellen Gremien.
Zur Geschichte des Landesverbandes
Der Landesverband wurde 1992 als „LAG Soziokultureller Zentren und Initiativen in Sachsen e.V.“ im Stadtteilhaus Anker in Leipzig gegründet. Ziel war ein Netzwerk soziokultureller, bürgernaher Kulturakteure mit interdisziplinärer Ausrichtung zu schaffen und gemeinsame Interessen zu vertreten. Erste Aufgaben waren die Strukturierung des Praxisfeldes, die Vernetzung der Akteur*innen und die Positionierung soziokultureller Arbeit in der sächsischen Kulturpolitik. Bereits 1994 trat der Verband der Bundesvereinigung soziokultureller Zentren bei und startete institutionelle Förderung durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, was die Etablierung einer professionellen Geschäftsstelle ermöglichte.
Im Jahr 2003 erfolgte die Umbenennung in Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. als Ausdruck seiner wachsenden fachlichen und politischen Bedeutung. Seitdem hat der Verband zahlreiche Initiativen, Mitglieder und Projekte begleitet. Darunter jährliche Fachtage und Preise, Kampagnen wie „Kultur wählt Demokratie“ oder #impfenhilft, regelmäßige Publikationen sowie Servicestellen zu den Themen Inklusion, Nachhaltigkeit, kulturelle Kinder- und Jugendbildung und Quartiersentwicklung/Gemeinwesenarbeit. 2022 feierte der Verband sein 30-jähriges Bestehen und blickte auf drei Jahrzehnte Engagement für Kultur, Demokratie und Teilhabe zurück.
Unsere Netzwerke & Kooperationen
Der Landesverband arbeitet über seine Mitglieder hinaus in netzwerkbildenden Kooperationen, um die Soziokultur im gesellschaftlichen und kulturpolitischen Umfeld zu stärken. Er ist Mitglied der Interessengemeinschaft Landeskulturverbände Sachsen (IG), einem parteiunabhängigen Gremium aus elf sächsischen Kulturdachverbänden, das kulturraumübergreifende Themen in kulturpolitische Diskussionen einbringt und gemeinsame Interessen bündelt.

