Jugendarbeit in Sachsen: Kurs unsicher, Stürme am Horizont

Dresden, 03.08.2026 – Der Landesverband Soziokultur Sachsen bezieht in einer aktuellen Pressemitteilung Stellung zum beschlossenen Entwurf des Doppelhaushalts 2027/28 für den Einzelplan 8 des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS). Aus Sicht der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit zeigt sich ein besorgniserregendes Bild: Während die Jugendpauschale von 15 auf 16 Mio. Euro erhöht wird, drohen an anderer Stelle erhebliche Einschnitte.

Kritische Punkte im Überblick:

  • Kürzungen bei Förderrichtlinien: Einschnitte von rund 2,5 Mio. € bei überörtlichem Bedarf, Weiterentwicklung und Investitionen gefährden Angebote der außerschulischen Jugendbildung, internationalen Jugendarbeit, Fortbildungen, Modellprojekte und Sanierungsmaßnahmen.
  • Schulsozialarbeit unter Druck: Die Umstellung von 13 von 37 Mio. € von Zuweisungen auf Zuschüsse birgt das Risiko mittelfristiger Kürzungen und schwächt die rechtliche Absicherung dieses zentralen Arbeitsfeldes.
  • Verwaltungsreform mit Risiken: Die Überführung der FRL Jugendpauschale und FRL Schulsozialarbeit in die Sächsische Kommunalpauschalenverordnung erfordert klare Zweckbindungen und den Erhalt fachlicher Standards, um eine Irrfahrt der Fördergelder zu vermeiden und deren zweckmäßige Verwendung zu sichern.

Der Landesverband fordert einen klaren Kurs für die Jugendarbeit in Sachsen: Eine langfristige, krisenfeste Strategie, die junge Menschen rechtssicher unterstützt und bedarfsgerechte Angebote auch in finanziell schwierigen Zeiten sichert.

Die vollständige Pressemitteilung steht hier zum Download bereit. 

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