Am 25. August 2026 trafen sich Vertreter*innen der Kulturszene Niedersachsens im Kulturzentrum Pavillon in Hannover. „Zusammenkommen Deluxe“ lud ein, sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsame Strategien für eine verbundene Kulturarbeit unter sich verschärfenden gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen zu entwickeln. Zuhören, ins Gespräch kommen – voneinander lernen: Aus der Sächsischen Soziokultur gaben Kolleg*innen des Steinhauses Bautzen (Der Happy Monday und die Aktivierung der Zivilgesellschaft in vermeintlich finsteren Zeiten // Lisa Wendler, Sophie Mörbe); des LifeArt Freital (Kontinuität über Struktur – Netzwerken im ländlichen Raum ohne festen Ort//Kerstin Mager-Baran, Lydia Weber-Scholz); der Alte Gasometer Zwickau (Von der Zusammenarbeit mit Wissenschaft und anderen Bündnissen // Mario Zenner, Ariane Spieckermann) und Severin Zähringer aus Reichenbach /Vogtland – Weltoffener Ort inmitten der sächsischen Provinz – Chancen für alle ohne Risiko für einzelne? und Kirstin Zinke, Geschäftsführerin des sächsischen Landesverbandes gaben ihre Erfahrungen und Arbeitsansätze in Workshopformaten weiter.
Damit wurde deutlich: Die Herausforderungen, sind regional unterschiedlich, zugleich aber vielfach bundesweit vergleichbar.
Gemeinsame Antworten auf gemeinsame Herausforderungen
Die sächsische Expertise war dabei insbesondere in den Bereichen Verbandsarbeit, kulturpolitische Interessenvertretung, kulturelle Infrastruktur und Qualitätsentwicklung gefragt. Erfahrungen aus Sachsen zeigen, wie wichtig belastbare Daten, fachliche Standards und eine enge Verbindung zwischen Praxis, Politik und Verwaltung sind. Zugleich wurde deutlich, dass gute Lösungen häufig dort entstehen, wo Wissen geteilt, Ressourcen gebündelt und neue Kooperationen erprobt werden.
Vernetzung als politische Stärke
Für den Landesverband Soziokultur Sachsen ist der Austausch mit anderen Landesverbänden und Kulturakteur*innen ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit. Über Ländergrenzen hinweg können Erfahrungen verglichen, gemeinsame Interessen formuliert und neue Impulse für die Praxis gewonnen werden.
Die Veranstaltung knüpfte damit an ein zentrales Anliegen der Soziokultur an: gesellschaftliche Entwicklung nicht nur zu begleiten, sondern aktiv mitzugestalten. Vernetzung ist dabei mehr als fachlicher Austausch. Sie stärkt die Sichtbarkeit der Soziokultur, unterstützt gemeinsame kulturpolitische Positionen und schafft Solidarität angesichts ähnlicher Herausforderungen.
Der Landesverband Soziokultur Niedersachsen beschreibt „Zusammenkommen Deluxe“ als Einladung, sich zu verbinden, voneinander zu lernen und gemeinsam konkrete Strategien für Kulturarbeit zu entwickeln. Die breite Beteiligung aus Sachsen hat diese Idee mit Leben gefüllt und gezeigt, wie wertvoll ein länderübergreifender Austausch für die Zukunft der Soziokultur ist.
Gemeinsam weiterdenken
Die Gespräche in Hannover haben deutlich gemacht, dass die Soziokultur über ein großes Wissen aus der Praxis verfügt. Dieses Wissen sichtbar zu machen, weiterzugeben und in politische Debatten einzubringen, ist eine gemeinsame Aufgabe der Verbände und Einrichtungen.
Der Landesverband Soziokultur Sachsen wird den Austausch fortsetzen und die gewonnenen Impulse in seine Arbeit einfließen lassen. Denn eine starke Soziokultur braucht nicht nur verlässliche Rahmenbedingungen vor Ort, sondern auch tragfähige Netzwerke, gemeinsame Haltungen und den Mut, neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln.
„Zusammenkommen Deluxe“ war damit nicht nur eine Fachveranstaltung, sondern ein wichtiger Schritt hin zu einer verbundenen und solidarischen Kulturarbeit.



