Referent*innen

Eine lächelnde Frau mit kurzen Haaren und verschränkten Armen steht im warmen Gegenlicht.

"Stärken, was uns trägt - Kulturelle Bildung und Soziokultur sind für mich fantasievolles Krafttraining für eine wendige, neugierige und respektvolle Gesellschaft. Anstrengend, schön, unersetzlich.“

Mechthild Eickhoff, Geschäftsführerin Fonds Soziokultur

Eine lächelnde Frau mit braunem, schulterlangem Haar und Pony vor hellem Hintergrund.

„Soziokultur hält Räume für Dialog und Teilhabe offen, wenn demokratische Kultur unter Druck gerät. Jetzt braucht sie Rückhalt: politisch, finanziell und gesellschaftlich.“

Kristina Rahe, Geschäftsführerin Bundesverband Soziokultur e.V

Ein lächelnder Mann im Anzug mit Brille und Krawatte sitzt vor grünem, unscharfem Hintergrund.

“Der Landesverband Soziokultur und die Landeszentrale für politische Bildung bringen zusammen viele Veranstaltungen in die Fläche. Ich danke für die hohe Kollegialität - und freue mich auf spannende Debatten über unsere Gesellschaft!”

Dr. Roland Löffler, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

Eine lächelnde Frau mit kurzen Haaren und runder Brille vor einem hellen, farbigen Hintergrund.

„Kulturelle Bildung kann Teilhabe fördern, wenn ihre vielfältige Verortung mit einer abgestimmten Förderstrategie endlich als Potenzial verstanden wird!“

Dr.in Nina Stoffers, Geschäftsführerin LKJ Sachsen e.V.

Eine lächelnde Frau mit kurzen, braunen Haaren in einer grünen Bluse vor grünem Hintergrund.

„Kultur, die wir gemeinsam gestalten und leben, hält uns in unruhigen Zeiten zusammen und macht uns so resilienter, quasi überlebensfähig.“ 

Heidi Pinkepank, Geschäftsführerin, Kulturfabrik Hoyerswerda e.V

Ein Mann mit kurzen Haaren und Dreitagebart im dunkelblauen Sakko vor hellem Hintergrund.

„Soziokultur schafft Zusammenhalt, Teilhabe und Demokratie vor Ort. Gerade im Wandel braucht sie starke und verlässliche Partner.“

Dr. Stephan Meyer, Landrat im Landkreis Görlitz

Ein lächelnder Mann mit kurzen, dunklen Haaren im dunkelblauen Hemd vor weißem Hintergrund.

„Soziokultur ist Teil kommunaler Daseinsvorsorge. Gerade jetzt braucht sie verlässliche Strukturen für Teilhabe und Zusammenhalt.“

Mario Zenner, Geschäftsführer Alter Gasometer e.V. Zwickau, Vorstand Landesverband Soziokultur Sachse

Ein lächelnder Mann mit Brille und weißen Haaren trägt ein dunkelblaues Hemd vor einem Schild.

“Wie keine andere Kultursparte trägt die Soziokultur in sich das Potential, Brücken zu bauen, Spaltung zu überwinden und gesellschaftliche Kompromisse zu finden. Die Freiheit dazu muss sie sich nehmen.”

Thomas Pilz, Geschäftsführer Kulturfabrik Meda, Mittelherwigsdorf

Eine lächelnde Frau mit langen, welligen Haaren im gestreiften Hemd vor grünem Hintergrund.

„Die Herausforderungen der Soziokultur liegen oft nicht im Engagement, sondern in den Strukturen, die es erschweren.“

Veronika Michel, LV Soziokultur Sachsen e.V

Ein Porträt einer lächelnden Frau mit kurzen blonden Haaren, rotem Lippenstift und großen Ohrringen.

“Soziokultur ist besonders für Transformationsregionen essenziell, weil sie ungezwungen, aber fachlich begleitet Räume für gemeinsames Erleben, Selbstwirksamkeit und Kreativität anbietet und entstehen lässt. Damit ist sie Nährboden für gesellschaftliche Beteiligungs- und Entwicklungsprozesse.”

Livia Knebel

Bildnachweise: Kirstina Rahe (© Swen Gottschall), Heidi Pinkepank (© Kruscha), Stephan Meyer (© Landratsamt Görlitz, Grit Effenberger)

Programm

17.06.2026

09:00 Anreise und Registrierung

10:00 Eröffnung und Grußworte

          Heidi Pinkepank // Geschäftsführerin Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.
          Aline Fiedler // Abteilungsleiterin Kunst im Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus
          Torsten Ruban-Zeh // Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Hoyerswerda
          Kristina Rahe - Geschäftsführerin Bundesverband Soziokultur e.V.
          Kirstin Zinke // Geschäftsführerin LV Soziokultur Sachsen e.V.

10:30 Fachimpuls

           Dr. Roland Löffler // Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

11:00 Keynotes

          Drin Liya Yu // Neuropolitische Philosophin (Berlin/München)
          Mechthild Eickhoff // Geschäftsführerin Fonds Soziokultur

11:45 Pause 

12:00 Podiumsdiskussion 

          Mechthild Eickhoff, Drin Liya Lu, Dr. Roland Löffler, Aline Fiedler
          Dr. Stephan Meyer // Landrat im Landkreis Görlitz
          Mario Zenner // Geschäftsführer Alter Gasometer e.V., Zwickau

13:00 Mittagspause

14:00 Panels

          Panel 1: Soziokultur - bürgernahe Gemeinwesenarbeit oder politischer Störfaktor? 

Soziokulturelle Einrichtungen sind Orte der kulturellen Vielfalt und ermöglichen Bürger*innen ihre Stadtgesellschaft mit den Mitteln von Kunst und Kultur zu gestalten. Diese partizipativen Freiräume sind für viele Menschen ein Anker gelebter Demokratie. Andere empfinden die Angebote als zu laut, zu bunt, zu schräg und zu politisch.

  • Sind soziokulturelle Einrichtungen Mehrwert oder Stressfaktor einer Stadtgesellschaft?
  • Dürfen und sollen sich soziokulturelle Einrichtungen politisch betätigen?
  • mit Dr. Roland Löffler & Kirstina Rahe

          Panel 2: Kulturelle Bildung und Teilhabe – Leuchtturm oder Teelicht?  

Kulturelle Bildung ermöglicht positive Bildungserfahrungen sowie gesellschaftliche Teilhabe. Sie überwindet soziale Ungleichheit und ist immanenter Bestandteil der Soziokultur sowie weiterer Sparten der Kultur- und Sozialarbeit. Auf Bundesebene über das Förderprogramm „Kultur macht Stark“ zu einem Leuchtturm der außerschulischen Bildungsarbeit erhoben, ist sie auf Landesebene und in Kommunen häufig ein kleines Licht. Kulturelle Bildung muss als Querschnittsaufgabe ressortübergreifend ausgebaut werden, sonst wird sie weiterhin zwischen verschiedenen Ressorts hin und hergeschoben.

  • Wie steht es in Sachsen um die kulturelle Bildung?
  • mit  Dr.in Nina Stoffers // Geschäftsführerin LKJ Sachsen e.V. & Mechthild Eickhoff

          Panel 3: Alles hat seinen Preis. Faire Vergütung oder Taschengeld? 

Soziokulturelle Einrichtungen sind professionell arbeitende lokale Unternehmen in nichtkommunaler Trägerschaft. Eine auskömmliche Finanzierung, insbesondere von Personal und Honorarkräften ist leider die Ausnahme. Die Diskussionen um eine faire Vergütung für sächsische Akteur*innen stockt spätestens seit Bekanntwerden der problematischen Haushaltslage im Freistaat. Die Freie Hansestadt Hamburg kann auf eine von der politische Willensbildung bis zur Ausgestaltung eines tragfähigen Tarifsystems für soziokulturelle Einrichtungen erfolgreiche Umsetzung blicken.

  • In diesem Panel erhalten Sie Einblicke in die Prozesse hin zu einer fairen Vergütung für die Soziokultur
  • mit Corinne Eichner // Geschäftsführerin Stadtkultur Hamburg und Veronika Michel // LV Soziokultur Sachsen e.V.

          Panel 4: Zukunftsorte des Gemeinwesens denken. Gemeinsame Transformation oder einsamer Abgesang?

Sowohl die sich wandelnde Gesellschaft als auch die unklaren Rahmenbedingungen einer auskömmlichen Finanzierung fordern alle kulturpolitisch Verantwortlichen und Kulturakteur*innen dazu auf, Perspektiven für eine zukunftsfähige kulturelle Infrastruktur zu erarbeiten. Der Reflex, die eigene Sparte zu retten und sich auf diese zu konzentrieren, greift zu kurz. Akteur*innen aus Kultur, Gesellschaft und Politik sind aufgefordert, aus einem Zusammenspiel verschiedener Sparten, Professionen und Perspektiven neue Gestaltungsoptionen sowie tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln.

  • Wie können tiefgreifende Transformationsprozesse ohne Selbstaufgabe und Identitätsverlust gelingen?
  • mit Thomas Pilz // Kulturfabrik Meda, Mittelherwigsdorf & Heidi Pinkepank // Geschäftsführerin, Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.

15.30 Pause

15:45 Plenum

          Vorstellung der Ergebnisse aus den Panels

16:30 Ende Tagungsprogramm

18:00 Beginn Abendprogramm mit Abendessen

19:00 Offenes Gespräch 

          Neuropolitik -neue Wege aus Populismus und Polarisierung // Liya Yu + Dr. Roland Löffler

20:00 Come Together (bis 23:00 Uhr)

 

18.06.2026

Die gesellschaftlichen Transformationsprozesse prägen die Lausitz. Die Region ist Brennglas und Labor zugleich. Die Menschen trotzen den Herausforderungen und haben sich mutig neu erfunden. Welche Rolle Soziokultur einnehmen kann, um Stadtgesellschaft und Zukunft mitzugestalten, werden die Tagungsteilnehmer*innen in unterschiedlichen Exkursionen erfahren.

09:30 Exkursion I - Moderierte Bustour "Gesellschaftliche Transformationsprozesse der Lausitz"- Stationen: Hoyerswerda, Weißwasser, Görlitz, Bautzen, Hoyerswerda (Ende der Tour ca.16:30 Uhr)

09:30 Exkursion II - Geführter Rundgang "Gesellschaftliche Transformationsprozesse am Beispiel der Stadt Hoyerswerda" - Stadtspaziergang (Ende gegen 13:00h)

 

Förderhinweise

Der LV Soziokultur Sachsen e.V. und dieser Fachtag werden gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Kultur und Tourismus.

Die Sächsische Landeszentrale für Politische Bildung ist Kooperationspartner dieses Fachtages.

Der LV Soziokultur Sachsen e.V. wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Der Fachbereich "kulturelle Jugendarbeit" wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Einrichtung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

Die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich, in Trägerschaft des LV Soziokultur Sachsen e.V. wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Diese Einrichtung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

Der Landesverband Soziokultur Sachsen e.V., einschließlich des Fachbereichs Nachhaltigkeit, wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Diese Einrichtung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Der LV Soziokultur Sachsen e.V. wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Das Projekt Quartiersentwicklung und Gemeinwesenarbeit wird durch die Europäische Kommission kofinanziert. Diese Einrichtung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.