Sächsischer Preis für Kulturelle Bildung 2025

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Unter der Schirmherrschaft der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, vergibt der Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus zum fünften Mal den Preis für Kulturelle Bildung „Kultur.LEBT.Demokratie“.
Es werden beispielhafte Projekte der Kulturellen Bildung gesucht, die in den vergangenen drei Jahren gezielt zur Demokratieförderung beigetragen haben. Im Fokus des Wettbewerbs stehen kulturelle Formate, die eine nachhaltige Entwicklung bei Einzelpersonen und Gruppen jeden Alters angestoßen haben und damit das demokratische Miteinander fördern, demokratische Prozesse verständlich machen und zur demokratischen Teilhabe befähigen. Die Projekte können sich in allen künstlerischen Sparten – von Musik über Literatur bis hin zu Handwerk und Brauchtum – bewegen und richten sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene.
Der Preis würdigt das Engagement zahlreicher Akteurinnen und Akteure, die mit ihren kulturellen Projekten einen wichtigen Beitrag für das demokratische Zusammenleben leisten. Sie schaffen Begegnungsräume, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Meinung und Erfahrung zusammenkommen, voneinander lernen und gemeinsam Zukunft gestalten. In Zeiten, in denen die Demokratie vor großen Herausforderungen steht, ist es umso wichtiger, das gesellschaftliche Miteinander zu stärken und Menschen für demokratische Werte zu begeistern. Der Preis ist daher auch eine Anerkennung für alle, die mit kreativen Ideen und nachhaltigen Projekten das demokratische Fundament unserer Gesellschaft festigen.
In diesem Jahr wird erstmals ein Gremium aus Expertinnen und Experten, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Praxisebene eine Vorauswahl aus allen eingereichten Beiträgen treffen. Im Rahmen der Jurysitzung werden die Finalistinnen und Finalisten ihre Projekte in einem Pitch präsentieren und anschließend Fragen der Jury beantworten. Die Jury bewertet die Projekte und legt die drei Gewinner des Preises fest.
Für die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger sind verschiedene Aspekte entscheidend: Neben der Methodik und Schlüssigkeit des kulturellen Bildungsprozesses sowie der angemessenen Herangehensweise an das Thema spielen Ergebnisoffenheit, Prozessorientierung und die aktive Beteiligung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine wichtige Rolle. Besonders gewürdigt werden Projekte, die nachweislich individuelle und gesellschaftliche Wirkungen im Hinblick auf Demokratie zeigen – etwa durch beobachtbare Veränderungen, innovative Ansätze oder die erfolgreiche Bewältigung von Herausforderungen. Außerdem werden Impulswirkung und Übertragbarkeit bewertet: Gesucht sind neue, kreative Methoden und Formate, die einfach übertragen und mit überschaubarem Aufwand weitergeführt werden können.
Auswahlgremien & Bewertungskriterien
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In diesem Jahr wird erstmals ein Gremium aus Expertinnen und Experten, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Praxisebene eine Vorauswahl aus allen eingereichten Beiträgen treffen. Im Rahmen der Jurysitzung werden die Finalistinnen und Finalisten ihre Projekte in einem Pitch präsentieren und anschließend Fragen der Jury beantworten. Die Jury bewertet die Projekte und legt die drei Gewinner des Preises fest.
Für die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger sind verschiedene Aspekte entscheidend: Neben der Methodik und Schlüssigkeit des kulturellen Bildungsprozesses sowie der angemessenen Herangehensweise an das Thema spielen Ergebnisoffenheit, Prozessorientierung und die aktive Beteiligung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine wichtige Rolle. Besonders gewürdigt werden Projekte, die nachweislich individuelle und gesellschaftliche Wirkungen im Hinblick auf Demokratie zeigen – etwa durch beobachtbare Veränderungen, innovative Ansätze oder die erfolgreiche Bewältigung von Herausforderungen. Außerdem werden Impulswirkung und Übertragbarkeit bewertet: Gesucht sind neue, kreative Methoden und Formate, die einfach übertragen und mit überschaubarem Aufwand weitergeführt werden können.

BEWERTUNGVERFAHREN:
In der Vorauswahl für die finale Jurysitzung hat ein EXPERT*INNEN-GREMIUM alle 73 Teilnahmebeiträge anhand verschiedener Bewertungskriterien (siehe Website) mit Schulnoten bewertet. Aus der Gesamtsumme aller Schulnoten der Jurymitglieder wurde eine Gesamtnote gebildet, welche zu 1/3 in die Abschlussnote zur Ermittlung des Preisträgers eingeht.
Die JURYMITGLIEDER erhalten die 13 vom Expert*innen-Gremium bestbenoteten Teilnahmebeiträge zur fachlich-inhaltlichen Bewertung. Die Gesamtsumme aller Bewertungen der Jurymitglieder geht ebenfalls mit 1/3 in die Gesamtbewertung zur Ermittlung der drei Preisträger ein.
Zur Jurysitzung werden die 13 Final-Beiträge zur Vorstellung ihres Projektes digital eingeladen.
Nach der Präsentation und der eventuellen Fragerunde wird die Jury noch einmal eine Note vergeben, welche zu 1/3 in die Gesamtnote eingeht.
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Bewertungsstufe
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Gewichtung
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Beschreibung
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Expert*innen-Gremium -> Auswahl Finalbeiträge
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1/3
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Fachlich-inhaltliche Beurteilung aller 73 Beiträge durch Expert*innen-Gremium
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Jurybewertung der 13 Final-Beiträge
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1/3
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Fachlich-inhaltliche Beurteilung der 13 Finalbeiträge durch Jury
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Jurybewertung nach Präsentation
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1/3
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Bewertung nach Projekt-Pitch
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EXPERT*INNEN-GREMIUM
Das Expert*innengremium spielt eine zentrale Rolle im Auswahlprozess der eingereichten Beiträge. Seine Hauptaufgabe besteht darin, alle Einsendungen sorgfältig anhand festgelegter Bewertungskriterien zu prüfen und zu bewerten. Dabei entscheidet das Gremium, welche Beiträge besonders herausragen und potenziell für eine Auszeichnung als Preisträger in Frage kommen. Aus allen Einreichungen wählt das Expertinnengremium maximal 15 Beiträge aus, die als Finalisten in die nächste Runde gelangen. Diese Finalbeiträge werden anschließend von einer Jury im Rahmen eines Projektpitches erneut bewertet, um die endgültigen Preisträger zu bestimmen.
Mitglieder des Expert*innen-Gremiums


- Matthias Franke
Referent der Sächsischen Servicestelle Inklusion im Kulturbereich
- Dr.in Nina Stoffers
Geschäftsführerin der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen e.V.
- Lisa Zimmermann
Leiterin der Netzwerkstelle Kulturelle Bildung Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien
- Andreas Heinrich
Projekt-Team-Leiter von „Kontrovers vor Ort – politische Bildung für ganz Sachsen“; Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
- Claudia Henniger
Geschäftsführerin des Soziokulturellen Zentrums Saalgärten Rudolstadt
JURY
Die Jury übernimmt im Rahmen des Preises "Kultur.LEBT.Demokratie" die verantwortungsvolle Aufgabe, die vom Expert*innengremium ausgewählten maximal 15 Finalbeiträge zu bewerten. In einer hybriden Jurysitzung stellen die Finalistinnen ihre Projekte in einem kurzen Online-Pitch vor und beantworten gezielte Fragen der Jurymitglieder. Die Bewertung erfolgt auf Grundlage der allgemeinen Bewertungskriterien des Preises, wie der Methodik des kulturellen Bildungsprozesses, der Gesamtdramaturgie, der Wirkung auf das Thema Demokratie, der Impulswirkung und der Übertragbarkeit der Ansätze. Auf Basis dieser Kriterien und der eigenen fachlichen Einschätzung entscheidet die Jury, welche drei Projekte als Preisträger*innen ausgezeichnet werden und die Preisgelder erhalten.
Mitglieder der Jury:
- Susanne Meyer
Referatsleiterin Allgemeine Kulturförderung, Kulturräume;
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus
- Dr. Antje Thiersch
Referatsleiterin Politische Bildung, Migration, Bildung für nachhaltige Entwicklung;
Sächsisches Staatsministerium für Kultus, Referatsleiterin Politische Bildung
- Ralf Seifert (i.V. für Frau Dr. Thiersch)
Referent Politische Bildung
Sächsisches Staatsministerium für Kultus, Referatsleiterin Politische Bildung
- Dr. Sven Rössel
Mitglied des Sächsischen Kultursenats;
1. Vorsitzender im Verband deutscher Musikschulen, Landesverband Sachsen e.V.
- Dr. Roland Löffler
Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung
- Karin Kranhold
Leiterin der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg;
Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH
BEWERTUNGSKRITERIEN:
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Methodik des Kulturellen Bildungsprozesses, Gesamtdramaturgie und Verhältnismäßigkeit
(z.B. Verhältnis Kosten/Nutzen, Herangehensweise an das Thema, Schlüssigkeit,passt die künstlerische Auseinandersetzung zum Thema?....)
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Art und Weise des Vermittlungs- und Bildungsprozesses
(z.B. Ergebnisoffenheit, Prozessorientierung, Beteiligung als aktive Auseinandersetzung….)
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Wirkungen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene in Bezug auf das Thema Demokratie
(z.B. Beobachtungen, Erkenntnisse, Was hat sich verändert? Unerwartetes, Risiken, Erfolge und Misserfolge…)
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Mögliche Impulswirkung
(z.B. neuer Ansatz, neue Methode, innovative Formate und Partner, um die Ecke gedacht.…)
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Mögliche Übertragbarkeit
(z.B. einfache, leicht wiederholbare und übertragbare Ansätze, Verstetigung, überschaubare Kosten, erprobte und wirkungsvolle Formate…).
Übersicht der Verteilung der eingereichten Beiträge
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Verteilung 73 eingereichten Beiträge

Übersicht aller Wettbewerbsbeiträge
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Die Finalbeiträge
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In der Vorauswahl für die finale Jurysitzung hat ein Expert*innen-Gremium alle 73 Teilnahmebeiträge anhand verschiedener Bewertungskriterien mit Schulnoten bewertet. Aus der Gesamtsumme aller Schulnoten der Expert*innen wurde eine Gesamtnote gebildet, welche zu 1/3 in die Abschlussnote zur Ermittlung des Preisträgers eingeht.
Die Jurymitglieder erhalten die 13 vom Expert*innen-Gremium bestbenoteten Teilnahmebeiträge zur fachlich-inhaltlichen Bewertung. Die Gesamtsumme aller Bewertungen der Jurymitglieder geht ebenfalls mit 1/3 in die Gesamtbewertung zur Ermittlung der drei Preisträger ein.
Zur Jurysitzung am 30.09.2025 werden die 13 Final-Beiträge zur Vorstellung ihres Projektes digital eingeladen. Nach der Präsentation und der Beantwortungen von Nachfragen zum Projekt wird die Jury noch einmal eine Note vergeben, welche zu 1/3 in die Gesamtnote eingeht.
Auswahl/ Ermittlung der 3 Gewinner: 1.Preis (5.000 €), 2. Preis (2.500 €), 3. Preis (1.000 €) anhand der Gesamtsumme der Benotungen.
Preisverleihung
Am 12.11.2025 wurden in den Räumen des Löbaulebt e.V. die diesjährigen Gewinner*innen des Sächsischen Preises für kulturelle Bildung „KulturLEBTDemokratie“ ausgezeichnet. Drei Projekte erhielten eine Würdigung, die in ihrer inhaltlichen Ausrichtung unterschiedlicher kaum sein könnten: eine selbstorganisierte Jugendgalerie, ein kommunaler Kinderrat sowie ein Projekt, das sich mit Freiheit und den Menschen beschäftigt, die in der Geschichte des Ortes dafür gekämpft haben.
Wir sind froh, den Preis nun bereits zum fünften Mal ausrichten zu dürfen und damit die unglaubliche Arbeit so vieler Projekte zu würdigen, die durch kulturelle Bildung demokratische Werte erfahrbar machen und weitertragen. Kulturelle Bildung schafft Räume, in denen Menschen selbst gestalten, Fragen stellen, experimentieren und sich einbringen können – und damit demokratische Handlungskompetenzen entwickeln, die unsere Gesellschaft dringend braucht.
Im Namen der Schirmherrin des Preises, der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch, überbrachte Abteilungsleiterin Susanne Meyer die Grußworte und überreichte die Urkunden. Sie ist Referatsleiterin für allgemeine Kulturförderung und Kulturräume im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Die Veranstaltung wurde durch die Geschäftsführerin des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e. V., Kirstin Zinke, eröffnet und von Kathrin Weigel, Referentin für Soziokultur und die Verantwortliche für die Organisation des Preises, moderiert. Für die musikalische Begleitung sorgten die Powder Keg Boys, die ebenfalls aus der Region rund um Löbau stammen.
Eingeladen waren Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Kultur – darunter die Bürgermeister*innen der ausgezeichneten Kommunen, Vertreter*innen des SMWKT, SMS und SKS, die Mitglieder der Jury und des Expert*innengremiums sowie alle 73 Projektteams, die sich für den „KulturLEBTDemokratie“-Preis 2025 beworben hatten. Der Veranstaltungsraum des Löbaulebt e.V. war damit gut gefüllt und bot eine lebendige, offene Atmosphäre für Austausch und Begegnung.
Im Anschluss an die Preisverleihung konnten die Gäste das Gewinnerprojekt aus nächster Nähe erleben – der mobile Aufsteller der Jugendgalerie „Before Sunrise“, der die Zukunftsperspektiven junger Menschen in der Oberlausitz zeigt, war vor Ort aufgebaut. Danach führte der Weg die Gäste weiter in den nahegelegenen, von Jugendlichen selbstorganisierten Makerspace. Dort gibt es eine beeindruckende Sammlung an 3D-Druckern, mit denen die Jugendlichen unterschiedlichste Projekte umsetzen, vom Modellbau bis zu kleinen Workshops. Zudem entsteht aktuell ein neuer Handwerksraum mit Hobelbank, Fräse, Dekupiersäge und weiteren Werkzeugen zur niedrigschwelligen Holzbearbeitung, die junge Menschen selbstständig erlernen und nutzen können.
Die Führung durch die Räume bot einen inspirierenden Einblick in das, was in Löbau und Umgebung entsteht: Orte, die jungen Menschen Verantwortung geben, Gestaltung ermöglichen und Selbstwirksamkeit fördern. Genau diese Eindrücke zeigen, wie wertvoll es ist, die Preisverleihung direkt vor Ort stattfinden zu lassen. So kommen verschiedenste Akteur*innen an Orte, die sie sonst kaum kennenlernen würden – und können mit eigenen Augen sehen, was für großartige Projekte in ganz Sachsen, insbesondere auch im ländlichen Raum, entstehen.
Wir hatten einen wunderbaren Tag und freuen uns schon darauf, den Preis in zwei Jahren erneut austragen zu dürfen.