NACHHALTIGKEIT in der Soziokutur

NachhaltigkeitViele Soziokulturellen Zentren gehen sehr bewusst mit Ihren personellen und finanziellen Ressourcen um und bilden das Thema Nachhaltigkeit in Ihrer Programmplanung ab. Jedoch gibt es oft genug Luft nach oben, zum Beispiel in der Energiebilanz des Gebäudes oder in Anschaffungsentscheidungen. Das kann daran liegen, dass viele Zentren nicht Eigentümer des Gebäudes sind oder an Vorgaben des Fördermittelgebers gebunden sind. Trotzdem müssen wir uns dafür einsetzen, dass Nachhaltigkeit in der Soziokultur Sachsens fest verankert wird und die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden.

Auf dieser Homepage-Seite findet Ihr dafür eine Sammlung der wichtigsten Informationen und Netzwerke bundesweit und in Sachsen. Viele hilfreiche Ansätze wurden bereits Anderenorts oder in anderen Sparten erarbeitet. Das soll in dieser Homepage nicht lang und breit wiederholt werden, sondern es wird durch die kommentierte Linksammlung auf die relevanten Positionen, Initiativen und Angebote in Hinblick auf die ökologische Nachhaltigkeit verwiesen. Aktuelle Veranstaltungen oder Weiterbildungen zu dem Thema findet ihr nicht auf dieser Homepage-Seite, sondern im Newsletter des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V. (https://soziokultur-sachsen.de/newsletter-soziokultur-sachsen)

 

 aktuelle TERMINE

14.09.24.01.2024: Förderung: FONDS ZERO
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Mit dem Programm "Zero" der Kulturstiftung des Bundes sollen Kultureinrichtungen aller Sparten dabei unterstützt werden, klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte zu realisieren. Das Programm wird in drei Module unterteilt: die antragsoffene Projektförderung im "Fonds Zero", die Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen der "Akademie Zero", und einen Wissenstransfer in regionalen Netzwerktreffen für das gesamte Bundesgebiet.

Online-Antragsberatungen gibt es am 4.12.2023 und 15.01.2024. 

Bewerbungs-/Einreichungsfrist: 24.01.2024 // weitere Informationen

 

 aktuelle NEWS zur Nachhaltigkeit

Finanzen: Fonds Zero
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Mit dem antragsoffenen „Fonds Zero“ will die Kulturstiftung des Bundes Kultur-einrichtungen darin unterstützen, klimaneutrale Produktionsformen und neue Ästhetiken mit geringstmöglicher Klimawirkung zu erproben. Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes hat vor kurzem einer Verlängerung des Programms Zero zugestimmt: In den Jahren 2023 bis 2027 stehen weitere 4 Millionen Euro zur Realisierung von bis zu 20 neuen klimaneutralen Kunst- und Kulturprojekten zur Verfügung.

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Finanzen: Bundeskulturfonds Energie
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Mit dem Kulturfonds Energie bietet der Bund zusätzlich zu den allgemeinen Entlastungsmaßnahmen Unterstützung für den Kulturbereich zur Bewältigung der hohen Energiekosten. Kultureinrichtungen und Kulturveranstaltende können hier beantragen.

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Medienprojekt: Filmreihe über Umweltschutz & Nachhaltigkeit
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Die umweltpolitischen Kurzfilme behandeln die Schwerpunkte Umweltgerechtigkeit, Umweltzerstörung, Klimapolitik und nachhaltiges Handeln. Die Filme über Lützerath, Bienen, Upcycling und die Tierindustrie inspirieren zu bewussteren Handeln und bieten Diskussionsanstöße zu aktuellen Streik- und Protestformen, wie Fridays for Future, Ende Gelände oder Extinction Rebellion. Die jungen Filmemacher:innen reflektieren dabei ihr starkes Umweltbewusstsein. Die Filme können als DVD oder Stream erworben werden.

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Studie: Umweltbewusstsein und Umweltverhalten
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65 Prozent der Deutschen halten den Umwelt- und Klimaschutz für ein sehr wichtiges Thema - trotz Corona, so das Ergebnis der Umweltbewusstseinsstudie, die regelmäßig vom Umweltbundesamtes (UBA) herausgegeben wird. Die Mehrheit der Menschen spürt die Folgen des Klimawandels und sieht politischen Handlungsbedarf: 85% der Befragten sehen diesen vor allem im Bereich von Trockenheit, Niedrigwasser und Dürren, 83% in Sachen Starkregen, Sturzfluten und Hochwasser und 80% sehen bei der Hitzevorsorge großen Handlungsbedarf.

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CO2-Rechner: Angebot vom Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien geht vorerst vom Netz
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Bislang wurde für den Kulturbereich auf nationaler Ebene häufig der Rechner des Aktionsnetzwerks Nachhaltigkeit in Kultur und Medien (ANKM) genutzt. Dieser basiert auf einem Rechner der britischen Firma Julie's Bicycle und wurde für den deutschen Markt angepasst. Ab dem 15. Juni 2023 wird der Rechner und die damit erstellten Klimabilanzen vorerst nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) plant die Entwicklung eines eigenen, bundeseinheitlichen Rechners.

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CO2-Rechner: Kostenfreier CO2-Rechner für Kulturbetriebe in Dresden und Leipzig
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Die Städte Dresden und Leipzig arbeiten an einem gemeinsamen CO­2-Rechner für den Kulturbereich. Der Emissionsrechner soll ab Frühjahr 2023 den Kultureinrichtungen mit Sitz in einer der beiden Städte kostenfrei und dauerhaft zur Verfügung stehen. Parallel dazu wurde mit einer Workshopreihe begonnen, um die Kulturakteur:innen  in der CO2-Bilanizerung und dem Gebrauch des Rechners zu schulen.

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Neues bundesweites Beratungsprogramm: SIN — Start in die Nachhaltigkeit für Kulturinstitutionen
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Ziel des sechsmonatigen Programms ist es, die teilnehmenden Kultureinrichtungen zu befähigen, einen individuell zugeschnittenen, strategischen Nachhaltigkeitsprozess zu starten. Hierfür werden Kulturinstitutionen und Berater:innen zusammengebracht. In der Pilotphase bis 2024 können insgesamt 16 Institutionen teilnehmen.

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Tipp: Erfahrungs- und Wissensspeicher für Nachhaltigkeit
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ErWiN ist der "Erfahrungs- und Wissensspeicher für Nachhaltigkeit" und wurde 2020 durch die Employees for Future gestartet als eine Sammlung von allgemeinen Informationen und konkreten Umsetzungsideen für mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen. Auch für die Soziokultur finden sich hier viele nützliche Tipps!

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Download: Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen
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Mit dem vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt für die Bundesverwaltung herausgegebenen Leitfaden werden Empfehlungen und praktische Hinweise gegeben, wie Veranstaltungen umweltgerecht und sozial verträglich gestaltet werden können.

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Lesetipp: Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsplanung und -durchführung
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Mit einigen Tipps und Leitfäden wird in diesem Artikel aufgezeigt, wie Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsplanung und -durchführung verankert werden kann. Die Veranstaltungen dienen dann als informelle Lernräume.

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Lesetipp: Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit
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Lothar Böhnisch geht in diesem Aufsatz vor allem dem Thema Soziale Nachhaltigkeit für die Jugendarbeit nach. Behandelt wird das Feld um Bildung und Lebensbewältigung im Konflikt von Wachstumszwang und sozialökologischer Sorge.

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 Ausgewählte Links

Netzwerke und Initiativen auf Bundesebene

  • Die Beauftragte für Kultur und Medien (BKM)
    Im April 2022 wurde im Amt der Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) ein Referat gegründet, um den Umwelt- und Klimaschutz voranzubringen (https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskanzleramt/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/kultur/nachhaltigkeit-1967426). Das Referat befindet sich derzeit im Aufbau, es soll aber eine Anlaufstelle für das Thema "Green Culture" bieten und die Nachhaltigkeitspolitik des BKM koordinieren. Die Arbeit wird auch für die Soziokultur in Sachsen maßgebend sein.

  • Bundesverband Soziokultur e.V. (BuVe)
    Der Bundesverband Soziokultur bearbeitet das Thema Nachhaltigkeit in einem Arbeitsschwerpunkt (https://www.soziokultur.de/seitensuche/?data=Nachhaltigkeit). Viele Ergebnisse sind auch für den Landesverband Sachsen e.V. fruchtbringend.

  • Culture4Climate
    Das bundesweit zur Zeit schwergewichtigste Netzwerk nennt sich Culture4Climate (https://culture4climate.de/) das vom Netzwerk Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur, der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und dem Öko-Institut e.V initiiert wurde. Neben der Vertretung einer Nachhaltigkeitsdeklaration versteht sich das Netzwerk als ein Kompetenz- und Vernetzungsportal für den Kulturbereich.

  • Die Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle
    Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ist eine Institution der Vereinten Nationen, in dessen Auftrag Wissenschaftler:innen den aktuellen Stand der Forschung zum Klimawandel zusammentragen und bewerten (https://www.de-ipcc.de/index.php). Die Koordinierungsstelle versteht sich als nationaler Ansprechpartner für Wissenschaft, Regierung, Behörden, Öffentlichkeit und Medien.

  • Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK)
    Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) wurde von Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) entwickelt und wird immer wieder überarbeitet (https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de-DE/). Er bietet eine Basis für die Bewertung von Nachhaltigkeit in Unternehmen und Organisationen und nennt Mindestanforderungen. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat die Aufgabe die Bundesregierung zu beraten.

  • Netzwerk Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur (2N2K): Das Netzwerk Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur hat als Ziel, den Kulturbereich für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und unterstützt Kultureinrichtungen, Organisationen und Initiativen des Kulturbereichs sowie auch Kulturschaffende auf diesem Weg. Mit dem Projekt „Zukunftsfähigkeit gestalten“ hat sich das Netzwerk speziell mit Soziokulturellen Zentren beschäftigt. Link: https://2n2k.net/

 

 Netzwerke und Initiativen in Sachsen

  • Landesverband nachhaltiges Sachsen e.V. (LVNS)
    Der Landesverband will das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung auf Landesebene bündeln und als Interessenvertretung der Nachhaltigkeitsakteure in die Staatsregierung, Landespolitik und weiterer relevanter Multiplikatoren wirken. Zudem werden eigene Projekte angestoßen (https://www.nachhaltiges-sachsen.de/).

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE Sachsen)
    Das sächsische BNE Portal www.bne-sachsen.de bietet eine Übersicht an Akteuren, Veranstaltungen, Materialien und weiteren Angeboten, die in Sachsen in Bezug auf Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) zu finden sind. Dort lassen sich Anregungen und Informationen für die eigene Arbeit zu BNE in den sechs Bildungsbereichen frühkindliche Bildung, schulische Bildung, berufliche Bildung, Hochschule, Kommune und informelles/non-formales Lernen finden. Akteure, die in diesem Bereich tätig sind, können sich selbst registrieren und ihre Angebote, Materialien und Veranstaltungen eigenständig auf dem Portal hochladen und einer breiten Zielgruppe zur Verfügung stellen.

  • Sukuma arts e.V.
    Der Verein engagiert sich für Menschen, die ökologisch und sozial nachhaltige Lebens- und Konsumstile in eine breite Öffentlichkeit tragen (https://sukuma.net/). Zudem sollen alltagstaugliche Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und das Globale Lernen sind die Leitbilder.

  • Dresdner Charta für Nachhaltigkeit im Kultursektor
    Diese Charta hatte bundesweite Aufmerksamkeit erhalten (https://www.dresden.de/de/kultur/charta.php). Das Projekt ist inzwischen abgeschlossen, kann aber weiter unterzeichnet werden und Vorbildwirkung entfalten. Die Charta wurde federführend vom Dresdner Kulturamt erstellt. (Umso erstaunlicher ist es, dass eine strukturelle Untersetzung der Charta seitens der Verwaltung nicht berücksichtigt ist.)
 Praxishilfen

Ein möglicher Einstieg in das Thema Nachhaltigkeit als Kultureichrichtung ist die Beschäftigung mit der energetische Gebäudesanierung und der Ausstattung:

 Selbstcheck
  • Gibt es eine AG Nachhaltigkeit oder eine:n Nachhaltigkeitsbeauftragte:n?

  • Ist das Thema Nachhaltigkeit im Leitbild verankert?

  • Ist das Thema Nachhaltigkeit Teil des Programmangebots?

  • In welchem Bereich würden Sie für mehr Nachhaltigkeit investieren, wenn Sie es frei bestimmen könnten?
    (z.B. energetische Sanierung, Mobilität, Ressourcen)

  • Was sind die Hinderungsgründe, sich dem Thema Nachhaltigkeit zu widmen?
    (Geld, andere Themen sind wichtiger)
 Literaturtipps

 

 KONTAKT

 

 Matthias Franke  

MATTHIAS FRANKE

Referent für Nachhaltigkeit

Tel.: 0351 - 802 17 69

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