Inklusion


SIK mit LV 4cServicestelle Inklusion im Kulturbereich

Auf dem Weg in eine inklusivere Gesellschaft ist auch der Kulturbereich gefragt, bestehende Strukturen und Routinen zu hinterfragen und anzupassen, um Teilhabe für Menschen mit Behinderung zu verwirklichen. Die vom Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. gegründete Servicestelle Inklusion im Kulturbereich möchte diesen Prozess in Sachsen voranbringen und Kulturakteurinnen und -akteure bei der Realisierung inklusiver Teilhabe unterstützen.

Dazu bietet die Servicestelle:

  • Weiterbildungen und Vernetzungsveranstaltungen zu praxisrelevanten Themen,
  • Impulsberatungen zur barrierefreien Gestaltung von Einrichtungen und Projekten,
  • ein Infoportal mit zahlreichen Hinweisen, Beispielen und Kontakten aus der inklusiven Praxis,
  • ein Handbuch zur Umsetzung von Barrierefreiheit samt Praxistipps,
  • einen monatlich erscheinenden Newsletter mit aktuellen Informationen, Veranstaltungstipps und Fördermöglichkeiten

www.inklusion-kultur.de

SIK-Website

Die Fördermittel für inklusive Maßnahmen werden auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes vom Freistaat Sachsen vergeben.

 

Inklusion bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen. Innerhalb einer Gesellschaft sind die Bedingungen so zu gestalten, dass sie der Vielfalt menschlicher Lebenslagen von vornherein gerecht werden. Nicht der Mensch soll „passend gemacht“ werden, sondern die Gesellschaft soll so gestaltet werden, dass jeder Mensch daran teilnehmen kann.

Diesem Verständnis nach ist es nicht die körperliche Beeinträchtigung, die Teilhabe behindert, sondern Strukturen wie z.B. die nicht vorhandene Barrierefreiheit, aber auch Kultur und Sprache, die das Bild von behinderten Menschen in der Öffentlichkeit prägen, können einer Teilhabe auf Augenhöhe im Weg stehen. Inklusion fordert demnach in erster Linie eine (An)erkennung unterschiedlicher Voraussetzungen und Potentiale und einen kompetenten Umgang damit.

Die Bundesrepublik Deutschland unterzeichnete im März 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention und bekundete damit den Willen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte und bedarfsgerechte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Der Artikel 30 dieser Konvention legt das Recht auf die Teilhabe am kulturellen Leben, Erholung, Freizeit und Sport fest. Menschen mit Behinderungen sollen Chancen und Zugänge erhalten, um ihr kreatives und intellektuelles Potenzial zu entfalten und zu nutzen und zwar sowohl als Rezipierende von Kunst und Kultur als auch als Kulturschaffende.