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PROJEKTVORSTELLUNG

Begegnung - Projekte, welche vor allem Begegnung ermöglichen

Die Intension:
Bei diesem Themenbereich sollten Projekte vorgestellt werden, deren erstes Ziel es ist Begegnung in einem Rahmen zu ermöglichen. Denn wenn man sich nur trifft ist man sich noch nicht begegnet. Der Rahmen, der dem Gemeinsamen einen Sinn gibt ist daher äußerst wichtig und nicht selten haben sich die Akteure vorher viele Gedanken gemacht, mit welchen Inhalten und Methoden sie die Begegnung organisieren. Die beiden vorgestellten Projekte zeigen dabei auch sehr klar, wie umfassend das Format am Ende ist. Denn meist enden solche Begegnungsstrukturen nie bei einer gemeinsamen Aktion, sondern es ergeben sich viele weiterführende Hilfestellungen, Aktionen Gespräche – und Freundschaften.

  

Internationale Gärten Dresden e.V.

Kontakt:  Mohammad Al-Masalme, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im Januar 2005 gründete sich in Dresden der Verein "Internationale Gärten Dresden e.V." (IGD) – Interkultureller Verein zur Förderung von Eigeninitiative, Integration und sozialer Entfaltung. Die Gründungsmitglieder – MigrantInnen und Deutsche – verband der Gedanke, in einem urbanen Umfeld eine grüne Oase, einen Ort für "Kulturen" zu schaffen. Dabei war die Errichtung eines Gemeinschaftsgartens, in dem Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern gleichberechtigt Obst und Gemüse anbauen, sich dabei kennen lernen und austauschen können, Ziel des Vereins. „Blumen, Obst und Gemüse sind die Zauberformel für alle Integrationsprobleme. Wenn man sich im Gespräch verrannt hat, kann man sich darauf beziehen.“ (Mohammad Al-Masalme)

Die „Internationalen Gärten“ sind offen für alle Menschen, denen ein Garten eine wie auch immer geartete Erfüllung verspricht: sei es die Freude am Wachstum der Pflanzen und am Verzehr von Obst und Gemüse, sei es das Interesse an Kontakten während der gemeinsamen Tätigkeiten oder ökonomisches Interesse, die Verrichtung einer sinnvollen Tätigkeit an der frischen Luft oder einfach die Möglichkeit, in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer hektischen Umwelt Entspannung zu finden und den Anblick eines Blumenbeetes zu genießen. Hier gärtnern Migranten mit gebürtigen Deutschen und Asylsuchenden gemeinsam. Wobei die Migrantinnen und Migranten ungeachtet ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihres Alter und gesellschaftlichen Status die Hauptzielgruppe des Projektes sind. Auch wird Familien mit Kindern und Flüchtlingen besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Neben den "Gärten" gibt es hier aber auch Ruam für Eigeninitative und Selbstorganisation aller Beteiligten sowie den Austausch von Wissen. Die Gärten sind also Begegnungs-, Kommunikations- und Produktionsort. Die Mitglieder können zu ihrer Selbstversorgung beitragen, Menschen aus anderen Ländern begegnen, ihre Ideen verwirklichen und interkulturelle Kompezenten entwickeln. Im Garten kann dabei alles passieren, was die beteiligten Gärtnerinnen und Gärtner organisieren: Sprachkurse, Workshops zum Gartenbau, Hausaufgabenhilfe, Betreuung bei Behördengängen, Information über Asylrechtsfragen, Kontakte zu Rechtsanwälten, Kochkurse, Länderkunde, Kulturveranstaltungen und vieles mehr. Inwieweit die eine oder andere Idee Umsetzung findet, hängt in erster Linie von der Initiative und dem Engagement der Mitglieder ab. Aufgrund der vielen verschiedenen Sprachen, die in den Gärten gesprochen werden, findet sich meist ein Übersetzer.

  

www.gaerten-ohne-grenzen.org

 

Mohammad Al-Malsame Soziokultur gestaltet Integration 

Mohammad Al Masalme, *1976; 2006–2010 Asylbewerber und Mitglied der „Kampagne gegen Ausgrenzung“; seit 2008 Mitglied der Internationalen Gärten Dresden e.V.; 2001–2013 Ausbildung im Bereich Regenerative Energiequellen; seit 2015 Flüchtlings-sozialbetreuer beim Ausländerrat Dresden e.V.; seit 2016 berufsbegleitendes Studium der Sozialen Arbeit in Dresden; Arbeitsschwerpunkte: Betreuung und Beratung von Geflüchteten, Dolmetschen, Integration/ Migration

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