Programm - Fachtag 2017 "Soziokultur gestaltet Wandel"

5. Sächsischer Fachtag - Soziokultur gestaltet Wandel (Grafik / Design & Veranstaltungsmanagement: Kathrin Weigel – kawe.media)

    PROGRAMM
     
10:00
     Sozio-Kultur-Land oder die Kultur vom Menschen aus gedacht
 ERÖFFNUNG      Anne Pallas
   Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. (Dresden)

10:20       Den demografischen Wandel kulturell begleiten
       - im Interesse des gesellschaftlichen Zusammenhalts
 GRUẞWORTE      Dr. Eva-Maria Stange
   Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

      Sächsischer Förderpreis für Kunst und Demografie
       "KunstZeitAlter"
 PREIS-
VERLEIHUNG
 

   Dr. iur. Jochim Thietz-Bartram
   Johanna und Fritz Buch Gedächtnis-Stiftung (Hamburg, Dresden)
   Britta Schulze
   Bildende Künstlerin, Jurymitglied "KunstZeitAlter"; Laudatio (Leipzig)
 

11:00     Land in Sicht. 
      Breitenkultur als identitäts- und gemeinschaftsbildender Faktor.
 VORTRAG      Beate Kegler
   Stiftung Universität Hildesheim, Institut für Kulturpolitik

11:30      Soziokultur als demografischer Haltefaktor. Zur Wirkungsweise
       soziokultureller Zentren im ländlichen Gemeinwesen

 PRÄSENTATION
GUTACHTEN

     Prof. Dr. Dieter Haselbach
   Zentrum für Kulturforschung (Berlin)
   Dr. Corinna Vosse

   Zentrum für Kulturforschung (Berlin)

     
12:00   Mittagspause
     
     
 13:00
 
       Konferenz-Panels Gestaltungselement Part I
   

Diskussionen in fünf Handlungsfeldern und Empfehlungen
Informationen zum Konferenzformat / Ablauf der Panels- bitte anklicken

Ein Wechsel der Panels ist nur nach 1,5 h möglich. Man kann aber auch im bisherigen Panel bleiben und weiter diskutieren.

Ansatz:
Aus dem Gutachten "Soziokultur als demografischer Haltefaktor" wurden fünf Handlungsfelder mit je fünf Handlungsthesen entwickelt und mit Stichwörtern untersetzt. Jeweils fünf Leitfragen geben eine erste Richtung der Thesen vor, die unter dem Gesichtspunkt demografischer Haltefaktoren betrachtet werden sollen. Diese sollen gemeinsam mit den geladenen ExpertInnen und den TeilnehmerInnen des Fachtages diskutiert und auf Praktikabilität und Anwendbarkeit hin überprüft werden. Ziel ist es, den TeilnehmerInnen Ideen und Anregungen für die eigene Arbeit mitzugeben und konkrete Handlungsempfehlungen für eine demografiesensible Kulturarbeit abzuleiten.
  
 
Kontrollfragen für Praktikabilität und Anwendbarkeit wären z.B.:
  
  • Wer handelt im Sinne der Aufgabe?
  • Wie muss es getan werden?
  • Was wirkt?
  • Was würde es kosteten?
  • Welche Partner sind notwendig?
  • Welche Hindernisse könnten existieren?
  • Welche Fehler können auftreten?
  • Welche Ansätze aus der Soziokultur können auch von anderen Kultureinrichtungen und Vereinen übernommen werden?
  • Welche Kompetenzen sind notwendig?
  • Welche möglichen politischen Forderungen ergeben sich?
  • Welche Rahmenbedingungen sind notwendig?
  • Welche rechtlichen und finanziellen Grenzen gibt es?

Jeweils ein/e BürgermeisterIn ist als ExpertIn in jedem Panel vertreten, um die Sicht der kommunalen Praxis einzubringen.

Alle Panels werden dokumentiert und im Nachgang veröffentlicht.


   
   Gestaltungselement Zivilgesellschaft
   

Kann Kulturarbeit den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern? 
- bitte anklicken

Kultur als Engagementplattform
Räume 
Knowhow, Vernetzung Verantwortungsübernahme, Mitgestaltung, Begegnung,  Zugehörigkeit

Kultur als Integrationsmotor
Begegnung, interkultureller Austausch, Management von Vielfalt, Demokratiearbeit, (inter)kulturelle und politische Bildung, Weltoffenheit

Kultur als Diskursplattform
gesellschaftsrelevante Themen und Kontroversen, Meinungsbildung und demokratische Diskursformen, künstlerische Interventionen, Kultur als politischer und neutraler Ort

Kultur als bürgerliche Selbsthilfe
Ermutigung zum eigenen Handeln, Animation zur Selbsttätigkeit, Selbstwirksamkeits- erfahrungen, Ausprobieren, Selbstermächtigung

Kultur als Community Organizer
Strukturen und Gelegenheiten, "starke" Personen im Gemeinwesen (Pioniere),
Verbindungen und Netzwerke, Ansprache
 
 

Moderation:

Ralf Seifert - Referent, Sächsisches Staatsministerium für Kultus

 

ExpertInnen:

Prof. Dr. Lothar Stock - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig; FOCO e.V. - Forum Community Organizing (Leipzig)

Claudia Frenzel-Müncheberg - Initiative "Kultur öffnet Welten" (Berlin)

Peter Pfitzenreiter - Erster Bürgermeister Freital

Thomas Pilz - Beiratsvorsitzender Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien (Mittelherwigsdorf)


   
       Gestaltungselement Kultur
   

Kann Kulturarbeit Lebensqualität und Attraktivität erhalten?
- bitte anklicken

Kultur als öffentlicher Raum
Verdichtungspunkte für Begegnung, Austausch, Treffen von Gleichgesinnten, Kulturelle Räume als Versammlungs- und Aushandlungsorte, Identität

Kultur mit "urban Feeling" oder das Fenster zur Welt
Events, Populäre Musik, Qualität, Anschlussfähigkeit an Metropol-Diskurse, kulturelle Vielfalt, Interkultur und Internationalität

Kultur mit "rural Feeling" oder Landleben als Lebensstil
Raumpionier, Nachhaltigkeit, der neue Prosument, Selbstversorgung, Natur, Handwerk, Authentizität

Kultur als Generationenzusammenbringer
aus der Not eine Tugend machen, weniger Peergroups als Impuls für generationsübergreifende Veranstaltungsformate, Stärkung des Zusammenhalts

Kultur als Animation zur Selbsttätigkeit
Empowerment und Förderung bürgerlicher Eigeninitiativen, gemeinschaftsbildende Projekte, Identifikation und Selbsterfahrung 

 

Moderation:

Dr. Corinna Vosse - Zentrum für Kulturforschung (Berlin)

 

ExpertInnen:

Karoline Weber - Kulturstiftung des Bundes, Fonds Neue Länder (Halle)

Theresa Bartatilas - Kulturwissenschaftlerin, Urbanistin (Weimar)

Dirk Neubauer - Bürgermeister Stadt Augustusburg

Dorit Baumeister - Architektin, Kulturaktivistin, Vorstand der Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.

 

       Gestaltungselement Jugend
   

Kann Kulturarbeit junge Menschen für ihren Ort begeistern? 
- bitte anklicken

Kultur als Sprachrohr für Jugend - Der Jugend eine Stimme geben!
Interessensvertretung, Artikulationsfähigkeit, Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen - politische und kulturelle Bildung

Kultur als Ermöglichungsraum – Jugendengagement unterstützen!
jugendliches Engagement, Mitwirkung und eigene Projekte, Selbstwirksamkeitserfahrungen, Empowerment 

Kultur- und Jugendarbeit als gelingende Einheit  - Alles an einem Ort!
Jugendliche erreichen, beraten und animieren, Synergieeffekte, Möglichkeitsräume, Wertevermittlung, kurze Wege, große Vielfalt 

Kultur zur Vernetzung – Ins Gemeinwesen wirken!
Kooperationen mit Schulen u. a. Institutionen, Begegnungs- und Vernetzungssplattform für Jugendliche (peer-group)

Kultur als Motor für Jugendkultur - Die Einöde beleben!
Soziokultur als Ort für jugendliche Lebensstile/Szenen Subkulturen
außergewöhnliches Kulturprogramm, alternative Formate 

 

Moderation:

Michael Krüger - Referent, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

 

ExpertInnen:

Prof. Dr. phil. Stephan Beetz - Hochschule Mittweida (FH) - Faktultät Soziale Arbeit

Dr. Anna Grebe - Koordinierungsstelle "Handeln für eine jungendgerechte Gesellschaft" (Berlin)

Barbara Lüke - Bürgermeisterin Pulsnitz

Judith Sophie Schilling- Geschäftsführerin Soziokulturelles Zentrum Treibhaus e.V. (Döbeln)

      Gestaltungselement Standort-Image
   

Kann Kulturarbeit Einfluss nehmen auf das Standort-Image? 
- bitte anklicken

Kultur "strahlt"
überregionale Aufmerksamkeit, besondere Programmformate, künstlerische Großprojekte, Events, Festivals, Medienaufmerksamkeit, Alleinstellungsmerkmale

Kultur kann "positive thinking"
Themen anders besetzen, künstlerische Bearbeitung von Wandel, positive Gegenangebote, Kreativität, Pioniergeist, den Lebensraum erfahren

KulturNetzwerke
Kulturwirtschaft, Tourismus und Kultur zusammen gedacht, Multiplikationseffekte, effiziente Programmplanung durch Vernetzung, Kultur-Marketing

Kultur-Land als Refugium
Rückzugsort, der besondere ländliche Raum, ästhetische Aneignung, Sehnsuchtsort für Künstler – der besondere Auftritt

Kultur als Change-Manager
Veränderungsperspektiven, Zeitgeist, Kollaborationen vordenken, Kunst und Zivilgesellschaft als Kreativschmieden, Ressorts zusammen denken

  

Moderation:

Christiane Schifferdecker - Referentin, Sächsische Staatskanzlei

 

ExpertInnen:

Heidi Schumacher - Verein Kultur und Arbeit e.V. (Berlin)

Brigitte Faber-Schmidt - Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg (Potsdam)

Kerstin Schöniger - Bürgermeisterin Rodewisch

Peter Krümmel -  Geschäftsführer Soziokulturelles Zentrum KuHstall e.V. (Großpösna)

      Gestaltungselement Erwerbsbereich
   

Kann Kulturarbeit die Erwerbsarbeit unterstützen? 
- bitte anklicken

Kultur an der Schnittstelle zur Berufsfindung
Berufemärkte und Praktikumsbörsen, Kooperationsmodelle Kultur und Handwerk/Gewerbe, "Kulturschule" und andere Kooperationsmodelle

Kultur und Bildung
berufliche Qualifizierungsangebote, Soziokulturelle Animation als Empowerment und Gestaltung der eigenen Biografie

Kultur als Kreativ Cluster
Schnittstelle zur Kreativwirtschaft, Impuls für kreative Geschäftsmodelle, Kommunikationsplattform

Kultur und Unternehmenskultur(en)
Kooperationen, Corporate Social Responsibility (CSR) - Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung, Personaltausch, Ressourcentausch, Praxiskontakt, Synergien

Kulturarbeit und die Aufwertung haptischer Berufe
Handwerkstechniken und landwirtschaftliches Wissen – Wertevermittlung, Suffizienz, Nachhaltigkeit

  

Moderation:

Prof. Dr. Dieter Haselbach - Zentrum für Kulturforschung (Berlin)

  

Experten:

Christian Rost - Leiter Sächsisches Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (Chemnitz)

Thomas Götze - Abteilungsleiter, Ausbildungsberatung, Handwerkskammer Dresden

Thomas Zenker - Oberbürgermeister Zittau

Sven Lippmann - Geschäftsführer Soziokulturelles Zentrum Alte Brauerei e.V.
(Annaberg-Buchholz)


14:30   Kaffeepause - Wechsel der Panelbeteiligung
     
     
15:00     Konferenz-Panels Gestaltungselement Part II
   

Fortführung der jeweiligen Panel-Diskussionen  

Gestaltungselement Zivilgesellschaft
Gestaltungselement Kultur
Gestaltungselement Jugend
Gestaltungselement Standort-Image
Gestaltungselement Erwerbsbereich
 
Informationen zum Konferenzformat / Ablauf der Panels
- bitte anklicken

Ein Wechsel der Panels ist nur nach 1,5 h möglich. Man kann aber auch im bisherigen Panel bleiben und weiter diskutieren.

Ansatz:
Aus dem Gutachten "Soziokultur als demografischer Haltefaktor" wurden fünf Handlungsfelder mit je fünf Handlungsthesen entwickelt und mit Stichwörtern untersetzt. Jeweils fünf Leitfragen geben eine erste Richtung der Thesen vor, die unter dem Gesichtspunkt demografischer Haltefaktoren betrachtet werden sollen. Diese sollen gemeinsam mit den geladenen ExpertInnen und den TeilnehmerInnen des Fachtages diskutiert und auf Praktikabilität und Anwendbarkeit hin überprüft werden. Ziel ist es, den TeilnehmerInnen Ideen und Anregungen für die eigene Arbeit mitzugeben und konkrete Handlungsempfehlungen für eine demografiesensible Kulturarbeit abzuleiten.
  
 
Kontrollfragen für Praktikabilität und Anwendbarkeit wären z.B.:
  
  • Wer handelt im Sinne der Aufgabe?
  • Wie muss es getan werden?
  • Was wirkt?
  • Was würde es kosteten?
  • Welche Partner sind notwendig?
  • Welche Hindernisse könnten existieren?
  • Welche Fehler können auftreten?
  • Welche Ansätze aus der Soziokultur können auch von anderen Kultureinrichtungen und Vereinen übernommen werden?
  • Welche Kompetenzen sind notwendig?
  • Welche möglichen politischen Forderungen ergeben sich?
  • Welche Rahmenbedingungen sind notwendig?
  • Welche rechtlichen und finanziellen Grenzen gibt es?

Jeweils ein/e Bürgermeister/in ist als Expert/in in jedem Panel vertreten, um die Sicht der kommunalen Praxis einzubringen.

Alle Panels werden dokumentiert und im Nachgang veröffentlicht.


     
16:30   Pause - Wechsel zum Plenum
     
     
16:45      Raumpioniere in ländlichen Regionen
       Neue Wege der Daseinsvorsorge
 VORTRAG  

Kerstin Faber
   Planerin und Urbanistin, Projektleiterin der Internationalen Bauaustellung (IBA) 
   Thüringen STADTLAND, Autorin und Mitherausgeberin der Publikation "Raumpioniere in 
   ländlichen Regionen" (Leipzig)
 
 
   Informationen zum Buch des Vortrages - bitte anklicken

Das Buch zum Vortrag

Raumpioniere in ländlichen Regionen.

Neue Wege der Daseinsvorsorge.

Kerstin Faber/Philipp Oswalt (Hg.)
(Edition Bauhaus Bd. 35), Spector Books, Dessau/Leipzig 2013.

Hinweis: 
das Buch ist aufgrund der großen Nachfrage vergriffen.
Die Herausgeber prüfen eine digitale Veröffentlichung.

 

Rezensiert von Josepha Landes, Dresden

In dem von Philipp Oswalt und Kerstin Faber herausgegeben Buch positionieren sich Stadt- und Regionalplaner, die gegebenenfalls auch Architekt, Geograf, Soziologe oder Künstler sind, zu aktuellen Schwierigkeiten der Raumplanung in Deutschland. Kritisch beleuchten sie die Hintergründe des derzeit gängigen „Zentrale-Orte-Systems“. Als roter Faden zieht sich die Frage der staatlichen Hoheitsposition durch die Beiträge: Wo kann bürgerschaftliches Engagement die bürokratische Ordnung sinnvoll ergänzen und unterstützen?

An den planerischen Diskurs reiht sich die Vorstellung von zehn „Raumpionier“-Projekten in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Auswahl korrespondiert mit den beigefügten Statistiken, wonach für diese Regionen bis 2025 der stärkste Bevölkerungsrückgang in Deutschland zu erwarten ist.

„Raumpioniere“ bieten alternative Ansätze, um Probleme in Dörfern oder ländlichen Regionen zu entschärfen. Sie engagieren sich sozial, z.B. in der Seniorenbetreuung, infrastrukturell, so am Beispiel des Abwassersystems von Obergruna in Sachsen erklärt, oder kulturell mit Schulprojekten, Bürgerberatungsstellen o.ä. Nicht Größe und Einzugsradius eines Projekts sind ausschlaggebend, sondern seine Wirksamkeit. Ein seit Jahren gut funktionierender Bürgerbus im Hohen Fläming etwa oder die Wiederbelebung vergessener Winzertradition in Baruth belegen, dass Einfallsreichtum und Enthusiasmus Totgeglaubte länger leben lassen. Die Vorhaben der Raumpioniere sind dabei nicht utopisch, sondern simpel, lebensnah und sowohl aus einem Miteinander entwickelt, als auch ein Miteinander stiftend. Die starren Regeln der etablierten Staats- und Raumordnung legen den Vorhaben zum Teil große Steine in den Weg, was das Gemeinwesen unnütz belastet. Die Autoren plädieren hier für mehr Offenheit in der Diskussion um „Neue Wege der Daseinsvorsorge“. Auch mal Bürger für Bürger einstehen zu lassen, verstehen sie als wünschenswerte Wiederbelebung dörflichen Gut-Lebens. Es mangelt dafür nicht an Kreativität, künstlerisch-utopischen Vorhaben werden einige Seiten im Buch eingeräumt.
(Aus: http://www.bauwelt.de/themen/buecher/Raumpioniere-in-laendlichen-Regionen )

 

Was sind Raumpioniere?

Kleine Netze von Akteuren, die neuartige Nutzungen, Institutionen und Organisationen für Räume erproben, deren ursprüngliche Funktionen ausgedünnt oder völlig verloren gegangen sind. „Raumpioniere“ als offener Suchbegriff erleichtert die Entdeckung und Förderung innovativer Mikronetze in Räumen mit besonderem Bedarf an Erneuerung. Raumpioniere entwickeln beispielhafte Taktiken zur Reaktivierung jeweils konkreter Räume. Sie bündeln neue Nutzungsideen zu anschluss- wie zukunftsfähigen Kultur- und Organisationsformen. Sie wirken wie ein Inkubator auf andere, weitere Räume (Ulf Matthiesen)

 

Was sind Zentrale Orte?

Heute weltweit verbreitetes raumordnendes Prinzip für die Daseinsvorsorge. Danach sind bisher die Aufgaben der Daseinsvorsorge hierarchisch und territorial gegliedert. So agieren Kommunen, Landkreise, Regierungsbezirke und Bundesländer je für sich nach ihren gesetzlich definierten Aufgaben. Damit bilden sich zwischen den Kommunen lokale Doppelungen und Konkurrenzen aus.

 

Was ist der Gewährleistungsstaat?

Neues Modell im Kontrast zum Leistungsstaat. Der Gewährleistungsstaat erbringt nicht mehr alle Dienstleistungen selbst, sondern schafft Voraussetzungen, die es den Bürgern ermöglichen, sich produktiv für das je örtliche Gemeinwesen zu engagieren. Dafür müssen allerdings auch Vorschriften und Gesetze geändert werden. Über Standardöffnungsklauseln müssen flexible, lokal spezifische Lösungen ermöglicht werden. Bedingung solcher Lösungen ist aber, dass sich die staatlichen Instanzen nicht zurückziehen, sondern sich im Sinne eines kooperativen Gewährleistungsstaates neu formieren.

(Aus: https://expertenplattform-dw.de/themen/daseinsvorsorge/  
  von Philipp Oswalt und Babette Scurrell)

 

Die Herausgeber:

Kerstin Faber, M.Arch., Planerin und Urbanistin, ist seit 2014 Projektleiterin der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen STADTLAND. Von 2003 bis 2010 war sie als Projektentwicklerin der IBA Stadtumbau 2010 tätig und lehrte von 2011 bis 2014 als Dozentin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Fachbereich Internationaler Städtebau. Kerstin Faber ist Mitherausgeberin der Publikation ‚Raumpioniere in ländlichen Regionen' gemeinsam mit Philipp Oswalt (Spector Books, Leipzig 2013) und Gastredakteurin des Arch+ Magazins „Stadtland. Der neue Rurbanismus“ (Ausgabe 228, Berlin 2017).

Prof. Philipp Oswalt war von 2009 bis 2014 Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau und lehrt seit 2006 als Professor für Architekturtheorie und Entwerfen an der Universität Kassel. Außerdem war er als hauptverantwortlicher Kurator von 2002 bis 2008 für das Projekt »Shrinking Cities« tätig, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes in Kooperation mit der Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig, der Stiftung Bauhaus Dessau und der Zeitschrift Arch+.


 
     
17:30   Verabschiedung

 

Einlass ab 9:00 Uhr

 

 
  
BARREIREFREIHEIT:
Die Tagungsräumlichkeiten im Kraftwerk e. V. sind für RollstuhlfahrerInnen nicht barrierefrei zugänglich.
Wir bemühen uns jedoch, vieles möglich zu machen.
Bitte teilen Sie uns daher Ihren behinderungsspezifischen Bedarf bei der Anmeldung mit.
 
KINDERBETREUUNG:
Es besteht die Möglichkeit, ab mittags Ihr Kind vor Ort betreuen zu lassen. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie einen entsprechenden Bedarf haben.
Das Team des Kraftwerk Chemnitz macht es möglich!

Ansprechpartner Veranstaltungsmanagement: Kathrin Weigel (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

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