Kulturelle Bildung konkret

Landesweites Konzept Kulturelle Bildung
Auf Grundlage des Koalitionsvertrags 2014 - 2019 erarbeitet das SMWK gemeinsam mit Sozial- und Kultusministerium sowie der Ministerin für Gleichstellung und Integration ein landesweites Konzept für kulturelle Bildung, fokussiert auf Kinder und Jugendliche.
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Auf Grundlage des Koalitionsvertrags 2014 - 2019  erarbeitet das SMWK gemeinsam mit Sozial- und Kultusministerium sowie der Ministerin für Gleichstellung und Integration ein landesweites Konzept für kulturelle Bildung, fokussiert auf Kinder und Jugendliche.

Derzeit existiert ein interner konzeptioneller Entwurf, der zwischen den beteiligten Ministerien verhandelt wird. Zudem fließen verschiedene Stellungnahmen und Umfrageergebnisse aus der kulturellen Praxis in den kommenden Monaten in die Erstellung des Konzepts ein.

Im Oktober/ November 2017 wird der Entwurf in der Ansprechpartnerrunde der IMAG Kulturelle Bildung nochmals verhandelt.

Ende des Jahres 2017 soll der Entwurf ins Kabinett gehen und das Konzept ab 2018 implementiert und umgesetzt werden.

Weitere aktuelle Informationen folgen.

Auszug aus dem Koalitionsvertrag:

Kindern und Jugendlichen wollen wir den frühzeitigen und einfachen Zugang zu Kunst und Kultur ermöglichen. Die Zusammenarbeit von Kultureinrichtungen mit Kindergärten und Schulen werden wir weiter fördern und sie als Lehr- und Lernorte nutzen. Wir werden in Abstimmung mit den handelnden Akteuren ein landesweites Konzept zur Kulturellen Bildung in Sachsen entwickeln und um­ setzen. Ziel ist es, u.a. kulturelle Bildungsangebote außerhalb der urbanen Zen­tren zu stärken, die schulische kulturelle Bildung deutlicher zu akzentuieren und die kulturelle und interkulturelle Kompetenz zu fördern sowie eine digitale Platt­form zur Präsentation der Angebote und Fördermöglichkeiten zu entwickeln. Für Schulen im ländlichen Raum wollen wir Fahrten zu Angeboten der kultu­rellen Bildung erleichtern. Musizieren fördert die Entwicklung von Kindern. Die hohe Förderung der Musikschulen wollen wir daher fortsetzen. Das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ werden wir weiterführen. Darüber hinaus werden wir ein Landesprogramm „Theater und Schule“ auflegen. (Abschnitt „Kultur, S. 8)

Jugend:Dialog
Anlässlich der Entwicklung eines Landesweiten Konzepts für kulturelle Kinder- und Jugendbildung führt der Landesverband Soziokultur Sachsen bis zum Sommer 2017 innerhalb seines Mitgliederspektrums Dialogveranstaltungen mit Jugendlichen durch. Das Vorhaben wird inhaltlich und finanziell durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt.
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„Man muss viel mehr mit den jungen Menschen reden anstatt immer nur über sie.“

Anlässlich der Entwicklung eines Landesweiten Konzepts für kulturelle Kinder- und Jugendbildung führt der Landesverband Soziokultur Sachsen bis zum Sommer 2017 innerhalb seines Mitgliederspektrums Dialogveranstaltungen mit Jugendlichen durch. Das Vorhaben wird inhaltlich und finanziell durch das Sächsische Wissenschafts- und Kunstministerium unterstützt.

Die Ergebnisse der Jugend:Dialoge fließen in die Erarbeitung des landesweiten Konzepts für kulturelle Kinder- und Jugendbildung mit ein.

Die Dialoge sollen exemplarisch und stichprobenartig aufzeigen, welche kulturellen Vorlieben und Interessen junge Menschen haben, wie sie ihre Freizeit gestalten und was sie dafür benötigen. Angelegt sind die Dialoge als leitfadengestützte Gruppendiskussionen im Workshop-Format.

Die Dialogveranstaltungen finden an 6 verschiedenen Standorten, vorrangig in selbstorganisierten Jugendgruppen statt:

 

Jugend:Dialog im SMWK

Am 1. Juni 2017 fand mit der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange und beteiligten Jugendlichen eine abschließende Dialogveranstaltung im Wissenschafts- und Kunstministerium statt. Es ging, wie in den zuvor durchgeführten Jugend:Dialogen, um jugendliche Wünsche und Vorlieben in puncto Kultur & Freizeit. Die Ministerin wollte erfahren was junge Menschen bewegt und die jungen Menschen konnten erfahren was sich durch sie bewegen kann.

Vertreten waren insgesamt 16 Jugendliche aus Zwickau, Bautzen, Görlitz, Oschatz und Mügeln. Neben Frau Dr. Stange waren vom SMWK auch Dr. Tatjana Frey (Referatsleiterin) und Michael Krüger (Referent) zugegen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Daniel Sauer und Andrea Gaede.

Eine nicht neue, aber zentrale Erkenntnis der Jugend:Dialoge
Deutlich wurde bei allen Dialogen sowie auch im Gespräch mit der Staatsministerin, dass Angebote von Kultureinrichtungen wie Theater oder Museen oftmals nicht den Bedürfnissen Jugendlicher entsprechen. Jugendliche wollen nach der Schule entspannen, sich mit Freunden treffen, selbst aktiv werden oder sich ausprobieren. Für diese Interessen sind Orte wie Soziokultur oder Jugendzentren wesentlich stärker im Fokus junger Menschen.
Diese Erkenntnis ist nicht neu und doch erhält sie, gesagt mit den Worten junger Menschen, ein Mehr an Gewicht und Authentizität. 

Die Ergebnisse der Veranstaltungen werden demnächst vom Landesverband Soziokultur ausgewertet und dem SMWK als Impuls für das landesweite Konzept kulturelle Kinder- und Jugendbildung zugearbeitet.

 

Leitfaden

Aus den Erfahrungen mit dem methodischen Konzept der Jugend:Dialoge sowie in Kooperation mit weiteren Akteuren der Jugendbeteiligung in Sachsen, wird ein Leitfaden entwickelt. Dieser soll als methodische und strategische Unterstützung dienen, damit sich weitere Einrichtungen bzw. Akteure auf den Weg machen können, um mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen bzw. den Dialog mit ihnen zu befördern.

Weitere Informationen dazu folgen.

Positionspapier Kulturelle Bildung
Um die komplexe Praxis der kulturellen Bildung systematisieren und damit besser verstehen zu können, sowie das Begriffsverständnis der sächsischsen Soziokutur darzulegen, hat der Landesverband 2013 ein Positionspapier verfasst.
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Download hier: Positionspapier Kulturelle Bildung (2013)