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Stadtteilzentrum Emmers – Projekt KulturWirkstatt


Das Stadtteilzentrum EMMERS (Outlaw gGmbH) befindet sich im Dresdner Stadtteil Pieschen und ist ein Ort der Begegnung und der Ideen.

Die KulturWirkstatt ist ein dreijähriges Projekt, das jungen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsame kulturelle Freizeitaktivitäten ermöglicht, in dem es ein Miteinander schafft, neue Perspektiven eröffnet und Raum zum Ausprobieren bietet.

 

punkte Barriere frei Projektablauf  

  • Gesamtlaufzeit von Oktober 2010 bis September 2013
  • Vorbereitungsphase: Konzept- und Ideenvorstellung bei möglichen Partnern, Einbeziehung deren Ideen und Bedarfe
  • Erprobungsphase: Impulse für Zielgruppen setzen und deren Impulse aufgreifen
  • Konsolidierungsphase: thematische Workshops und Einzelprojekte, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Präsentations- und Neuorientierungsphase: Reflexion der Ergebnisse und Erfahrungen, Sicherung der Nachhaltigkeit

 

punkte Barriere frei Ziele

  • junge Menschen mit Behinderung haben gleichberechtigten Zugang zu Freizeitaktivitäten, sowie kulturellen und non-formalen Bildungsangeboten
  • junge Menschen mit und ohne Behinderung werden gemeinsam aktiv und lernen sich in ihrer Unterschiedlichkeit kennen und schätzen
  • der Umgang miteinander ist von Respekt und Toleranz geprägt; individuelle Unterschiede werden als Vielfalt wahrgenommen
  • Gewährleistung und Verbesserung der Barrierefreiheit vor Ort

 

punkte Barriere frei Angebote

  • immer wiederkehrende bedarfsorientierte Inklusionsworkshops
  • jährlicher Aktionstag im Emmers zum Europäischen Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
    • Stummfilm und Hörkino
    • Sinnesboxen (tasten und fühlen), Riechlabor, Sinnescafé (schmecken und sehen)
    • Rollstuhlparcours
    • Schicksals-Los (Gehör-Los, Sprach-Los, usw.)
    • Blindenfußball
  •  kulturelle Kleinprojekte für Jugendliche mit dem Schwerpunkt der Sinnes-Sensibilisierung
     „Wir können was, was ihr nicht könnt“ - Gebärdenpoesie trifft Breakdance
    • gemeinsame Performance von vier Jugendlichen des Förderzentrums für Hörgeschädigte und drei Jugendlichen der Beatfanatics-Family des Dresdner EMMERS
    • gewann 2012 den regionalen Vorausscheid des „Unart“-Wettbewerbs in Dresden www.unart.net
    • "Kunst im Dunkeln"
    • für Kinder und Jugendliche aus der Förderschule, der Gemeinschaftsschule und dem Förderzentrum für Hörgeschädigte
    • kreatives Arbeiten und Sinneserfahrungen in einer simulierten Dunkelkammer
    • "Soundsphären"
    • Stahlcellibau Klangerlebnisse in Workshops und Präsentationen
    • Erarbeitung einer Tanzchoreographie mit den Instrumenten

 

punkte Barriere frei Ausgewählte Kooperationspartner

  • Förderschulzentrum für Lernbehinderung „A.S. Makarenko“
  • Förderzentrum für Hörgeschädigte „Johann Friedrich Jencke“,
  • Förderzentrum Sprache Dresden
  • SUFW Dresden e. V. (Verein für Bildung und Beschäftigung)
  • Berufsbildungswerk Sachsen
  • Streetwork der Diakonie
  • Verband der Körperbehinderten Dresden e.V.
  • ArbeitsgemeinschaftHilfe für Behinderte Dresden e.V.,
  • Blindenfußballmannschaft des Chemnitzer FC
  • Cultus gGmbH
  • KulturIngenieure
  • Förderverein Theater der Jungen Generation
  • Stahlquartett Dresden
  • Schauspielhaus Dresen

 

punkte Barriere frei Nachhaltigkeit – Wie geht es weiter?

  • Weiterführung von Aktionstagen und Kleinprojekten
  • einige Angebote sind als fester Bestandteil implementiert
    (Breakdance für Gehörlose, Tanztheater für geistig Behinderte)
  • Sicherung der Ergebnisse und Effekte
  • Netzwerkpflege und Erweiterung von Kooperationen
  • bestehende Akzeptanz als Akteur auf diesem Feld sichern

 

punkte Barriere frei Wirkungen des Projekts

  • Umgang miteinander geprägt durch gegenseitige Achtung und Wertschätzung
  • Begegnungen schulen soziale Kompetenzen, v. a. Teamfähigkeit, Solidarität, Rücksichtnahme
  • Kinder und Jugendliche mit Behinderung lernen, sich selbstbewusst in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
    zu bewegen
  • für alle Beteiligten Lernprozess und Horizonterweiterung

 

punkte Barriere frei Tipps für Einrichtungen, die Barrierefreiheit bzw. Inklusion umsetzen wollen

  • Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung = Zusammenarbeit mit deren Eltern
    (Vertrauen aufbauen, Ängste nehmen, Vorurteile abbauen)
  • um Zugang zur oftmals „behüteteren“ Welt von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung zu bekommen, braucht man vor allem Geduld und Einfühlungsvermögen
  • v. a. Jugendclubs sind manchmal konnotiert mit „rauher Umgangston“, „gefährlich“ o. ä.
  • Eltern und auch Kinder / Jugendliche mit Behinderung brauchen Zeit, um Vertrauen zu gewinnen und aus „Schutzräumen“ herauszutreten
  • Aktionen vor Ort können positive Erfahrungen bei Eltern und Lehrern ermöglichen
  • eingeschränkte Mobilität und Flexibilität: Abstimmung von Angebotszeiten, Transport
  • es braucht kontinuierliche Netzwerkarbeit & begeisterungsfähige Partner/-innen
  • jugendnahe und verbindende Interessen aufgreifen (Jugendkultur, v. a. HipHop)
  • Sensibilisierung der Nutzer/innen und Mitarbeiter/innen - Vorbildwirkung entfalten
  • gemeinsames Erleben und Agieren in Projekten ermöglicht Begegnung und Kennenlernen über Fähigkeiten und Interessen („auf Augenhöhe“)

 

 gefördert durch: Ansprechpartner: 

Aktion Mensch

Franz-Beckenbauer-Stiftung         

Freistaat Sachsen

Anja Winkler (Projektkoordinatorin)

Jens Hilgner (Hausleiter)

www.emmers-dresden.de 

 

bearbeitet durch: Johanna v. d. Waydbrink, Andrea Gaede (Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.)

Barrierefrei Bauen

Beratungsstellen für barrierefreies Planen und Bauen

In Sachsen wurden 1994 drei Beratungsstellen für das barrierefreie Bauen geschaffen. Sie sollen unabhängig von Firmen und finanziellen Interessen beraten und ausschließlich die Belange behinderter Menschen vertreten. Sie werden aus Mitteln der Stiftung "Sächsische Behindertenselbsthilfe Otto Perl" gefördert.


Sozialverband VdK Sachsen e.V.
Koordinierungs- und Beratungsstelle für barrierefreies Planen und Bauen
Elisenstraße 12
09111 Chemnitz
 
Tel.: 0371/ 33 40 13
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Ansprechpartner: Herr Kaden

Kompetenz- und Beratungsstelle für Barrierefreies Planen und Bauen (KB-Stelle)

Fon: 0351 479 350 15, Fax: 0351 479 350 17
Thomas Naumann
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Behindertenverband Leipzig e.V.

Bernhard-Göring-Str. 152
04277 Leipzig

 

Tel./Fax: 0341/ 30 65 120 (Geschäftsstelle)
Tel.: 0341/ 30 65 221 (Bauberatungsstelle)
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Ansprechpartner: Herr Sondershaus

Landesarchitektenkammer Sachsen -
Arbeitskreis "Barrierefreies Planen und Bauen"

Barrierefreiheit und Architektur 

Leistungen: Erstellung von Gutachten in Bezug auf Barrierefreiheit, die Beratung von Planungen, die fachkundige Unterstützung bei deren Realisierung sowie Testläufe zur Barrierefreiheit im Neubau und Bestand.

Kultuprojekte - Inklusive Kulturarbeit

Leistungen: Zugänglichkeitsanalyse, Zugänglichkeitskonzept, Ausstellungsgestaltung, Produktgestaltung, Barrierefreie Informationsvermittlung, Mitarbeiterschulung.

Initiative Ausstellungen Barrierefrei

Leistungen: Unterstützung bei der Planung barrierefreier Ausstellungen in Museen durch Vorträge, Inhouse-Schulungen (Tagesseminare), Hausspezifische Schulungen mit Individualzuschnitt, Prozessbegleitung.

Null Barriere

Informationen rund um das barrierefreie, behindertengerechte Planen, Bauen und Wohnen

Handreichung zur Barrierefreiheit im Denkmalschutz

 

Rampen

Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden

Der Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden unterstützt Dresdner Geschäfte, Restaurants, Stadtteilzentren, Kulturstätten usw., um mit wenigen Mitteln Barrierefreiheit zu schaffen. Gegen eine Schutzgebühr überlässt der Verband dauerhaft eine mobile Rampe. Mindestvoraussetzung sind eine Türbreite von mindestens 75 cm sowie maximal 2 zu überwindende Eingangsstufen. Bei Aufgabe des Geschäftes bzw. wenn die Rampe nicht mehr benötigt wird, wird die Rampe zurückgenommen und die Schutzgebühr zurückerstattet.  Es kommen verschiedene Rampengrößen entsprechend der örtlichen Gegebenheiten zum Einsatz.

Weitere Informationen: http://www.kompass-dresden.org/dresden-infos/geschaefte-mit-rampe/ 

Außerdem bietet der Verband RollstuhlfahrerInnen eine Rampe zur Ausleihe an, mit der 1 bis 2 Stufen überwunden werden können. Die Rampe ist 870 mm lang und 830 mm breit. Gefaltet passt sie in eine dazugehörige Rollstuhltasche und kann mit ihm transportiert werden.

Weitere Informationen: http://www.kompass-dresden.org/angebote-dresden/a-z/


Sozialhelden / Projekt "Tausendundeine Rampe"

Über das Projekt „Tausendundeine Rampe“ der Sozialhelden e.V. kann man sich als „Ortsbetreiber“ um eine mobile Rampe „bewerben“. Die Vergabe erfolgt aufgrund von Vorschlägen durch Betroffene.Mit dieser mobilen Rampe kann ein Höhenunterschied von maximal 25cm überwunden werden.

weitere Informationen hier und unter http://sozialhelden.de/blog/projekte/tausendundeine-rampe-fuer-deutschland/ 


Online Shop für mobile Rampen
Hier können für 179,00 EUR pro Stück unkompliziert mobile Rampen bestellt werden.

www.wheelramp.de

 

Wheelmap

 

Wheelmap ist eine Karte zum Suchen und Finden rollstuhlgerechter Orte. Wie bei Wikipedia kann jeder mitmachen und öffentlich zugängliche Orte entsprechend ihrer Rollstuhlgerechtigkeit markieren – weltweit.

 

Handbuch - Leitfaden Barrierefreies Bauen

Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (2014)