Rückblick: Sächsischer Preis für Kulturelle Bildung 2017

Kultur.LEBT.DemokratieLogo Preis Kulturelle Bildung 2017

"Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden." (Paul Auster)

 

Der Sächsische Preis für Kulturelle Bildung "Kultur.LEBT.Demokratie" wurde erstmalig 2017 vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. ausgelobt.


Inhalt des Preises -> weitere Informationen - bitte hier klicken

Der Sächsische Preis für Kulturelle Bildung "Kultur.LEBT.Demokratie" prämierte beispielhafte Projekte oder das dauerhafte Engagement eines Trägers der Kulturellen Bildung.

Im Fokus standen Formate, die eine nachhaltige Entwicklung bei Einzelpersonen und Gruppen jeden Alters angestoßen haben und damit:

  • das demokratische Miteinander fördern,
  • demokratische Prozesse verstehen helfen,
  • zur demokratischen Teilhabe befähigen.

Die Projekte bzw. das Engagement konnten sich in jeder künstlerischen Sparte (Musik, Literatur…) und jederkulturellen Praxis (Medienarbeit, Handwerk, Brauchtum…) bewegen und sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene richten.

 

Es wurden insgesamt 3 Preise mit jeweils 2.500 € sowie ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 € vergeben.
Der Einsendeschluss zur Teilnahme war der 30. September 2017

gewürdigt werden:

  • kulturell-künstlerische Bildungsformate, die im Ergebnis helfen, ein demokratisches Gemeinwesen zu stärken.
  • Einrichtungen oder Akteure, die kulturelle Bildung als Methode im Sinne der Demokratieförderung begreifen und anwenden.
  • innovative Ansätze genauso wie verstetigte Strategien, die nicht das Rad neu erfinden, sondern stets am Laufen halten.

Es geht somit um die gesellschaftsgestaltende Kraft von Kunst und Kultur, die über individuelle Aneignungsprozesse (kulturelle Bildung) zum Tragen kommt.

Zum Beispiel:

  • in Form persönlicher Befähigungen, wie Artikulationskraft, Selbstermächtigung oder Selbstwirksamkeitserfahrungen als Voraussetzung für eine Mitwirkung an demokratischen Aushandlungsprozessen.
  • über Formate, die mit künstlerischen Mitteln Themen eines demokratischen Gemeinwesens behandeln, wie Freiheit, Teilhabe, Gleichheit, Solidarität, Toleranz, Verständigung, Kompromiss, Perspektivwechsel, Verschiedenheit, Gemeinsinn etc. und damitzur Auseinandersetzung, zum Fragen und Reflektieren einladen.
  • Aufgerufen sind auch all jene Projekte kultureller Bildung, die vielleicht gar keine Demokratiearbeit intendierten und erstim Prozess auf solche Wirkungen gestoßen sind.

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Teilnehmen konnten Kultur- und Jugendeinrichtungen, Vereine, freie Initiativen, Kulturschaffende und Akteure, die in Sachsen wirk(t)en.

Die Einrichtungen und Aktuere konnten sich selbst bewerben oder von anderen vorgeschlagen werden.

Eingereicht werden konnten:

  • bereits durchgeführte oder laufende Projekte der Kulturellen Bildung, die auf Demokratieförderung zielen oder im Ergebnis demokratiefördernd waren und in den letzten drei Jahren stattgefunden haben (Zeitraum 2014-2017),

  • oder die Leistung einer Einrichtung oder von Akteuren, die sich dauerhaft und erfolgreich in der kulturellen Vermittlungspraxis im Rahmen von Demokratieförderung engagier(t)en.

 

Übersicht zur Verteilung der 84 eingereichten Beiträge:

Bewertungskriterien & Jury -> weitere Informationen - bitte hier klicken

Bewertungskriterien:

  • Methodik des Kulturellen Bildungsprozesses, Gesamtdramaturgie und Verhältnismäßigkeit

  • Art und Weise des Vermittlungs- und Bildungsprozesses

  • Wirkungen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene in Bezug auf das Thema Demokratie

  • Mögliche Impulswirkung

  • Mögliche Übertragbarkeit

JURY

Die Bewertung der eingereichten Projekte für den Sächsischen Preis für Kulturelle Bildung "Kultur.LEBT.Demokratie" erfolgte durch eine unabhängige Jury.
Die Jury wurde in Absprache mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vom Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. berufen.
Die Jurysitzung fand am 19. Oktober 2017 statt.

  

Jurymitglieder

  • Thomas Früh
    Abteilungsleiter Kunst; Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

  • Dr. Karola Rupprecht 
    Abteilungsleiterin Kulturelle Bildung am Deutschen Hygiene-Museum, Dresden

  • Annett Geinitz
    Netzwerkstelle für kulturelle Bildung

  • Mario Zenner
    Geschäftsführer Soziokulturelles Zentrum Alter Gasometer, Zwickau

  • Miriam Tscholl
    Leiterin Bürgerbühne Staatsschauspiel, Dresden

  • Béla Bélafi
    Referatsleiter für politische, mediale, digitale Bildung und Migration;
    Sächsisches Staatasministerium für Kultus

  • Bernd Heidenreich
    stellv. Leiter Landesjugendamt;
    Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Moderation: Andrea Gaede
(stellv. Geschäftsführerin und Grundsatzreferentin; Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.)

Co-Moderation: Kathrin Weigel
(Referentin für Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit; Projektleitung "Kultur.LEBT.Demokratie"; Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.)

Preisverleihung -> weitere Informationen - bitte hier klicken

Kopfzeile zur Preisverleihung im Layout des Preises

Eröffnungsrede der Ministerin am RednerpultAm 11. Dezember 2017 hat die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. zum ersten Mal den Sächsischen Preis für Kulturelle Bildung – „Kultur.LEBT.Demokratie“ verliehen. Die Preisverleihung fand im überfüllten Festsaal des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst in Dresden statt. Dr. Roland Löffler, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung verknüpfte in seinem Fachvortrag zur politischen und kulturellen Bildung die Geschichte des Nikolaus mit den verschiedenen Facetten des Bildungsbegriffs. Unter großem Beifall endete er seine Rede mit einem Dank an alle Akteure der kulturellen Bildung, die er als „Nikoläuse unserer Zeit“ bezeichnete. Er nahm damit Bezug auf die Historie und das Wortkompositum Nikolaus, welches sinngemäß „Sieger des Volkes“ bedeutet.

Der Preis prämierte Akteure bzw. Institutionen in der kulturellen Bildung, die mit ihren Projekten bzw. ihrem dauerhaften Engagement das demokratische Miteinander fördern. Bis zum 30. September 2017 waren Träger und Personen aus Sachsen aufgerufen, sich zu bewerben. Die Resonanz war mit 84 Einreichungen überwältigend und hat es der Jury bei der Wahl der Preisträger nicht leicht gemacht. Ausgelobt wurden schließlich drei Hauptpreise in Höhe von je 2.500 €. Die drei Hauptpreisträger wurden der Kulturbahnhof e.V. aus Markkleeberg und der KulturBrücken Görlitz e.V. jeweils für ihr dauerhaftes Engagement sowie der Giro e.V. mit der Projektgruppe greater form für das Projekt "Neue Bilder braucht Grünau". Der Sonderpreis in Höhe von 1.000 € wurde geteilt und ging mit jeweils 500 € an die IG Welt-Theater Frankenberg e.V. und an die Stiftung Friedliche Revolution für das Projekt "FREI_RAUM - Brücken bauen für Demokratie und Dialog".

Insgesamt war es eine äußerst gelungene Preisverleihung des ersten Sächsischen Preises für Kulturelle Bildung und es konnte mit der Ausschreibung aufgezeigt werden, wie vielseitig, zahlreich und kreativ der Einsatz für eine demokratische Gesellschaft mit den Mitteln der kulturellen Bildung in Sachsen ist. Schließlich stellte die Preisverleihung auch für all jene eine Würdigung dar, welche sich tagtäglich für ein demokratisches Gemeinwesen einsetzen, Menschen zur Teilhabe befähigen und das Fundament für ein respektvolles Miteinander legen. Abschließend kündete die Ministerin die Fortführung des Preises an.

Der Landesverband bedankt sich für die sehr konstruktive, professionelle und kollegiale Zusammenarbeit
mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kunstministeriums.

KLD Preisverleihung Stimmungsbild

Die jeweiligen Redebeiträge zur Preisverleihung können Sie als Audiomitschnitt anhören.
Klicken Sie dafür bitte die entsprechenden Programmüberschriften an.

ERÖFFNUNG
DR. EVA-MARIA STANGE -Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

VORTRAG
DR. ROLAND LÖFFLER -Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

Musikbeitrag
RANY DABBAGH -www.rany.band

ZUM PREIS - "Kultur.LEBT.Demokratie"
ANDREA GAEDE -stv. Geschäftsführerin und Grundsatzreferentin,Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.

PREISVERLEIHUNG

Laudatio zum Preisträger: Kulturbahnhof e.V.
ANNETT GEINITZ -Netzwerkstelle Kulturelle Bildung – Vogtland

Laudatio zum Preisträger: KulturBrücken Görlitz e.V.
ANNE PALLAS -Geschäftsführerin des LandesverbandesSoziokultur Sachsen e.V.

Laudatio zum Preisträger: GIRO e.V.
DR. CAROLA RUPPRECHT -Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung imDeutschen Hygiene-Museum Dresden

Musikbeitrag
RANY DABBAGH -www.rany.band

PREISVERLEIHUNG SONDERPREIS

Laudatio zu den Preisträgern:Stiftung Friedliche Revolution & IG Welt-Theater Frankenberg e.V.
ANDREA GAEDE -stv. Geschäftsführerin und Grundsatzreferentin,Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.

Musikbeitrag
RANY DABBAGH -www.rany.band

VERABSCHIEDUNG
DR. EVA-MARIA STANGE -Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

Fotos -> weitere Informationen - bitte hier klicken

Kopfzeile zur Preisverleihung im Layout des Preises

Fotos: David Nuglisch, Copyrigth SMWK

 

Faltblatt:

Presse:

Einladung:

 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Grafik, Gestaltung und Layout: Kathrin Weigel - Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.